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Mani

© Mani

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Marktlokal mit orientalischer und westlicher Küche z.B.: Eierpfanne nach tunesisch-israelischer Art (Shakshuka), Hummus-Variationen mit Toppings (gegrillte Avocado mit Harissa-Öl und Erdnüssen; geschmortes Rindfleisch mit gerösteten Mandeln); Zutaten kommen größtenteils vom Brunnenmarkt. Abends Barbetrieb. WLAN. Schanigarten für 30 Pers.

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Adresse:
Adresse:
Brunnenmarkt Stand 153–155 (Yppenplatz)
1160 Wien
Telefon:
Telefon:
01/402 43 17
E-Mail:
E-Mail:
welcome@mani-wien.at
Website:
Website:
www.mani-wien.at
https://www.facebook.com/maniWien/
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
Mo–Do 11–23, Fr, Sa 9–23, Sommeröffnungszeiten ab 15
Lokaltyp:
Lokaltyp:
Bars, Cafés, Espressos
Küche:
Küche:
Orientalisch
Sonstiges:
Sonstiges:
Bioprodukte, Essen zum Mitnehmen, Nichtraucherlokal, Schanigarten, WLAN

Kichererbsen-Substrat

Und schon wieder ein Yppenplatz-Lokal. Und zwar eines, das wirklich gefehlt hat
FLORIAN HOLZER | 29.8.2017

Manchmal läuft’s sogar für Yppenplatz-Lokale nicht so toll. Das Muskat, zum Beispiel, in dem man vegetarische Kochkurse machen und Bücher lesen konnte, ging ja eher schleppend. Und das danach eingezogene Einraum, in dem modern-asiatische Designerküche zelebriert wurde, gab’s auch nicht sehr lange. Und dann war das Standl neben dem Staud erst einmal ewig zu, die Vorstellungen bezüglich der Ablösesumme seien etwas astronomisch gewesen, hört man.

Umso erfreulicher, als sich dieser Zustand im März änderte, da zogen nämlich Asli Ayaz und ihr Bruder in das Lokal ein, nannten es Mani und seither weiß man, was am Yppenplatz definitiv gefehlt hat: gutes, orientalisches Essen. Asli ist Quereinsteigerin, und zwar ziemlich. Vor ihrer Karriere als Köchin und Gastronomin arbeitete sie im Vertriebscontrolling von Peek & Kloppenburg, Kochen und Essen hätten in ihrer aus dem kurdischen Teil der Türkei und dem Irak stammenden Familie aber immer schon einen enormen Stellenwert gehabt, sagt sie, ihr Bruder sei außerdem Gastronomie-Profi, es wurde also Zeit.

Das etwas übertriebene Szenelokal-Interieur des Vorgängers flog raus, wurde durch eine einfache Theke mit archaisch anmutenden Fliesen und ein paar Tische ersetzt, vor dem Lokal sitzt man wunderbar, schaut rüber zum Gastgarten der Völlerei, genießt die angenehmere, ruhigere Atmosphäre des südlichen Yppenplatzes, und wie schön sich das abendliche Licht ändert und wie die Kinder auf Fahrrädern und Rollern herumsausen.

Die Spezialität im Mani ist Hummus. Und wenn man weiß, wie unsagbar öd diese Kichererbsencreme halt auch schmecken kann, dann stellt sich schon die Frage, ob man da wohl einiges mehr oder weniger falsch oder richtig machen kann. Absolut, sagt Asli Ayaz, von den Zutaten bis zur Reihenfolge der Verarbeitung sei alles entscheidend, wahrscheinlich aber auch die Frische: Jeden zweiten Tag wird im Mani Hummus frisch gemacht. Das man dann mit geschmortem Rindfleisch und gerösteten Mandeln, mit gegrilltem Huhn und Marillenchutney oder mit den beiden Favoriten der Mani-Stammgäste – gegrillte Avocado mit Harissa-Öl und gerösteten Erdnüssen (€ 7,20) oder mit Ofenkarfiol und karamellisierten Zwiebeln – bekommen kann. Und man muss sagen: Diese Ofenkarfiol-Zwiebel-Hummus-Kombination ist schlicht und ergreifend genial gut (€ 7,20).

Geräucherte Melanzani auf Joghurt-Tahini-Creme mit Tomaten-Würferln und Granatapfelkernen auch ganz wunderbar, angenehm kühl, rauchig, mild (€ 7,80), Pulled Beef mit feiner Zimtnote kommt gemeinsam mit Pinienkernen in Teigrollen, ebenso sättigend wie köstlich (€ 8,80), der in Granatapfelsirup marinierte Hühnerspieß ist zart und saftig, im Vergleich zu den anderen Sachen aber unspektakulär (€ 11,20). Tolles Lokal, passt großartig hier auf den Markt. Endlich!

Resümee:

Spätestens, wenn man im Mani Hummus gegessen hat, weiß man, wie gut die Kichererbsencreme sein kann. Alles andere übrigens auch.


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