Filmkritik

Don't Worry Darling

© Warner Bros. Pictures

Foto: Warner Bros. Pictures


Psychothriller nach Art der "Stepford Wives": Alice (Florence Pugh) lebt mit ihrem Mann Jack (Harry Styles) in der Gemeinschaft von Victory, einer Firmenstadt, in der die Männer für das streng geheime Victory-Projekt arbeiten. Es sind die 1950er-Jahre und Alice führt ein Leben, das hauptsächlich aus Putzen, Kochen, Partys besteht. Alles scheint perfekt, alle Bedürfnisse der Bewohner werden von der Firma und ihrem CEO Frank (Chris Pine) erfüllt. Doch als ihr idyllisches Leben Risse bekommt, muss Alice sich fragen, was genau sie in Victory tun und warum.

Regie:
Regie:
Olivia Wilde
Darsteller:
Darsteller:
Florence Pugh, Harry Styles, Olivia Wilde, Chris Pine, Gemma Chan, Nick Kroll, Sydney Chandler
Land/Jahr:
Land/Jahr:
USA 2022
Genre:
Genre:
Thriller, Drama
Dauer:
Dauer:
122 min
Altersfreigabe:
Altersfreigabe:
Keine Angabe
Kinostart:
Kinostart:
22. September 2022

Gossipgeschwader: "Don't Worry Darling"

MARTIN NGUYEN | 21.09.2022

Drama, Gerüchte und böses Blut: Das Getöse rund um die Premiere von "Don 't Worry Darling" von Olivia Wilde und dem Darstellerduo Florence Pugh (Wildes Fehde) und Harry Styles (Wildes Gspusi) machte mehr Schlagzeilen als der Film selbst.

Der Paranoia-Thriller versetzt das Paar Alice (stark: Pugh) und Jack (flach: Styles) in die heile 1950er-Welt einer Retortensiedlung in der Wüste namens Victory. Er arbeitet für die geheime gleichnamige Firma, während sie als Hausfrau in Putzen und Kochen aufgeht. Abends empfängt sie ihn mit Whiskey und reichlich Libido, dazwischen geht es zur Poolparty bei Frank (Chris Pine), dem sektenhaft vergötterten Chef der Firma. Bald schleichen sich Irritationen in die Idylle und nicht nur Alice fragt sich: "Warum sind wir hier?"

Allzu schnell ist in der Story alles verdächtig, ungeduldig wartet man auf den Plot-Twist, der nur mäßig originell ausfällt. Geschlechterrollen und Frauenbild sollen hinterfragt werden, die das Mindset und Interior-Design der Fifties als Ideal verkörpern: Make men great again! In der Konfrontation von Alice und Frank liegt Spannung, doch über die Andeutung geht es nicht hinaus. So bleibt der Mix aus Psychothriller und Ausstattungskino leider nur an oberflächlichen Reizen hängen.

Ab Fr im Kino (OF im Artis und Burg)

Dieser Film bei Video on demand

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