Thailändisch Empfohlen Lokalkritik

All Reis Bangkok Street Food

Foto: Heribert Corn


Neues Lokal des besten Thai-Shops in Wien (Thalad Thai): authentische, scharfe Thai-Küche; z.B. Nudelsuppen (Auswahl aus 3 Nudelarten), Papayasalate in verschiedenen Variationen mit getrockneten Shrimps, Betelblätter zum Selberfüllen, Thai Broccoli mit knusprigem Schweinefleisch etc.

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Adresse:
Adresse:
Schweglerstraße 12
1150 Wien
Telefon:
Telefon:
01/786 46 68
E-Mail:
E-Mail:
allreis.bkkstreetfood@gmail.com
Website:
Website:
https://www.facebook.com/ALLREIS.BangkokStreetFood/
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
Mo–Sa 11–22
Küche:
Küche:
Thailändisch

Scharf und frisch

Der beste Thai-Shop des Landes hat jetzt auch ein Lokal
FLORIAN HOLZER | 14.8.2018

Da Wien mit wirklich tollen Thai-Restaurants ja nicht gerade reich gesegnet ist, bleibt Selberkochen gar keine so schlechte Alternative. Und da gibt es dann eine Adresse, die zwingenderweise aufgesucht werden muss, nämlich das Thalad Thai in der Schweglergasse 19, wo man all diese Kräuter, all diese Melanzani, all die Fisch- und Chilisaucen, all die Gewürze und all die speziellen Schalotten bekommt. Und wo einem der Mann an der Kassa dann ins Gesicht schaut, fragt: „Was wollen Sie denn eigentlich zubereiten?“, und einem dann hilft, die richtigen Sachen auszuwählen.

Vor einem Monat machten die Leute vom Thalad Thai gegenüber auf der anderen Straßenseite ein Lokal auf, das mit „All Reis“ zwar einen seltsamen Namen trägt, dafür aber halt den alles entscheidenden Vorteil genießt, auf die herrlich frischen Zutaten aus dem Laden zurückgreifen zu können. Und frische Blatt- und Stängelgemüse sind für die Thai-Küche halt ungefähr genauso wichtig wie die richtigen Zutaten für die italienische: fundamental.

Das All Reis sieht auch anders aus. Kein König-von-Siam-Kitsch, dafür ein jugendlich-modernes Holzdesign, Regale mit bunten Dosen und Fläschchen, die eine Shop-Anmutung vermitteln sollen, ein paar Filmplakate und natürlich die (relativ) offene Küche. Man spielt lauten Thai-Pop und die Leute vom Service sind jung und gut drauf.

Die Wahl fällt schwer, alles klingt so gut, und wenn man auf die Nebentische schaut, fällt auf: Es sieht auch gut aus, adrett arrangiert, auf hübschen Steingut-Tellerchen optimal in Szene gesetzt. Tod mun pla, zum Beispiel, die Fisch-Küchlein, ein thailändischer Vorspeisen-Klassiker, der einem sonst immer in frittierter Tiefkühlversion begegnet, wird hier frisch gemacht. Kleine Fisch-Ei-Omelettes mit Koriander, Chili, Zitronengras, Kaffir-Limette, das gesamte Programm, herrlich (€ 5,90). Oder Miang Kham, Betel-Blätter, die man mit Erdnüssen, getrockneten Shrimps, Chili, Kokos, Limette, Ingwer und Schalotte belegt, zusammenfaltet und in süß-saure Tamarinden-Sauce tunkt (€ 5,90) – knusper! Der Entensalat hier ist feuchter, nicht so knusprig wie etwa bei den Vietnamesen, Schalotte und Frühlingszwiebel, Koriander, Sesam, diverse Grüngemüse, Fischsauce und Limettensaft ergeben ein kompaktes, köstliches Ganzes (€ 10,90). Der gebratene Wasserspinat mit eingelegten Sojabohnen und getrockneten Chili ist ziemlich scharf und ziemlich gut (€ 8,90). Ja, und wenn man sich bei der Bestellung ein wenig überschätzt hat, dann kommt eventuell auch noch die scharfe Schweinerippchen-Suppe nach Isaan-Art mit viel Limettensaft, was sie sehr erfrischend macht, viel Chili, Ingwer, Lemongrass und was in Thai-Suppen halt sonst noch so drin ist (€ 9,90).

Man weiß jetzt jedenfalls, wie es schmecken soll, wenn man gegenüber einkauft.

Resümee:

Ein kleines, neues und außerdem hübsches Thai-Lokal, das auf Frischware aus dem eigenen Shop zurückgreift und deshalb super ist.

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