Bars Skandinavisch Empfohlen Lokalkritik

Aurora Rooftop Bar

© walterluttenberger.com

Foto: walterluttenberger.com

© Andaz Vienna Am Belvedere

Foto: Andaz Vienna Am Belvedere

© Andaz Vienna Am Belvedere

Foto: Andaz Vienna Am Belvedere


Rooftop Bar im 16. Stock des Hotel Vienna Andaz am Belvedere in skandinavischem Design mit Blick über Wien. Kleine Auswahl an Speisen; außergewöhnliche Cocktails. Terrasse mit Veuve Clicquot Chandelier Bar. Behinderten-WC.

Adresse:
Adresse:
Arsenalstraße 10 (im Hotel Andaz Vienna am Belvedere)
1100 Wien
Telefon:
Telefon:
01/205 77 44-4466
E-Mail:
E-Mail:
aurora@andaz.com
Website:
Website:
www.bar-aurora.at
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
Mo–Do, So 16–23, Fr, Sa 16–24 öffnet um 16:00 Uhr
Wegen der aktuellen COVID-Richtlinien dürfen Gastronomiebetriebe derzeit nur Essen zum Mitnehmen und Lieferservice anbieten. Bitte beachten Sie, dass die Liefer- und Abholzeiten von den angegebenen Öffnungszeiten abweichen können.
Zahlungsmöglichkeiten:
Zahlungsmöglichkeiten:
Bankomat, VISA, MasterCard, Amex, Diners, JCB
Lokaltyp:
Lokaltyp:
Bars
Küche:
Küche:
Skandinavisch
Sonstiges:
Sonstiges:
Essen mit Aussicht, Rollstuhlgerecht, Terrasse, WLAN

Alter Schwede!

Die aktuell eindrucksvollste Rooftop-Bar der Stadt macht einen auf nordisch

FLORIAN HOLZER | 18.6.2019

Vorab ein kleines Bekenntnis: Ich liebe Skandinavien. Liebte es immer schon. Ich war als Kind Chef des örtlichen Wickie-Vereins, hatte als Teenager ein gelb-blaues Motorrad, hab immer zu Björn Borg und Ingemar Stenmark gehalten und konnte den Ikea-Katalog auswendig. Und vorigen Dezember löste ich meinen Bausparvertrag auf, um für ein Wochenende nach Stockholm zu reisen.

Interessanterweise wählte die Geschäftsführung des neuen Andaz-Hotels für seine Rooftop-Bar das Thema „Norden“. Das macht einen als Scandinaviac natürlich neugierig. Und die Neugierde wird belohnt. Denn das Hotel, das da am Rande des neuen Belvedereviertels noch ein bisschen einsam aus der aufgewühlten Erde ragt, hat echt ganz schön was zu bieten. Renzo-Piano-Design, zum Beispiel, dann ein Hotel-Restaurant namens Eugen21, in dem ich definitiv den besten Schweinsbraten aß, der mir in Wien jemals widerfuhr, und sonst auch noch ein paar gute Sachen; ein durchaus entspanntes Café namens Cycliste und dann eben die Rooftop-Bar im 16. Stock namens Aurora.

Okay, die philosophischen Gedanken, die mit Goldlettern zum Thema „But where is ,UP NORTH‘?“ an die Liftinnenwand geklebt wurden, sind ein bisschen lächerlich, aber wurscht, denn der Ausblick ist einfach der absolute Wahnsinn. Nicht irgendwie schwedisch, aber einfach sensationell, so nahe der Stadt und so weit oben, das gibt’s nirgendwo sonst, so von oben ins Belvedere oder ins Arsenal konnte man bisher nur vom Hubschrauber aus schauen.

Das Design der Inneneinrichtung der panoramaverglasten Bar sei skandinavisch, heißt es, na ja, geht so, ein paar Sofas, Lehnstühle, Couchtischchen in Holzblockdesign und zwei Rohholztische, da ist jeder schwedische Zug gestylter. Nur ist das hier jedem egal, weil drinnen ist eh nur, wer auf der Terrasse keinen Platz bekam, was ab Mittwoch übrigens ziemlich wahrscheinlich ist und gegen Wochenende hin immer wahrscheinlicher wird, erfährt man vom trotz Massenansturms recht gut gelaunten Servicemitarbeiter.

Auch auf der Karte gibt man sich ein bisschen nordisch. Also nur so, dass es nicht wehtut, ein Bier ließ man sich mit Wacholder brauen, das ist gut, als Trost fürs lange Warten gibt’s einen kleinen Aquavit-Cocktail mit Limette und Holunder und Bitterlemon. Das Brot für die Smørrebrøds war leider aus, schade, dafür waren die frittierten Ährenfische mit Bier-Mayonnaise absolut grandios, fluffig und knusprig im Tempura-Style, die Portion reichlich für zwei (€ 13,–). Einen sehr guten Hotdog gibt’s auch, wirklich den Halvar von Flake lässt man aber beim gebeizten Lachs auf Finncrisp raushängen, so zart, so fein, mit Rüben, ein bisschen Apfelkren und Dille, ganz großartig (€ 12,–). Sürströmming gibt’s leider nicht, den muss man selber mitbringen. Dann hat man übrigens auch die Terrasse im Nu ganz für sich allein.

Resümee:

Der aktuell beste Blick auf die Stadt. Und eine ganz passable Bar auch noch dazu. Und ein paar sehr gute Nord-Snacks ebenfalls.