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Maixabel - Eine Geschichte von Liebe, Zorn und Hoffnung

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Im Sommer 2000 erschütterte der Mord an dem sozialistischen Lokalpolitiker Juan Marí Jáuregui das Baskenland. Elf Jahre nach dem Attentat der ETA meldet sich einer der Mörder bei dessen Witwe Maixabel Lasa und bittet um ein Gespräch, weil er seine Taten bereue und mit der Terrororganisation gebrochen habe. Starkes, auf realen Ereignissen basierendes Drama.

Regie:
Regie:
Icíar Bollaín
Darsteller:
Darsteller:
Blanca Portillo, Luis Tosar, Urko Olazabal, María Cerezuela
Land/Jahr:
Land/Jahr:
E 2021
Dauer:
Dauer:
116 min
Altersfreigabe:
Altersfreigabe:
Keine Angabe
Festival:
Festival:
Spanische Filmtage 2022
Kinostart:
Kinostart:
27. Mai 2022

Vom Hass zum Dialog: "Maixabel"

SABINA ZEITHAMMER | 25.05.2022

Maixabel Lasa steht gerade im Badezimmer, als die Tragödie in ihr Leben einbricht: Ihr Ehemann, der spanische Politiker Juan María Jáuregui, wird am 29. Juli 2000 von baskischen Separatisten der Untergrundorganisation ETA ("Baskenland und Freiheit") ermordet. Keine Freude ist für Maixabel nach diesem Verlust jemals wieder vollkommen, wie sie Jahre später sagt, als sie schon lang Leiterin des "Amts für die Betreuung der Opfer des Terrorismus" und selbst auf Bodyguards angewiesen ist. Unter einigen inhaftierten ETA-Mitgliedern macht sich indes - wir schreiben 2010 -Reue breit. Unterstützt von einer Mediatorin suchen Luis Carrasco und Ibon Etxezarreta den Dialog mit Angehörigen ihrer Opfer, und Maixabel willigt ein, diesen aufzunehmen.

Filmerin Icíar Bollaín fasst mit "Maixabel -Eine Geschichte von Liebe, Zorn und Hoffnung" wahre Ereignisse in Spielfilmform. Es mag irritieren, dass weder Jáuregui noch die ETA bedeutenden (Bild-)Raum erhalten (im Vorfeld nachzulesen schadet nicht). Doch Bollaín braucht ihre ganze Konzentration für die Begegnung von Tätern und Opfern, die sie mit ruhigem Gang durch komplexes Terrain vorbereitet. Man muss viel weinen angesichts dieses stark gespielten Films voll schmerzlicher Emotionen. Maixabel aber findet ihr Lächeln wieder.

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