Filmkritik

Ein Mann namens Otto

A Man Called Otto

Otto (Tom Hanks) is loathe to react to the picture Marisol's (Mariana Treviño) kids drew in Columbia Pictures A MAN CALLED OTTO. - © © 2022 CTMG, Inc. All rights reserved.  **ALL IMAGES ARE PROPERTY OF SONY PICTURES ENTERTAINMENT INC. FOR PROMOTIONAL USE ONLY.

Otto (Tom Hanks) is loathe to react to the picture Marisol's (Mariana Treviño) kids drew in Columbia Pictures A MAN CALLED OTTO. (Foto: © 2022 CTMG, Inc. All rights reserved. **ALL IMAGES ARE PROPERTY OF SONY PICTURES ENTERTAINMENT INC. FOR PROMOTIONAL USE ONLY.)


Der verwitwete Pensionist Otto schikaniert in einer Reihenhaussiedlung von Pittsburgh seine Nachbarn. Gerade als er seinem Leben ein vorzeitiges Ende bereiten will, zieht gegenüber eine mexikanische Familie ein. Der neuen Nachbarin gelingt es mit Charme und Hartnäckigkeit, den Gefühlspanzer des grantigen alten Mannes aufzubrechen. US-Remake von "Ein Mann namens Ove" (2015), das trotz Hauptdarsteller Tom Hanks hinter dem schwedischen Original zurückbleibt.

Regie:
Regie:
Marc Forster
Darsteller:
Darsteller:
Tom Hanks, Mariana Trevino, Rachel Keller, Manuel Garcia-Rulfo, Cameron Britton
Land/Jahr:
Land/Jahr:
USA 2022
Genre:
Genre:
Komödie, Drama
Dauer:
Dauer:
126 min
Altersfreigabe:
Altersfreigabe:
Keine Angabe
Kinostart:
Kinostart:
2. Februar 2023

Eh sehr nett: "Ein Mann namens Otto"

SABINA ZEITHAMMER | 01.02.2023

Ein zweigeteilter Grabstein, eine Hälfte ist noch ungraviert. Doch die letzte Ruhestätte wartet schon: Mit Blumen und Tee macht sich Otto (Tom Hanks) regelmäßig auf, um seine kürzlich verstorbene Frau zu besuchen. Weil dem vereinsamten, verbitterten Pensionisten, der in seiner Siedlung als kontrollsüchtiger Nachbarschaftsschreck gilt, ohne seine Sonya nichts mehr bleibt, will er sein Dasein beenden.

Seine Entleibungsversuche werden allerdings gestört, als die charmante Marisol und ihre Familie gegenüber einziehen. Die hochschwangere Mutter zweier Kinder erkennt im gequälten Grantler kurzerhand den Freund, den sie dringend braucht.

"Ein Mann namens Otto", Marc Forsters Neuadaption von Fredrik Backmans Roman "Ein Mann namens Ove" (2012) und Remake der Verfilmung von Hannes Holm (2015), hält sich eng an die Vorlagen: In der Alltagswelt einer Reihenhaussiedlung bahnt sich die Tragikomödie ihren Weg vom Thema (Alters-)Einsamkeit zum Zusammenhalt einer nicht blutsverwandten Großfamilie, erzählt von Schicksalsschlägen, vom Gebrauchtwerden und Verzeihen. Tiefgang entwickelte schon Holms Film nicht, Forster bügelt selbst die ruppig-skurrilen Elemente der Erstadaption glatt. Als qualitativ solide Konfektionsware ist "Otto" aber eh sehr nett.

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