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Brandauer im Gerngross

© Brandauer im Gerngross

Foto: Brandauer im Gerngross

© Brandauer im Gerngross

Foto: Brandauer im Gerngross

© Brandauer im Gerngross

Foto: Brandauer im Gerngross


Bierlokal im 5. Stock des Kaufhauses Gerngross mit Wiener Küche (Mo–Fr 2gg MM um € 9,80), Mo–Sa (ausg. Fei) Mittagsbuffet (€ 12,50); Tageskarte; 9 offene Biere aus Zwettl und Weitra; Kinderspeisekarte, Kindersessel, Wickeltisch. Gelegentlich Live-Sportübertragungen. Dachterrasse für 70 Pers. mit Blick über Wien, großer Terrassenbalkon für 50 Pers. zur Kirchengasse.

Adresse:
Adresse:
Mariahilfer Straße 42–48/5. Stock
1070 Wien
Telefon:
Telefon:
01/522 22 25
E-Mail:
E-Mail:
office7@bierig.at
Website:
Website:
www.bierig.at
facebook.com/brandauerdabinichdaheim/
instagram.com/brandauer_dabinichdaheim/
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
täglich 10–23 (Fei geschlossen), Küche 11.30–22
jetzt geöffnet (bis 23:00 Uhr)
Parken:
Parken:
Finde freie Parkplätze in Garagen über die PAYUCA Smart Parking App in der Nähe des Lokals! Jetzt downloaden: iOS | Android
Preiskategorie:
Preiskategorie:
€€ (Hauptspeisen € 10-15)
Zahlungsmöglichkeiten:
Zahlungsmöglichkeiten:
Barzahlung, Kartenzahlung
Lokaltyp:
Lokaltyp:
Restaurants, Gaststätten
Sonstiges:
Sonstiges:
Essen am Sonntag, Essen mit Aussicht, Essen mit Kindern, Mittagsmenü, TV, Terrasse

Bier groß? Gerne!

Die Mega-Bierlokal-Kette Brandauer besiedelte den Gerngross-Dachboden

FLORIAN HOLZER | 21.10.2013

Hin und wieder ist es verblüffend, wie völlig simpel gastronomischer Erfolg zu erlangen ist. Nehmen wir als Beispiel ein gastronomisches Konzept eines Bier-Großlokals, 300 Sitzplätze, anspruchslose Optik, als Hintergrundmusik die größten Hits der 1970er- und 1980er-Jahre beziehungsweise Fußballspiele auf Flatscreens, eine Speisekarte mit dem gemeinsamen kulinarischen Nenner österreichischer Männer zwischen 15 und 65 Jahren, also Schnitzel, Ripperln und überbackenes Riesenschwarzbrot – groß, billig, schnell. Klingt fad? Schon, ist aber seit 1997 unter dem Namen „Brandauers Bieriger“ (und seit ein paar Jahren unter „Brandauer“ und „Bieriger“) auf der Siegerstraße unterwegs: Nach dem Stammlokal in der Schweglerstraße kam 2000 das „Brandauers Schlossbräu“ in einem Hietzinger Ballsaal, 2003 „Brandauers Bierhaus“ in einer Villa in Mauer, 2008 das „Brandauers Bierbögen“ in den Spittelauer Stadtbahnbögen und vor zwei Wochen das „Brandauer im Gerngross“.

Wobei die Gerngross-Sache natürlich ein bisschen diffiziler ist: Der Spareribs-Flatscreen-Freund fährt schließlich nicht gern mit dem Aufzug irgendwo rauf. Okay, auf gleicher Ebene im fünften Stock befindet sich ein riesiger Sportfachhandel, die Publikumsschnittmenge ist nicht uninteressant, nur hat der abends halt zu. Bliebe die riesige Dachterrasse, die man sich mit Akakiko teilt (dem einzigen Lokal, das hier auf dem Gerngross-Dach bisher überleben konnte), nur hat die leider noch keine Bewilligung.

Was bleibt, ist ein doch riesiges Einkaufszentrum-Oberdeck mit knapp 300 Kunstledersesseln, Vollholztischen und Leuchtpaneelen an den niedrigen dunklen Techno-Plafonds. Die unendliche Weite gliederte man in ein paar Bereiche, Raucher bekamen eine verglaste Bar, keine schlechte Lösung.

Und auch der Karte muss man den Willen zur Emanzipation aus der bierlokaltechnischen Steinzeit attestieren, zumindest ansatzweise. Immerhin gibt es sechs Wochen gereiftes Angus-Steak, das übrige Rindfleisch stammt von einem Werfenwenger Weiderind, die Weinkarte ist nicht uninteressant und das Bier stammt aus Zwettl und Weitra.

Die Rindsuppe, in der ein faustgroßer, nicht wirklich leicht zu essender Kaspressknödel schwamm, schmeckte leider trotzdem nach definitiv nichts (€ 4,90), der „Spezialitätenspieß“ in der Dimension eines römischen Kurzschwertes bewies, dass man nicht Kraut und Rüben mischen soll, also nicht Huhn, Schwein, Rind und Wurst, denn so war das Huhn staubtrocken, das Schwein trocken, das Rind roh, nur Wurst und Zwiebel – eh die Hauptbestandteile der Kombi – gut durch. Na ja, zumindest war die Portion groß (€ 15,90). Ob das reichen wird, um nicht das Schicksal von „City-Lights“, „Jungle City“, „Steak Point“, und wie die Gerngross-Dachbewohner noch alle hießen, zu erfahren, wird man ja sehen.

Resümee:

300 Bierplätze auf dem Gerngross-Dach, aber leider noch keine Aussichtsterrasse. Da muss das Riesenschwarzbrot schon sehr gut sein.



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