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Es gibt Reis

© Heribert Corn


Authentische Südostasiatische Küche (HS € 10,– bis € 15,–), wie man sie in Wien sonst nicht bekommt. Von Fleisch bis zu vegetarisch und vegan wird alles abgedeckt; Spezialität: Phat Kaphrao (vegetarisch € 8,–/mit Fleisch € 12,–). Cocktails. WLAN. Schanigarten für 15 Pers.

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Adresse:
Adresse:
Piaristengasse 15
1080 Wien
Telefon:
Telefon:
01/890 55 87
E-Mail:
E-Mail:
esgibtreis@hotmail.com
Website:
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www.facebook.com/esgibtreiswien
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
Di–Do 17–23, Fr, Sa 17–24, Küche Di–Do bis 22.30, Fr, Sa bis 23; an Feiertagen wie am jeweiligen Wochentag geöffnet; für weitere Öffnungszeiten siehe Facebook
Zahlungsmöglichkeiten:
Zahlungsmöglichkeiten:
Bankomat, VISA, MasterCard, Amex, Diners
Lokaltyp:
Lokaltyp:
Bars
Küche:
Küche:
Asiatisch
Sonstiges:
Sonstiges:
Nichtraucherlokal, Schanigarten, WLAN

Nicht nur Reis

Ein ehemaliger Do&Co-Mann kocht südostasiatisches Streetfood
FLORIAN HOLZER | 18.8.2015

David Zoklits war fünf Jahre bei Do&Co, unter anderem im Münchner BMW-Museum, vor allem aber bei der Formel-1-Boxenbetreuung, was ihn auch nach Malaysia brachte. Und zur dortigen Küche. Wobei er die südostasiatische Küche eigentlich immer schon liebte, sagt er, die Schärfe, schon als Kind.

Deshalb war Zoklits vergangenen Winter auch vier Monate in Thailand, Laos, Kambodscha und auf einer Birma vorgelagerten Insel, wo er Küche und vor allem Straßenküche genau studierte. „Ich hab mich da schon explizit auf das Lokal hin durchgefressen“, sagt er.

Entgegen den Erwartungen, wenn ein Lokal „Es gibt Reis“ heißt, auf der Facebook-Seite von „Streetfood“ und „leckerem Essen und frischen Drinks“ die Rede ist, handelt es sich beim EgR keineswegs um ein Hipsterlokal. Kein Shabby Chic, kein gestylter Retroappeal, das EgR wirkt insgesamt eher ein wenig zufällig passiert. Die kleine Bar wurde angemalt und zu einer Cocktailbar auffrisiert, ein großflächiges Grace-Jones-Porträt von Skero kam an die Wand, die violetten Samtbezüge der Café-Mascherl-Sitzbänke blieben. Es herrscht definitiv kein Coolnessalarm.

Bis vielleicht auf die – unvermeidliche – graue Tafel an der Wand, auf der mit – unvermeidlicher – Kreide ein Dutzend typischer Gerichte vermerkt wurden, auf Englisch versteht sich.

Schaut man sich die Karte an, merkt man aber ohnehin bald, dass es hier erstens nicht nur Reis und zweitens nicht nur Streetfood gibt – wobei die Nennung natürlich aufmerksamkeitsrelevant ist, schließlich ist die augenblickliche Enthusiasmusschwelle in Hipsterkreisen nicht gerade klein, wenn von Streetfood die Rede ist.

Das Sortiment ist unterteilt in Fleisch, Fisch, Ei, Gemüse, Tofu, Salat und Süßes. „Lamb Liver Laap“ klang jedenfalls schon einmal sehr interessant, eine Art geröstete Lammleber mit Galgant, Zitronengras, Chili, Kräutern und Reispulver, was die Sauce klebrig-cremig machte – nicht schlecht und schon einmal einigermaßen feurig (€ 9,–). Der „Fried Egg Salad“ klang auch ganz schön schräg, war dann zwar nur ein gemischter rot-grüner Salat mit in Streifen geschnittenem Spiegelei (ohne Kräuter, Zwiebel und Karotten, wie die Karte verspricht), nur so toll – also scharf – mariniert, dass das auch ganz schön gut war (€ 6,–).

Unter „Fermented Tea Leaf Salad“ stellt man sich dann allerdings schon ein bisschen was anderes vor als schon wieder gemischten Salat, diesmal allerdings mit Nüssen, gerösteten Sojabohnen, Kichererbsen und Sesam zur Seite, was man dann mischt und eine Art Knuspersalat hat. Erklärung: Die Teeblätter sind in der Marinade, die auch wirklich recht „fermentiert“ schmeckt – interessant, aber nicht mein Highlight (€ 8,–). Die Karte durchzuprobieren lohnt jedenfalls, die Portionen sind allerdings so groß, dass man da ein paar Mal hingehen muss.

Resümee:

Ein in grau gehaltenes Lokal, in dem südostasiatische Küche gemacht wird, wie man sie in Wien sonst nicht bekommt.


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