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Hefenbrüder

© Hefenbrüder

Foto: Hefenbrüder

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Bierbar und Pizzeria; div. Pizza-Kreationen wie z.B. "Kümmel & Kraut" (mit Kümmelbraten, Weißkraut, Kren und eingelegten Zwiebeln) oder "Feige & Stinkekäse" (mit Gorgonzola, Feigensenf, Feige, Ofentomate und frischem Blattspinat), Burger (wahlweise auch mit selbst gemachten Saucen und Toppings), auch vegane Speisen; 26 Craft-Bier-Sorten vom Fass und 50 weitere aus der Flasche. Kindersessel, Wickeltisch. TV (Sky). Veranstaltungen siehe Facebook. Lokal für Weihnachtsfeiern und Privatveranstaltungen zu mieten. Lokal für 120, Schanigarten für 60 Pers. Behinderten-WC.

Adresse:
Adresse:
Zieglergasse 42
1070 Wien
Telefon:
Telefon:
01/940 94 00
E-Mail:
E-Mail:
info@hefenbrueder.at
Website:
Website:
www.hefenbrueder.at
www.facebook.com/hefenbrueder/
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
Di–Sa 17–1 jetzt geöffnet (bis 1:00 Uhr)
Parken:
Parken:
Finde freie Parkplätze in Garagen über die PAYUCA Smart Parking App in der Nähe des Lokals! Jetzt downloaden: iOS | Android
Preiskategorie:
Preiskategorie:
€€ (Hauptspeisen € 10-15)
Zahlungsmöglichkeiten:
Zahlungsmöglichkeiten:
Kartenzahlung
Lokaltyp:
Lokaltyp:
Restaurants, Gaststätten
Sonstiges:
Sonstiges:
Essen am Sonntag, Essen zum Mitnehmen, Gastgarten, TV, WLAN

Habt mich Germ!

Eine Art Pizza zusammen mit Craft-Beer, sehr viel Platz und einem blöden Namen

FLORIAN HOLZER | 3.9.2019

Es war etwa vor zehn Jahren, als Pizza wieder auf dem szenegastronomischen Radar erschien. Dann kam Vapiano, kombinierte Fließband-Pizza mit edlem Design, und damit hätte man eigentlich vermuten können, dass es das jetzt war. Ähnlich beim Craft-Beer: Das tauchte vor sieben Jahren plötzlich auf, fand schließlich seinen Weg auf eigentlich alle Getränkekarten, holt jetzt auch niemand mehr hinterm Ofen hervor.

Und trotzdem setzte die Freiraum-Gruppe (die ehemaligen Rochus-Macher, heute im Besitz von Freiraum, Blaustern, Stadtcafé und einer Rösterei in Vösendorf) auf genau diese Kombination. Das frühere Freiraum-Deli an der Mariahilfer Straße wurde mit einer Filiale des Verkehrsbüros, einem Beate-Uhse-Shop und zahlreichen Lagerräumen verbunden, jahrelange Planung sei nötig gewesen, verrät Christoph Wagner, einer der Gesellschafter, der Umbau dauerte zwei Jahre, Ebenen wurden eingezogen, altes Mauerwerk konserviert, 400 Quadratmeter Nutzfläche, gut 200 Sitzplätze. Und all dieser Aufwand nur für Pizza und Bier?

Kann man so nicht sagen. Das Hefenbrüder – der Name ist tatsächlich das Schwächste am ganzen Projekt – ist ein astreines Konzeptlokal, bei dem nichts dem Zufall überlassen wird. Die Gestaltung im Fabrikshallen-Design erledigten Robin und Yvonne Molinar (haben schon das Supersense gemacht); die Rezeptur der Pizza stammt vom römischen Kult-Pizzaiolo Gabriele Bonci, ein spezieller, natürlich fermentierter, recht flüssiger Pizzateig wird dabei auf Bleche gegossen; fürs Bier ging man eine Kooperation mit den Beerlovers, Österreichs stärkstem Craft-Beer-Vertrieb, ein.

Und da wird das Ganze dann doch wieder spannend. Nicht zuletzt, weil die Pizzen weder klassisch aussehen noch serviert werden, noch die üblichen Toppings haben. Es handelt sich bei den Hefenbrüder-Pizzen eher um eine Mischung aus Pizzaschnitte, Flammkuchen und Sandwich, man wählt zwei Sorten und bekommt sechs Stück (€ 10,90) oder drei Sorten und bekommt neun Stück (€ 16,70), meterweise geht auch. Und glutenfrei auf Polenta geht auch.

14 Sorten werden einstweilen angeboten, alle üppig belegt und interessant kombiniert, „Kümmel & Kraut“ – Kümmelbraten, Weißkraut, Kren und eingelegte Zwiebel – war noch die herkömmlichste, „Feige & Stinkekäse“ – Gorgonzola, Feigensenf, Feige, Ofentomate und frischer Blattspinat – schon wirklich super und „Hendel & Kraut“ – Thai-marinierte Hühnerbrust, Weiß- und Rotkraut, Erdnusscreme, Mandarine und grüner Koriander – echt großartig. Halt nicht Pizza, aber völlig wurscht.

Auch nicht Pizza ist übrigens das zweite Standbein, der Hotdog, sechs Sorten (à drei Stück), die Würste von der Fleischerei Eder in Favoriten und, seit Brickmakers zu hat, der beste Hotdog der Stadt. Endlich einmal was Gutes an der Mahü.

Resümee:

Mag im ersten Moment nicht besonders aufregend klingen, aber dass Pizza, Bier und Hotdog ein so eigenständiges Konzept ergeben, ist dann doch überraschend.