Cafés, Espressos Konditoreien/Bäckereien Italienisch Lokalkritik

Ferrari Pasticceria Caffe

© Heribert Corn


Italienische Bäckerei-Konditorei mit Café; hausgemachte Pinza, Potica sowie Mandelkipferl aus selbst hergestelltem Marzipan etc.; auch pikantes wie Clubsandwich, oder Salatini (Blätterteig-Canapées mit Spinat od. Schinkenfülle). Kaffee von Costadoro (Turin).

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Adresse:
Adresse:
Annagasse 3a
1010 Wien
Telefon:
Telefon:
01/512 27 86
Website:
Website:
https://www.facebook.com/ferraricaffewien/
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
täglich 7.30–23
Lokaltyp:
Lokaltyp:
Cafés, Espressos, Konditoreien, Bäckereien
Küche:
Küche:
Italienisch
Sonstiges:
Sonstiges:
Essen am Sonntag

Take Five Salatini

Der beste Eis-Macher der Stadt hat jetzt auch eine Kaffee-Konditorei
FLORIAN HOLZER | 6.2.2018

Wenn Pietro Viscovich in seinem Eissalon in der Krugerstraße steht, kommt ihm ja eher selten ein Lächeln aus. Aber da werde eben auch permanent frisch erzeugt, weshalb sich die Leute ab März in Schlangen anstellen und er alle 18 Sekunden ein Stanitzel fertig machen müsse. Sagt er und lächelt diesmal von einem Ende zum anderen.

Vor drei Wochen eröffnete der Mann aus Triest, der bis vor vier Jahren sein Geld mit dem Vertrieb von Haushaltswaren verdiente, gemeinsam mit seiner Frau Samuela Ferrari-Viscovich nämlich ein Lokal, „weil immer nur Eis ja auch fad ist“. Das Neue ist ein Café und eine Konditorei und eine Bäckerei und vor allem ziemlich groß. Der ebenerdige Teil des ehemaligen Take Five erhielt nicht nur eine weitläufige Theke im Eingangsbereich, an der man sehr triestinisch lehnen und einen Espresso (Costadoro aus Turin, großartig!) nehmen kann, sondern auch reichlich Platz zum Sitzen, vorne eher caféartig, hinten fast schon restaurantmäßig, und obendrein eine eigene Bäckerei. In der arbeiten drei Bäckerinnen und Bäcker, die alle aus Italien stammen und bei der Arbeit ebenfalls lächeln.

Kein Wunder, denn erstens ist das, was die da produzieren, einfach absolut fantastisch, und zweitens haben sie mit Pietro Viscovich einen Chef, dessen Enthusiasmus zweifellos motivierend ist.

Eine der Bäckerinnen arbeitete zuvor übrigens in der legendären Triestiner Pasticceria Giorgi, und zwei der dortigen Spezialitäten sind einerseits die Pinza (Triest ist quasi die Heimat der Pinze, es gibt sie dort das ganze Jahr und nirgendwo ist sie besser), andererseits die Potica/Potizza/Putizza, eine Art Reindling, und darüber, dass es die beiden jetzt auch in Wien gibt, kann man schon ziemlich froh sein. Nicht zuletzt, weil in der Pasticceria Ferrari nur mit Sauerteig gearbeitet wird und weil sich Gelato-Maestro Viscovich eben auch mit Nüssen und den daraus hergestellten Füllungen ziemlich auskennt.

Apropos Nüsse: In der Bäckerei steht ein Gerät, mit dem sie selber Mandeln und Pistazien mahlen können. Das heißt, auch Marzipan wird selbst hergestellt, woraus dann irrwitzig gute Mandelkipferln geformt werden. Oder Kugerln aus Pistazien-Marzipan, saftig, mürb, köstlich (je € 1,20). Salziges gibt’s ebenfalls, etwa einen kleinen Clubsandwich, genauso köstlich wie in den italienischen Bars üblich, weit entfernt von der amerikanischen Hotelbar-Üppigkeit, mit der Clubsandwiches bei uns sonst ausgestattet sind (€ 4,50), oder die so genannten Salatini: kleine, wunderbar altmodische Blätterteig-Canapées mit Spinat- oder Schinkenfülle, extrem italienisch und der perfekte Snack zum Glas Prosecco (€ 2,–).

Wir haben hier schon ein bisschen Triest geschaffen, ist Pietro Viscovich sichtlich stolz. Und Theresianer-Bier kommt demnächst auch noch auf die Karte.

Resümee:

Ein riesiges triestinisches Café mit eigener Bäckerei, die ganz unglaublich köstliche Dinge produziert, im ehemaligen Take Five.


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