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Süsswasser

Foto: Katharina Gossow


Fischlokal und Feinkostgeschäft mit Fokus auf ausgewählte Süsswasser- und Wildfangfische aus Österreich. 9–12 Frühstück; täglich ab 12 frisch zubereitetes Tagesmenü (€ 6,50 bis € 10,50); selbstgemachter Fischsalat (€ 6,50 inkl. Brot), Beef Tatar (€ 10,50), aromatischer Espresso (€ 1,–); Spezialitäten eigens importiert aus Norditalien z.B. Prosciutto di Osvaldo oder Mattioni Kaffee. Zudem gibt es noch Öle, Pasta und Wurst. Diverse Veranstaltungen und Ausstellungen im anliegenden Galerieraum. WLAN. Gastgarten für ca. 8 Pers.

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Adresse:
Adresse:
Theobaldgasse 16
1060 Wien
Telefon:
Telefon:
0676/648 94 74
E-Mail:
E-Mail:
info@suesswasser.at
Website:
Website:
www.süsswasser.at
www.facebook.com/S%C3%BCsswasser-1347878518603928/
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
Mo–Fr 9–20, Sa 9–18 derzeit geschlossen
Zahlungsmöglichkeiten:
Zahlungsmöglichkeiten:
Bankomat, VISA, MasterCard, JCB
Lokaltyp:
Lokaltyp:
Restaurants/Gaststätten
Sonstiges:
Sonstiges:
Essen zum Mitnehmen, Frühstück, Gastgarten, Nichtraucherlokal, Rollstuhlgerecht, WLAN

Die gute Gasse

Zwei neue, wahnwitzig gute Essgeschäfte direkt nebeneinander
FLORIAN HOLZER | 1.8.2017

Früher gab es in der Theobaldgasse die verrucht-verschwitzte Kellerdisco Titanic. Deren Ende war unvermeidlich, als die Disco 1999 ebenerdig ein durchaus attraktives Lokal namens Mango bekam.

Womit die Wende zur Köstlichkeit der Gasse aber eingeleitet war, irgendwann kam dann die Akrap-Kaffeebar, dann die wunderschöne Kombination aus Bioladen und Elektro-auf-Vinyl-Spezialisten namens Tongues und dann auch noch ein Ladenkonzept namens Feinkoch, in dem Leute, die nicht gut einkaufen können, genau abgewogene Zutaten für spezielle Rezepte bekamen.

Eh schon viel für eine Gasse in Mariahilf, denkt man sich, aber nichts im Vergleich dazu, was da in den vergangenen zwei Monaten losging. Da machte nämlich einerseits das Süsswasser auf: Benjamin Fehringer, gelernter Kfz-Mechaniker, Spezialgebiet Mercedes-Benz, bastelte ein Jahr lang aus einem ehemaligen Lager ohne Wasser und Strom ein liebreizendes Fischlokal, das zugleich ein Delikatessengeschäft ist, deren Ware Fehringer Stück für Stück gesucht, gefunden und für passend erachtet hat.

Tolle Pasta, tolle Öle, den guten Senf aus Lustenau, Wurst vom Tschürz aus dem Burgenland, Prosciutto von d’Osvaldo aus Cormons, Kaffee aus Gorizia, Brot aus dem Waldviertel eingelegte Zitronen aus Marokko, grandiose Fischkonserven aus Portugal und Italien ... Und vor allem Attersee-Fische von Ulli Huber, Bachforellen aus dem Yspertal und dann auch noch das, was Martin Müller aus dem Weißensee fischt, in Summe so ziemlich das Beste, was man in Österreich an Fisch bekommen kann.

Dienstagnachmittag, wenn die frische Lieferung kommt, kann man sich da einen Fisch nach Wahl um den Ladenpreis braten lassen und bekommt ein Glas Wein dazu, das Angebot an den anderen Tagen ist aber auch nichtschlecht. Da gibt’s dann etwa herrlich frischen Gurken-Dill-Hering-Salat, wahnsinnig gut (€ 6,50); oder dreierlei aufgeschnittene „veredelte“ Fische, kühl geräucherte Lachsforelle, gebeizten und geräucherten Saibling, so viel so guten Fisch bekommt man um dieses Geld in Wien sonst ganz einfach nicht (€ 7,50). Und wenn es als Tagesgericht Fischlasagne gibt, muss man auch nicht klagen (€ 8,50).

Damit aber nicht genug, weil vorige Woche machte gleich daneben, also in dem ehemaligen Feinkoch-Geschäft, Marco Simonis seinen „Urban Appetite“-Laden auf, eine Filiale seines unendlich gut sortierten Feinkostgeschäfts in der Dominikanerbastei. Simonis verkauft hauptsächlich Spezialitäten von ausgesuchten Kleinbetrieben (Aubrac-Steaks aus dem Waldviertel!), Wiener Bio-Gemüse, Weine aus autochthonen Rebsorten und selbstgemachte Köstlichkeiten, etwa herrlich altmodische Patés und nicht zuletzt die besten (und teuersten) Sandwiches der Stadt. Mit dem Effekt, dass die kleine Theobaldgasse jetzt auf einmal mehr kann als der ganze Meinl am Graben. Groß.

Resümee:

Ein kleines Fischlokal, das auch Delikatessengeschäft ist, und noch ein zweites Delikatessengeschäft Schulter an Schulter.

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