Filmkritik

The Black Phone

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Vor zehn Jahren drehte Scott Derrickson mit Ethan Hawke "Sinister", in dem schaurige alte Super-8-Home-Movies Ritualmorde ins Heute flimmern lassen. Mit "The Black Phone" kehrt er zum Dead Media-Horror – spooky Retroflair überwuzelter Kommunikationsgeräte – zurück, mit Hawke in der Rolle eines Buben-Kidnappers. Über ein Telefon, das kaputt an der Wand seines Verlieses hängt, kriegt der entführte Held des Films Jenseitsbotschaften von früheren Opfern des clownesken Täters. (Dr. Robnik)

Regie:
Regie:
Scott Derrickson
Darsteller:
Darsteller:
Mason Thames, Madeleine McGraw, Jeremy Davies, James Ransone, Ethan Hawke
Land/Jahr:
Land/Jahr:
USA 2022
Genre:
Genre:
Horror
Dauer:
Dauer:
104 min
Altersfreigabe:
Altersfreigabe:
Keine Angabe
Kinostart:
Kinostart:
23. Juni 2022

Sei ein Kerl, kill den Clown, mach den King

DREHLI ROBNIK | 29.06.2022

Vor zehn Jahren drehte Scott Derrickson mit Ethan Hawke "Sinister", in dem schaurige alte Super8-Homemovies Ritualmorde ins Heute flimmern lassen. Später inszenierte er Exorzismus-Grusel und den ersten Doctor-Strange-Film. Mit "The Black Phone" kehrt er zum Dead-Media-Horror -spooky Retroflair überwuzelter Kommunikationsgeräte -zurück, mit Hawke in der Rolle eines Buben-Entführers. Über ein kaputtes Telefon an der Wand seines Verlieses bekommt der gekidnappte Held des Films Jenseitsbotschaften von früheren Opfern des clownesken Täters.

Neben Festnetz und Gespenstern wird hier jenes ewige Kleinstadt-1980 wiederbelebt, das längst zum Stephen-King-Themenpark verklumpt ist. Die Vorlage zum Film stammt von Kings Sohn Joe Hill, Hawkes Mienen wechselnde Maske aus dem Fundus der "Purge"-Reihe. "The Black Phone" bietet Fluchtversuch-Suspense, knurrende Musik, betulich ausgemalte Familiengewalt und ein freches telepathisches Mädchen als comic relief. Und Plot-Getöse in Sachen Empowerment: Gute Tipps toter High-School-Bullys machen einen Buben zum Kerl, härter als die brutale Welt rund um ihn. Halbgarer Horror als erzieherischer Durchgangsritus auf dem Weg zur echten Männlichkeit: Dieses untote Medium ist hier das Schaurigste - und Traurigste.

Bereits in den Kinos (OF im Artis)

Dieser Film bei Video on demand

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