Empfohlen Filmkritik

Rubikon

Rubikon - © Samsara Film / Graf Film / Philipp Broszek

Rubikon (Foto: Samsara Film / Graf Film / Philipp Broszek)

Julia Franz Richter in: Rubikon - © Samsara Film/Graf Film/Philipp Brozsek

Julia Franz Richter in: Rubikon (Foto: Samsara Film/Graf Film/Philipp Brozsek)


In ihrem Spielfilmdebüt erzählt Leni Lauritsch von den mutmaßlich letzten Überlebenden der menschlichen Spezies, der Besatzung der Raumstation Rubikon im Jahr 2056. Ein dystopisches Kammerspiel voll kluger Anleihen bei Genreklassikern (von "Alien" bis "Gravity"), mit tollem Set-Design (Johannes Mücke) und der coolen Julia Franz Richter in der Hauptrolle. Empfohlen in der deutschen Fassung. (Michael Omasta)

Regie:
Regie:
Leni Lauritsch
Darsteller:
Darsteller:
Julia Franz Richter, George Blagden, Mark Ivanir, Nicholas Monu
Land/Jahr:
Land/Jahr:
Ö 2022
Genre:
Genre:
Science-Fiction
Dauer:
Dauer:
110 min
Altersfreigabe:
Altersfreigabe:
Keine Angabe
Festival:
Festival:
K3 Film Festival Villach 2022
Kinostart:
Kinostart:
16. September 2022

Wir müssen reden! Ösi-Öko-Science-Fiction

DREHLI ROBNIK | 21.09.2022

Dies ist, im Science-Fiction-Kontext, ein Raumfahrtfilm; einer von denen, die Biosphären und ihre Ökologie dramatisieren. Da werden Probleme, die wir auf Erden gewohnt sind, auf Raketen oder Planeten direkt und im Detail durchgespielt. Etwa Probleme mit Algen: Im Unterschied zu den vielen in der Alten Donau geht es in "Rubikon" um die kostbaren, die man auf einer Raumstation züchtet; davon hängt die Zukunft der von Konzernpolitik und -kriegen verseuchten Erde ab. Außerdem gibt's Probleme mit der Technik (nicht nur, wenn sie nicht funktioniert) und miteinander (nicht nur, wenn's funkt).

Karger Spaß an Bord, Gefährdung fragiler Pflanzenfracht, ethisches Dilemma an der Schleuse: "2001","Silent Running" und "Alien" lassen -eh schön -grüßen. Seinen spezifischen Ton findet "Rubikon", wo er sich Problemen mit den Problemen stellt: Im Klaustro-Grau der Korridore, Kojen und Konsolen erörtert die Dreier-Crew einiges.

Das viele Reden kommt allerdings gut, denn es ist nicht blöd - mündet auch in Actionschübe und eine erstaunlich klassenkritisch statt humanistisch inspirierte "Lösung" -, und die Figuren sind sympathisch. Es spielen auf: Julia Franz Richter (Kurzhaar-Soldatin), George Blagden und Mark Ivanir als der letzte sympathische Russe in einem "westlichen" Film für Lichtjahre.

Bereits in den Kinos

Dieser Film bei Video on demand

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