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Cibaria Italiana

© Heribert Corn

Foto: Heribert Corn


Spezialitäten aus den Regionen rund um Genua und Bologna, z.B. Bologneser Tortelloni burro e salvia (mit Ricotta gefüllt und in Salbeibutter oder Tomatensauce geschwenkt, € 15,–), Mortadella, Friggione (vollmundiger Brei aus gekochten Zwiebeln, Paradeisern und Brot um € 9,–). Nachmittags kann man bei der Pasta-Produktion zuschauen. Kochkurse (s. Website). 2 kleine Bühnen für Live-Musik und Theater.

Adresse:
Adresse:
Schiffamtsgasse 8
1020 Wien
Telefon:
Telefon:
0670/601 63 16
E-Mail:
E-Mail:
info@cibariaitaliana.com
Website:
Website:
www.cibariaitaliana.com
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
Di–Sa 18–22 derzeit geschlossen
Parken:
Parken:
Finde freie Parkplätze in Garagen über die PAYUCA Smart Parking App in der Nähe des Lokals! Jetzt downloaden: iOS | Android
Preiskategorie:
Preiskategorie:
€€ (Hauptspeisen € 10-15)
Zahlungsmöglichkeiten:
Zahlungsmöglichkeiten:
Barzahlung, Kartenzahlung
Lokaltyp:
Lokaltyp:
Restaurants, Gaststätten
Küche:
Küche:
Italienisch
Sonstiges:
Sonstiges:
Live-Programm

Polonaise!

Im neuen Cibaria Italiana gibt es frische Pasta aus der Heimat der Mortadella

FLORIAN HOLZER | 29.6.2021

Mario Colombelli hat gerade ein bisschen Stress. Der Schanigarten steht noch nicht, ein Teil seines Teams ist vorübergehend ausgefallen und die Website nicht online.

Der Mann ist trotzdem gut drauf. Kein Wunder, er kommt ja aus einer der schönsten Städte der Welt, die noch dazu Heimat der wahrscheinlich größten und auf jeden Fall besten Wurst der Welt ist, nämlich Bologna, nämlich Mortadella.

Mario Colombelli sei der Liebe wegen nach Wien gekommen, aber auch weil Wien diverse Städterankings anführte und er nach einigen Lokal-Projekten in Bologna nun eines in der lebenswertesten Stadt der Welt haben wollte.

Gut, der erste Platz ist Geschichte und das mit der Liebe sei auch nicht mehr ganz aktuell, erfährt man, änderte aber nichts an seinem Plan: Frisch gemachte Pasta aus seinem Geburtsort Genua sowie seinem früheren Lebensmittelpunkt Bologna.

Auf den ersten Blick ist das Angebot der Cibaria Italiana verwirrend, es gibt sowohl eine genuesische Karte als auch eine Bologneser, auf beiden steht eine tägliche Standard-Pasta (Trofie mit Pesto genovese, Tagliatelle al Ragù), dann aber auch noch täglich wechselnd jeweils ein weiteres Pasta-Gericht und außerdem noch ein bisschen was zu den Nudelgerichten dazu.

Mortadella gab’s anfangs nur am Mittwoch und am Freitag, Mario Colombelli sah aber zum Glück ein, dass man’s mit der Kompliziertheit auch übertreiben kann, weshalb es sie jetzt immer gibt.

Und sie ist rosa wie eine Kirschblüte, zergeht, hauchdünn aufgeschnitten, auf der Zunge und hinterlässt dieses unglaubliche Aroma, das so italienisch ist wie der Duft von Pinien oder Vespa-Abgasen (€ 10,–).

Zur Mortadella esse man in Bologna Friggione, sagt Colombelli, das ist ein vollmundiger Brei aus gekochten Zwiebeln, Paradeisern und Brot, sehr gut (€ 9,–),

Genua steuert dann noch den „Cundigiun“ bei, einen Salat aus Erdäpfeln, Ei, Zwiebeln, Zucchini, Gurken, Thunfisch und Alici, den die Fischer angeblich mit einem ganz speziellen Panino essen.

Und weil es Montag war, gab’s Bologneser Tortelloni burro e salvia, mit Ricotta gefüllt und in Salbeibutter geschwenkt, immer gut (€ 14,–), und Genueser Ravioli di borragine au Tuccu, gefüllt mit Borretsch und Fleisch und ordentlich Sugo drauf (€ 15,–).

Dass kein guter Lambrusco (doch, das gibt’s!) auf der Karte steht, ist schade, aber dafür kann man von 12 bis etwa 16 Uhr bei der Pasta-Produktion zuschauen, eine Pasta-Schule soll bald in Betrieb gehen.

Ah ja, und zwei kleine Bühnen gibt’s auch, da finden irgendwann Theater und andere Darbietungen statt. Am Montag zum Glück nicht.

Resümee:

Einmal Pasta essen wie die Genueser, einmal Pasta essen wie die Bologneser. Und nebenbei das Hochamt der Mortadella feiern.


Cibaria Italiana 2., Schiffamtsg. 8, Tel. 0670/557 23 23, Mo–Sa 12–22 Uhr, www.cibariaitaliana.com



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