Indisch Lokalkritik

In-Dish

Foto: Heribert Corn


Moderne indische Fusion-Küche; aber auch indische Spezialitäten, Currys, Biryani etc. auch vegane und vegetarische Speisen. 2gg MM (mit Suppe oder Salat € 9,90 auch zum Mitnehmen). Cocktails. Kinderspeisen, -sessel. WLAN.

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Adresse:
Adresse:
Schwarzenbergstraße 8
1010 Wien
Telefon:
Telefon:
01/941 28 01
E-Mail:
E-Mail:
reservations@in-dish.at
Website:
Website:
www.in-dish.at
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
Mo–Fr 11–14.30 und 17–22, Sa 17–22 jetzt geöffnet (schließt um 14:30 Uhr)
Zahlungsmöglichkeiten:
Zahlungsmöglichkeiten:
Bankomat, VISA, MasterCard, Diners
Küche:
Küche:
Indisch
Sonstiges:
Sonstiges:
Essen zum Mitnehmen, Mittagsmenü, Nichtraucherlokal, WLAN

Die indische Mischung

Moderne indische Küche? In der Schwarzenbergstraße wird das zumindest probiert
FLORIAN HOLZER | 27.2.2018

Das mit der indischen Küche in Wien ist eine komische Sache. Vieles spräche dafür, dass die jetzt dann endlich einmal loslegen könnte: das generell steigende Interesse für Gewürze, die enorme Vielfalt an vegetarischen und veganen Gerichten, die zunehmende Lust auf authentische Kochstile und auf asiatische Küchen sowieso, boomender Tourismus nach und aus Indien. Und nicht zuletzt Vorbilder wie das Benares, das Tamarind, das Quilon, das Trishna, das Jamavar und wie die indischen Restaurants mit Michelin-Sternen in London alle heißen mögen.

Sufian Ahmed Awan nahm sich diese indischen Top-Restaurants zumindest einmal ein bisschen zum Vorbild, als er sein In-Dish konzipierte, schließlich war er nach seiner Ausbildung im Wiener Modul ja auch in solchen Lokalen in London und New York. Und das, was den 25-Jährigen dort offenbar am meisten beeindruckt hat, war die Vermischung von indischer mit westlichen Küchen, auch „Fusion“ genannt. Beziehungsweise war ihm das eigentlich eh gar nicht so fremd, denn in Zell am See, woher er kommt, hat sein Vater 30 Jahre lang das Restaurant Basmati geführt – und zwar mit indischer wie auch italienischer Küche, allerdings parallel und nicht vermischt.

Egal. Sufian Ahmed mischt da jetzt indische Klassiker mit ein bisschen Italienischem, mit einer Menge Amerikanischem, mit einer Prise Mexiko und einer Portion Japanisch. Indisch zubereitetes Huhn oder Rind dient als Füllung/Topping von Wraps, Burgers, Tacos, Maki-Rollen, Ceasar Salad und Arancini, Tandoori-Riesengarnelen landen am Safranrisotto.

Das sind jetzt vielleicht nicht alles nur großartige Ideen, die grundsätzlich hohe Qualität des Essens und die appetitliche Präsentation sprechen aber schon einmal sehr für das In-Dish und so Sachen wie die drei verschieden marinierten Hühnerbrust-Filets oder die Entenbrust aus dem Tandoori-Ofen sind da schon ein ganz guter Zugang.

Und dann gibt es indische Spezialitäten ohne Fusion ja auch noch, eine etwas fade Daal-Linsensuppe zum Beispiel (€ 4,–), ein wirklich erstklassiges Tikka-Tandoori-Huhn mit lustigen Backerbsen in einem Stanitzel aus dem wunderbaren Linsen-Knusperbrot Pappadam (€ 6,–) oder den Klassiker Silky Butter Chicken, sehr gut marinierte, extrem saftige Hühnerstücke in fruchtig-säuerlicher Makhani-Sauce, einem herrlichen Konglomerat aus Gewürzen, Knoblauch und Tomaten, das man eigentlich ständig und zu allem essen könnte (€ 16,–). Und die Palak Kofta, kleine Knödel aus faschiertem Rind, Kichererbsen und Mohn mit erschütternd guter Spinat-Curry-Sauce und erfrischender Raita (Minz-Joghurt-Sauce), waren überhaupt super (€ 16,–).

Ja klar, da könnte man noch ein bisschen feilen, auch Zutaten wie der Viktoriabarsch müssen nicht sein. Aber es ist ein guter Schritt in die richtige indische Richtung.

Resümee:

Ein neues Lokal mit „moderner“ indischer Küche, womit gemeint ist, dass sie einerseits gut ist, andererseits Burger und Wraps macht.

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