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Mochi Ramen Bar

© Heribert Corn

Foto: Heribert Corn


Hippes Nudelsuppen- und Nippon Snack-Lokal der Mochi-Leute, 5 Suppenvarianten (€ 11,80 bis € 13,80), Toppings zusätzlich möglich. Verschiedene Nachspeisen (z.B. Umeboshi Eis oder Chocolate-Mousse um ca. € 5,70). Gastgarten. Keine Reservierung, first come, first served.

Adresse:
Adresse:
Vorgartenmarkt Stand 19 + 29
1020 Wien
Website:
Website:
www.mochi.at
www.mochi-ramen.com
www.facebook.com/Mochi.Ramen.Bar/
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
Di–Sa 11.30–21.30 (Fei geschlossen) derzeit geschlossen
Aufgrund der aktuellen COVID-Richtlinien gilt derzeit für die Gastronomie die 2G-Regel sowie eine allgemeine Sperrstunde um 22 Uhr. Bitte beachten Sie, dass die aktuellen Öffnungszeiten ggf. abweichen können.
Preiskategorie:
Preiskategorie:
€€ (Hauptspeisen € 10-15)
Zahlungsmöglichkeiten:
Zahlungsmöglichkeiten:
Bankomat, VISA, MasterCard
Lokaltyp:
Lokaltyp:
Restaurants, Gaststätten
Küche:
Küche:
Japanisch
Sonstiges:
Sonstiges:
Gastgarten

Zusammenrücken!

Mochi, das erfolgreichste Lokal der vergangenen Jahre, macht jetzt Nudelsuppe

FLORIAN HOLZER | 14.2.2017

Wenn man die japanische Nudelsuppe Ramen der neuen Mochi Ramen Bar am Vorgartenmarkt probieren will, hätte man das vorige Woche tun sollen. Da bekam man mit etwas Glück am Nachmittag noch einen Platz.

Jetzt nicht mehr. Mittlerweile sind die Blogger und sozialen Netzwerke warmgelaufen, in den nächsten Tagen erscheinen die ersten Jubelkritiken – und damit wird es mit den freien Plätzen auch schon wieder vorbei sein.

Die Mochi-Leute haben jetzt schon dunkle Ringe unter den Augen. Auf 80 Nudelportionen pro Tag waren sie gefasst, erzählt Tobi Müller, 180 produzieren sie derzeit mit ihrer japanischen Nudelmaschine. Also auch in der Nacht.

Was haben Tobi Müller und Edi Dimant also schon wieder so irrsinnig richtig gemacht? Auf den ersten Blick scheint das gar nicht so schwierig, darauf eine Antwort zu finden: Das Thema Ramen läuft seit geraumer Zeit zu gesellschaftlicher Hochform auf; der Platz am – unmittelbar vor dem Hype stehenden – Vorgartenmarkt könnte besser nicht sein für so ein Projekt; das Styling des Lokals in Hellholz und Dunkelgrau, mit dank heruntergelassener Rollläden irritierend abweisender Optik, ist wieder einmal extrem gut gelungen; die Karte ist klein, und alles, was da drauf steht, schaut super aus und schmeckt großartig; der Service ist – ein Mochi-Markenzeichen – von herzlicher Freundlichkeit, und dann spielt auch noch Lou Donaldson seinen Soul Jazz dazu.

Der Hype spielt immer eine Rolle, wenn Mochi an den Start geht, das ist einfach so, aber das erklärt noch nicht die Tatsache, dass dieses neue, kleine, finstere Nudelsuppenlokal das beste seiner Art in Österreich ist.

Küchenchef Edi Dimant tut auch ordentlich was dafür. Um die richtige Zubereitung der Brühen zu erlernen, flog er nach Japan, um dort eine Ramen-Schule zu besuchen, gab die aber bald wieder auf und machte Praktika in guten Ramen-Restaurants. Für die Schweineknochenbrühe wässert er die Knochen acht Stunden, dann wird zwölf Stunden in drei riesigen Kesseln mitten im Lokal gekocht, das Ergebnis ist etwa beim Yokohama-Ramen mit geschmortem Schweinefleisch, mariniertem Ei, Nori-Algen und Jungzwiebeln eine extrem intensive, körperreiche Suppe (€ 11,80).

Für vorher gibt’s ein paar gute Kleinigkeiten, den großartigen Gurkensalat etwa oder die wahrscheinlich zartesten, lockersten und überhaupt besten Gyoza seit dem Haizaki-san no omise in der Schleifmühlgasse (3 Stk. € 4,–, 5 Stk. € 6,50).

Der in Reismehl knusprig gebratene, leicht gummiartige, süß-scharfe Tintenfisch Ika Piri ist dann eigentlich fast zu viel, aber wenn man schon einmal einen Platz hat, und dann geht „Cafe Hanoi“, eine Kreation aus Kaffeegelee, süßer Kondensmilch und unendlich crumbeligem Erdnusscrumble zwar auch nicht mehr, aber egal (€ 4,90). Man wird sich anstellen müssen. Und zusammenrücken.

Resümee:

Das Ramen-Lokal der Mochi-Leute wurde lang erwartet, jetzt ist es fertig und erwartungsgemäß großartig und gut besucht.