Cafés, Espressos Lokalkritik

Joseph am Albertinaplatz

Foto: Heribert Corn

Foto: Joseph Brot

Foto: Joseph Brot


Die vierte Joseph-Bäckerei-Filiale in Wien, vormals die Bagelmanufaktur, ist jetzt ein Bistro. Frühstück wie die Wiener Philharmoniker Etagere für 2 Pers. 12–14 MM, Salate, Wraps und Snacks auch zum Mitnehmen. Handgezogener Apfelstrudel. Ab 17 Auswahl an Antipasti, außerdem Hauptgerichte, Patisserie und Brot; angeschlossene Bio-Greisslerei mit Aufstrichen, Müsli, Milch, Butter und Fleischprodukten.

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Adresse:
Adresse:
Führichgasse 6 (Albertinaplatz)
1010 Wien
E-Mail:
E-Mail:
office@joseph.co.at
Website:
Website:
www.joseph.co.at
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
täglich 8–22, Shop: Mo–Fr 8–19, Sa, So, Fei 8–18
jetzt geöffnet (bis 22:00 Uhr)
Lokaltyp:
Lokaltyp:
Cafés, Espressos, Konditoreien/Bäckereien
Sonstiges:
Sonstiges:
Bioprodukte, Essen zum Mitnehmen, Gastgarten

Joseph, die fünfte

Der expanisons„ph“reudigste Bäcker des Landes hat jetzt im 1. Bezirk ein Bistro
NINA KALTENBRUNNER | 28.8.2018

Ein Jahr nach der Eröffnung wurde aus der kleinen Joseph-Bagel-Manufaktur am Albertinaplatz ein ausgewachsenes Lokalkonzept das Bistro, Café, Bäckerei und Patisserie vereint: Man nahm den ehemaligen 50er-Jahre-Pelzladen nebenan dazu, stattete ihn schlicht modern aus und verband ihn mit dem Bagelladen.

Bagel gibt es immer noch, aber halt auch Kalbsrahmgulasch und Schweinsbackerln. Wer sich also wundert, warum an der Ecke Führichgasse/Philharmonikerstraße eine Menschenschlange steht: Es gibt Brot! Der Hype um gutes Sauerteigbrot ist ungebrochen – und das ist gut so. Und es ist auch gut, dass Josef Weghaupt die Lust auf gutes Brot und Gebäck für sich nutzt, und im Dreieck Oper, Albertina und Kaisergruft seinen fünften Betrieb und das zweite Bistro-Café eröffnet. Gut ist auch, dass das Lokal an beiden Längsseiten luftige Gastgärten hat und dass das Personal, jung und immer freundlich, zur Not auch mit Händen und Füßen erklärt, was Sache ist. Denn selbstredend ist an diesem das Publikum bunt gemischt.

Amerikaner, Japaner und Norweger, die alle wissen wollen, was denn zum Beispiel „Feigen pur pur Birchermüsli“ (€ 6,10) circa ist. Es ist auf jeden Fall köstlich, bereits am Vortag eingeweicht und mit vielen Trockenfrüchten fruchtig, nicht zu süß. Besonders hübsch sieht die „Wiener Philharmoniker Etagere“ – das Frühstücksspecial für zwei – am Nachbartisch aus. Es kostet aber auch € 42,80.

Unter „Bakery Masterpieces“ fällt der köstliche „Avocado Toast“ (€ 12,60), getoastetes Mehrkornbrot mit – no na – Avocado sowie Paradeisern, geräuchertem Tofu und gepufftem Amaranth, fein mariniert mit Sesamöl. Zu „The Healthy“ (€ 14,80), ebenfalls Meisterwerke-Edition, einem getoastetem Urlaib, üppig mit Lachs, Avocadocreme, pochiertem Ei, Kirschparadeisern und Cottage Cheese belegt, gibt’s einen etwas bitteren Granola-Pudding. Dazu trinkt man Kaffee, Tee oder Smoothies wie „The Beauty & the Beets“ (€ 4,90) mit Granatapfel, Erdbeeren, Roter Rübe, Orangen und Goji-Beeren oder Matcha-Ingwer-Limetten-Eistee (€ 4,40). So viel zum Frühstück.

Nachdem es Sommer ist und Sonntag war, probierten wir abends gleich weiter. Etwa einen wirklich guten Burger (€ 16,40) mit feinem Sauerteig-Brioche-Bun und Fleisch vom Höllerschmid, rosa gebraten und zurückhaltend gewürzt, mit Bergkäse, Ochsenherz-Paradeiser, Senfmayonnaise, Avocadocreme und Salatherzen. Oder ein „Wiener Chicken Schnitzel Sandwich“ (13,90) – eine witzige Kombination aus Clubsandwich und Schnitzelsemmel – geröstetes Toastbrot (selbstverständlich Sauerteig), das mit gebackenem Hühnerschnitzel, Vogerlsalat und Sauce tartare serviert wird. Angeblich schmeckt auch der handgezogene Apfelstrudel nach dem Rezept von Weghaupts Mutter hervorragend – auf jeden Fall aber sieht er gut aus.

Resümee:

Ein Lokal, das stets (fast) alles bietet, worauf man Lust haben könnte: Frühstück, Salate, Kleinigkeiten, Hauptgerichte, Patisserie und Brot – auch am Sonntag.

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