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Maka Ramen

© Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

© Maka Ramen

Foto: Maka Ramen

© Maka Ramen

Foto: Maka Ramen


Farbenfroh gestaltetes Ramen-Lokal mit japanischen Nudelsuppen (z.B. Tonkotsu mit Schweinebauch und gerösteten Kirschtomaten oder vegetarische Miso Cashew Ramen) und Tapas wie Spinat mit Tofucreme oder Muskatkürbis-Tempura. Kindersessel. Catering; Take-away (Vorbestellung bis 14 Uhr via Homepage). Lokal für Feiern bis max. 35 Pers. zu mieten. Schanigarten für ca. 28 Pers.

Adresse:
Adresse:
Wimbergergasse 41
1070 Wien
Telefon:
Telefon:
0677/63 10 90 67
E-Mail:
E-Mail:
contact@maka-ramen.at
Website:
Website:
www.maka-ramen.at
instagram.com/maka.ramen
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
Mi–So 16.30–22, Tischreservierung: 16.30–18, 18–19.30 und 19.30–22
jetzt geöffnet (schließt um 22:00 Uhr)
Parken:
Parken:
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Preiskategorie:
Preiskategorie:
€€ (Hauptspeisen € 10-15)
Zahlungsmöglichkeiten:
Zahlungsmöglichkeiten:
Kartenzahlung
Lokaltyp:
Lokaltyp:
Restaurants, Gaststätten
Küche:
Küche:
Japanisch
Sonstiges:
Sonstiges:
Essen am Sonntag

Danke, Corona!

Das vielleicht bestbesuchte Lokal der Stadt liegt fast am Gürtel und macht Suppe

FLORIAN HOLZER | 8.2.2022

Das Maka Ramen hätte es ohne Corona so nicht gegeben. Eine Story fast wie aus einem Drehbuch.

Katrin Wondra und Maximilian Hauf stammen aus Nürnberg, arbeiteten eine Zeit lang in London, kamen vor ein paar Jahren nach Wien, wo Hauf bei Konstantin Filippou kochte und später in der großartigen Fine Food-Cocktailbar Birdyard.

Wondra studierte einstweilen und kümmerte sich um die Küchen der internationalen Franchise-Lokale von Familie Molchos Neni-Kette.

Vor ungefähr drei Jahren machte sich bei Hauf eine Sinnkrise bemerkbar und er suchte neue Inspirationen. Die er in Japan zu finden hoffte.

Drei Monate lang bereiste er das Land, aß jeden Tag, so oft es ging, Ramen, musste die Bildungsreise aber wegen der Pandemie abbrechen und ergatterte noch einen Platz im letzten Flugzeug von Japan nach Wien.

Hier angekommen, ging’s einmal zwei Wochen in Isolation, er rief Katrin Wondra an, trug ihr auf, Ramen-Bestandteile zu besorgen. Das machte sie und stellte ihm 15 Kilo Schweineköpfe und Schweinehaut vor die Türe (Ramen lässt sich sinnvoll nur in großen Mengen produzieren). Zwei Tage später rief Hauf wieder an, die Suppe sei fertig: 50 Liter.

Was tun mit 50 Liter Suppe? Wondra postete ein Foto auf Instagram, und weg waren sie.

Daraus folgten Ramen-Kits und Ramen-Pop-ups von den beiden und sie suchten nach einem Lokal. Wirklich „Klick“ gemacht habe es nur in einer ehemaligen Zinngießerei im stillen, letzten Zipfel der Wimbergergasse. Die sie – entgegen den Ratschlägen so ziemlich aller – zum bunten Maka Ramen machten.

Nun ja, seit drei Wochen ist die Hütte brechend voll. Jeden Tag, in drei Slots, ja, auch das geht in Wien, „wir wollten den Drive, den wir in London kennenlernten, auch hier sehen“.

Gelang, muss man sagen, die Sache mit dem Gästeschichtwechsel nach eineinhalb Stunden ist ungewöhnlich, aber nicht unwitzig.

Ach ja, und das Essen ist grandios. Spinat mit Tofucreme (€ 6,50), Muskatkürbis-Tempura (€ 6,20), geröstete Rüben mit Reiscreme und Chimi­churri, wow (€ 8,20), Karaage, frittiertes Huhn mit Tonkatsu-Sauce, irrsinnig gut (€ 9,50) und die besten Garnelen-Wan-Tans, die ich seit langem hatte (€ 11,50).

Jetzt endlich zum Ramen. „Wir beschlossen, sie nicht so zu machen, wie sie vielleicht möglichst vielen gefallen, sondern so, wie Max sie haben will“, sagt Katrin Wondra, also sehr, sehr, sehr intensiv.

Shoyu mit Huhn, Wasserspinat und „Hühneröl“, pure Essenz (€ 14), Tonkotsu mit Schweinebauch und ­gerösteten Kirschtomaten macht ­keine Gefangenen (€ 14,50) und ­sogar die vegetarische Miso Cashew ist so intensiv, dass es einem die Nackenhaare aufstellt (€ 13,50). Super Lokal.

Resümee:

Ja, man könnte es „Abfertigung“ nennen. Aber jeder soll die Chance auf so tolle Suppen haben, also Tempo.



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