Imbiss Lokalkritik

Bunter Hund

© Heribert Corn

© FNAK Gastronomie GmbH


Der Imbiss, eigentlich Toasterie will weg vom Burger, hin zum Toast. 7 Varianten, auch vegetarisch und vegan (€ 7,50 bis € 9,50). Außerdem Salate mit verschiedenen Toppings (z.B. Lachs-Avocado), Süßspeisen; Bier vom Fass, Bio-Weine von Weinskandal, regionale Soft-Drinks, Kaffee. Speisen hausgemacht, regionale Produkte stehen im Vordergrund. Jeden Do ab 16 After Work Spritzer Session (Spritzer € 1,50). Schanigarten für 8 Pers.

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Adresse:
Adresse:
Praterstraße 11
1020 Wien
Telefon:
Telefon:
0660/605 77 97
E-Mail:
E-Mail:
info@bunterhund.wien
Website:
Website:
https://www.facebook.com/bunterhundwien/
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
Mo–Sa 11–21
Zahlungsmöglichkeiten:
Zahlungsmöglichkeiten:
Bankomat, VISA, MasterCard
Lokaltyp:
Lokaltyp:
Imbiss
Sonstiges:
Sonstiges:
Essen zum Mitnehmen, Schanigarten

Burger ist tot, es lebe der Toast!

Einer der Wiener Burger-Pioniere toastet jetzt Weißbrotscheiben
FLORIAN HOLZER | 11.4.2017

Jeder liebt Toast. Kein Wunder, Toast ist ja auch was Herrliches. Er greift sich gut an, riecht gut, macht ein tolles Geräusch, wenn man reinbeißt, und im Idealfall schmeckt er auch noch gut. Auch Nikolai Kölbl schätzt das geröstete Brot mit Einlage sehr, was ihn aber nicht daran hinderte, vor ein paar Jahren das hippe Trink- und Rauchlokal Weinschenke zu einem der Ausgangspunkte der Wiener Burger-Manie zu machen. In der Filiale am Karmelitermarkt konzentrierte man sich sogar von Anfang an auf die Fleischlaberln im weichen Weckerl, aber jetzt war er dann endlich an der Reihe, der Toast.

Beziehungsweise an der Reihe vielleicht nicht so wirklich, aber die kleine Boutique, die Kölbl da im sogenannten „Mochi-Viertel“ – die ersten hundert Meter der Praterstraße, mit Mochi, Café Ansari, Stewart, O.M.K., Ramasuri und jüngst auch einem Leones Designer-Eisgeschäft hipstergastronomiemäßig wirklich nicht schlecht aufgestellt – übernahm, war für regulären Küchenbetrieb nicht zugelassen. Das Rösten von Brot im Toaster ließ die Behörde hier aber zu.

Das Lokal, das seit Anfang der Woche nun also Wiens Toast-Szene auf Vordermann bringen soll, nennt sich Bunter Hund (nicht ident mit dem Hundebedarfsausstatter gleichen Namens), besteht aus einem großen Pult in der Mitte, einer Arbeitsfläche links, einer Schank rechts und einem umlaufenden Regal, auf dem Gläser mit selbst eingelegten Gurken- und Rote-Rüben-Pickles stehen.

Nachdem die sieben verschiedenen Toastkreationen durchaus aufwendige Herstellung erfordern und dann auch noch hübsch verpackt werden, nur ein Mann an der Toast-Werkbank steht, der sich halt auch hin und wieder ein bisschen unterhalten will, und die Yuppies hier bei Sonnenschein durchaus zahlreich einströmen, kann’s schon ein bisschen dauern. Ist aber auszuhalten, außerdem wurden ein paar Sessel auf den Gehsteig gestellt, da wartet man dann in der Sonne.

Umso beeindruckender, wenn das getoastete Sandwich namens „Shogun“ dann kommt: gute 15 Zentimeter Seitenlänge, fett gefüllt mit rohem Lachs erster Güte, Avocado, Radieschensalat, Wasabi-Mayo und noch reichlich klein geschnittenem Gemüse – ein großer Mund ist hier nicht von Nachteil, und dass ein Serviettenspender am zentralen Tisch steht, stellt sich bald als zweckmäßig heraus (€ 9,50).

Die sieben Toastvarianten im Bunten Hund spannen den Bogen zwischen vegan, vegetarisch, Fisch und Fleisch, ihre spezielle Note bekommen sie vor allem durch die jeweilige Sauce, das Brot wird von einem Bäcker des Vertrauens speziell für den Bunten Hund gebacken (dass es mit der Schinkenschneidemaschine geschnitten wird, ist für Freunde der scharfen Klinge allerdings hart). Nachdem sich Sandwich in dieser Stadt offenbar nicht durchzusetzen vermag, schafft es ja vielleicht der Toast, mal sehen.

Resümee:

Ein kleines Lokal, das erfreulicherweise einmal was anderes macht als immer nur Burger. Da erträgt man sogar den Untertitel „Toasterei“ ...


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