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Bodies Bodies Bodies

Bodies Bodies Bodies - © Slash

Bodies Bodies Bodies (Foto: Slash)


Fünf Frauen und zwei Männer Mitte 20 – manche lesbisch, manche hetero, manche schwarz, mehrere weiß, fast alle reich, alle abwechselnd zerstreut und manisch – spielen in gewitternächtlicher Villa das titelgebende Mord-im-Dunkeln-Game. Bald sterben einige der Nervensägen in echt. Wer steckt dahinter? Das ist fad gefragt, aber originell aufgelöst. Licht, Spiel, Haus: Halina Reijn, Niederländerin mit interessanter Schauspielvergangenheit, inszeniert mit Sinn für Handkamera und Leuchtobjekte im Blackout-Interieur. (Dr. Robnik)

Regie:
Regie:
Halina Reijn
Darsteller:
Darsteller:
Amandla Stenberg, Maria Bakalova, Rachel Sennott, Lee Pace, Pete Davidson
Land/Jahr:
Land/Jahr:
USA 2022
Genre:
Genre:
Horror
Dauer:
Dauer:
95 min
Altersfreigabe:
Altersfreigabe:
Keine Angabe
Kinostart:
Kinostart:
28. Oktober 2022

Spielen Reiche Streiche, heißt es: Leiche!

DREHLI ROBNIK | 26.10.2022

Unlängst boomten Komödien, in denen halbjunge Menschen mit Geld öde Hauspartys zur Handy-basierten Ausleuchtung pikanter Intimitäten nutzen. Aktuell sind Whodunits mit Luxus-Klaustro-Setting, in denen jemand -aber wer? - den Cast dezimiert, wieder in Mode. Und Horror unter experimentierfreudiger Hipster-Jugend, die kreischt, wenn ihr Spiel blutiger Ernst wird, hat immer Saison.

Eine Fusion der drei Formeln ergibt "Bodies Bodies Bodies": Fünf Frauen und zwei Männer Mitte 20 - manche lesbisch, manche hetero, manche schwarz, mehrere weiß, fast alle reich, alle abwechselnd zerstreut und manisch - spielen in gewitternächtlicher Villa das titelgebende Mord-im-Dunkeln-Game. Bald sterben einige der Nervensägen in echt. Wer steckt dahinter? Das ist fad gefragt, aber originell aufgelöst.

Licht, Spiel, Haus: Halina Reijn, Niederländerin mit interessanter Schauspielvergangenheit, inszeniert mit Sinn für Handkamera und Leuchtobjekte im Blackout-Interieur. Der Ensemble-Cast (darunter Maria Bakalova, 2020 Borats "Tochter", Amandla Stenberg und Pete Davidson) liefert -allerdings auch viel perspektivloses Kleinkauen von Jargonklischees: ableism hier, Podcast-und Mental-Health-Nöte dort, viel "Du bist so Fake!"-Enthüllung, Gefühlsgeständnis und Ohmygod! Wenn's der Wahrheitsfindung dient

Ab Fr im Kino (OF im Artis, OmU im Votiv)

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