Griechisch Lokalkritik

Rosmarin

© Heribert Corn

© Silke@Bessenroth.de

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Feinkostgeschäft großteils mit Bio-Produkten von Kleinproduzenten und aus kleinen Manufakturen in Griechenland. Ganztägig Frühstück , griechische Spezialitäten, Tagesgericht. Kinderspeisen, -sessel, Spielsachen. WLAN. Lokal für 8, Schanigarten für 8 Pers.

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Adresse:
Adresse:
Barnabitengasse 6
1060 Wien
Telefon:
Telefon:
01/581 28 40
E-Mail:
E-Mail:
office@rosmarin.wien
Website:
Website:
www.rosmarin.wien
https://www.facebook.com/rosmarin1060/
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
Mo 12–19, Di–Fr 10–19, Sa 10–18
Zahlungsmöglichkeiten:
Zahlungsmöglichkeiten:
Bankomat, VISA, MasterCard, Amex, Diners, JCB
Küche:
Küche:
Griechisch
Sonstiges:
Sonstiges:
Bioprodukte, Essen mit Kindern, Frühstück, Hunde nicht erlaubt, Nichtraucherlokal, Schanigarten, WLAN

Großes vom Griechen

Griechische Feinkost? Doch, die gibt es. Und was zu essen auch
FLORIAN HOLZER | 17.10.2017

Prolog: Wer früher nach Griechenland reiste, in wackligen Fliegern und auf billigen Fähren, der tat das dann wirklich nicht des Essens wegen. Sondern weil es billig war. Und schön schon auch.

Er trank also Tequila Slammer, Nescafé, Ouzo und Heineken, er aß Choriatiki, mit Reis gefülltes, verbranntes Gemüse in Olivenöl, verbranntes Fleisch mit Olivenöl und Joghurt mit Olivenöl, nicht verbrannt, aber dafür mit umso mehr Knoblauch. Zubereitet von jungen, betrunkenen Iren und Schotten, denen das Geld ausgegangen war, trotz billig.

Dass das mit griechischer Küche wenig zu tun hat, wurde in den folgenden Jahrzehnten fast nie infrage gestellt; dass man italienische Küche ja auch nicht daran messen wollte, was in Caorles Pizzerien gebraut wird, wurde nicht bedacht. Dass die griechische Küche eine wundervolle Mischung aus levantinischer und italienischer ist, interessierte niemanden.

Elina Georgosopoulou aus Lakonien kocht wahnsinnig gern griechisch und tat das auch, als sie vor einiger Zeit als Finanzdirektorin eines Unternehmens nach Wien kam. Hier fand sie allerdings kaum die Zutaten, die für gute griechische Küche mindestens so entscheidend sind wie für gute italienische. Und als sie dann wegen der Kinder den Job quittierte, beschloss sie, diesen Mangel zu einer Geschäftsidee werden zu lassen.

Sie übernahm ein bis dahin (unter anderem auch mit griechischer Küche) glückloses Lokal in der Barnabitengasse und durchforstete ihre Heimat nach hochwertigen Produkten, die in Wien bisher fehlten beziehungsweise hier kein Mensch kennt.

Meeresfenchel, zum Beispiel, oder in Öl eingelegte Weinrebspitzen, griechische Bottarga, reinsortiges Öl extrem seltener Olivensorten, in Rotweinmaische gereifter Schaf-Ziegen-Käse mit Ursprungsbezeichnung, Würste vom Festland, Mastix-Likör, in Knoblauch und Öl eingelegte Schnecken, geräucherte Shrimps, Artischockencreme ...

Vieles davon bio, alles von Kleinproduzenten, alles lokal mit regionalen Zutaten hergestellt, einige Produkte davon sogar von der Wise-Greece-Initiative, einem Non-Profit-Sozialprojekt, das ein Viertel des Preises griechischer Delikatessen Bedürftigen zukommen lässt.

Und zu essen gibt es das im kleinen Rahmen dann auch. Etwa in Form von Tagesgerichten, wie zum Beispiel ein gelbes Kichererbsengemüse mit Kokos-Curry-Sauce, Thymian und griechischer Wurst, herrlich (€ 11,–), oder Standardgerichte wie ein wunderbar marinierter Rucolasalat mit Tintenfisch, griechischem Joghurt, Pistazien, Apfel und getrockneten Feigen (€ 10,50). Und dazu ein griechisches Fix-Bier. Die Zuneigung der Wiener zu Griechenland sei besonders innig, sagt Elina Georgosopoulou.

Klar, weil es nicht nur schön, sondern auch so wahnsinnig gut ist, wie man jetzt weiß. Und irgendwann bleiben wir ja auch dort ...

Resümee:

Ein neues Lokal mit tollen, nachhaltigen Spezialitäten aus Griechenland, aus denen auch ein bisschen was Gutes gekocht wird.


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