Vegetarisch, vegan Lokalkritik

The Lala

Foto: Heribert Corn


Vegane Speisen und Gerichte wie Salate, Sandwiches usw. Säfte.

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Adresse:
Adresse:
Neustiftgasse 23
1070 Wien
Telefon:
Telefon:
0660/750 68 00
E-Mail:
E-Mail:
fresh@the-lala.com
Website:
Website:
www.the-lala.com
www.facebook.com/thelalavienna
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
täglich 8–20 jetzt geöffnet (bis 20:00 Uhr)
Küche:
Küche:
Vegetarisch, vegan
Sonstiges:
Sonstiges:
Bioprodukte, Essen am Sonntag

Immer nur Eis ist auch fad

Die Veganista-Schwestern haben ihr erstes veganes Lokal aufgemacht

FLORIAN HOLZER | 28.5.2019

Vor sechs Jahren eröffneten die Schwestern Cecilia Havmöller und Susanna Paller ihren Eissalon Veganista, die Vermieterin prophezeite ihnen, dass sie in zwei Monaten wieder draußen sein würden. Sind sie nicht, im Gegenteil, der vegane Eissalon hat inzwischen acht Filialen, das gehe mittlerweile fast von alleine, sagt Paller, da war Raum für Ideen. Und weil beide nicht nur seit Jahrzehnten vegan leben, sondern auch beide Los Angeles über alles lieben, beschlossen sie also, gleich neben ihrem ersten Eissalon ein veganes Lokal aufzumachen, wie es sie in L.A. zu Hauf gibt.

Das heißt The Lala und schaut eigentlich auch ein bisschen wie ein Eisgeschäft aus. Sehr rosa, türkise Tische und eine Theke, hinter der sich Frauen in rosa Uniformen an Behältnissen mit buntem Inhalt zu schaffen machen. Diesmal aber halt nicht Gelato auf Kokos-, Reis- oder Mandelmilchbasis in Stanitzeln gupfen, sondern Sandwiches streichen, Salate mischen oder sogenannte „Roundies“ zusammenstellen. „Wir können das Wort ‚Bowls‘ einfach nicht mehr hören …“

Bei den „Beach Breads“ – Weizen- oder Roggenvollkornbrote mit zum Beispiel Karotten-Kokos-Aufstrich, Erbsensprossen und Granatapfelkernen („The Bunny“) oder Erbsen-Minze-Aufstrich mit Radieschen und Leinsamen-Öl („The Princess“, je € 7,90) – vermeint man eine gewisse thematische Nähe zum Eiscreme-Business durchaus festzustellen. „100 Prozent!“, bestätigt Cecilia Havmöller, man habe viel aus den Erfahrungen mit dem Eis schöpfen können.

Und auf ihr Publikum sind sie ebenfalls sehr fokussiert, „das ist die nächste Generation, die lieben das“, meint Cecilia Havmöller enthusiastisch. Tatsächlich würde ein veganes Restaurant, das eine andere Prä-Millennial-Generation im Visier hat, wahrscheinlich andere Dinge anbieten. Oder zumindest anders nennen. Im The Lala hat dafür „Superfood“ in jeglicher Erscheinungsform seinen starken Auftritt, im Salat namens „Beach Body Booster“ tummeln sich neben Herkömmlichem wie Salat, Gurke, Paradeiser und Avocado, Quinoa, Tempeh, Tofu, Hummus, Hanfsamen und ein sogenannter „Superfood-Cracker“ aus Hanf- und Leinsamen, vielleicht ein bisserl viel insgesamt, aber halt sehr proteinreich (€ 10,90). Bio ist natürlich ein Thema, Herkunft auch, so stammt der Tofu etwa aus dem Südburgenland und die bei Superfood-Anhängern momentan sehr geschätzte Teff-Hirse im „Sweet Roundie“ namens „LaLa Land“ wird auch nicht den Äthiopiern weggekauft. Die Cashew-Creme dazu ist übrigens großartig (€ 8,90).

Wird die vegane Superfood-Bar genauso einschlagen wie das vegane Eis? Schwer zu sagen, beim Gelato auf tierische Produkte zu verzichten, fällt den Leuten sicher leichter als beim Mittagessen. Aber nach neuen Locations halten die beiden Schwestern jedenfalls schon Ausschau.

Resümee:

Wiens jüngste vegane Superfood-Bar erinnert zwar ein bisschen an einen Eissalon, kann aber auch salzig. Wie in Los Angeles.


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