Szene Italienisch Empfohlen Lokalkritik

1500 Foodmakers

© 1500 Foodmakers

© 1500 Foodmakers

© 1500 Foodmakers


Überaus jugendliche, unkomplizierte italo-amerikanische Karte, die Pasta, Salate und Pizza auf erstaunlich hohem Niveau rausbringt (HS mittags und abends ab € 9,50); frisch gezapftes Bier, Weine, Fritz Kola, selbst gemachter Eistee und Limonade. Kindersessel, Wickeltisch. WLAN. Offene Küche; riesige Bar in der Mitte, umgeben von Zinktischen und viel Dekoration; im Sommer Raucherterrasse und Bier-Burgergarten vor dem Weghuberpark (80 Pers.) mit selbstgemachten Burgern aus dem amerikanischen Airstream-Buffetwohnwagen, z.B. unglaublich guter "bbq burger" mit Fleisch in Topqualität und saftigem Laberl (€ 6,70). Behinderten-WC.

Anzeige

Adresse:
Adresse:
Lerchenfelder Straße 1–3 (im 25hours Hotel Wien beim MuseumsQuartier)
1070 Wien
Telefon:
Telefon:
01/521 51-0
E-Mail:
E-Mail:
1500foodmakers.wien@25hours-hotels.com
Website:
Website:
www.25hours-hotels.com/wien
www.1500foodmakers.at
www.facebook.com/1500FOODMAKERS
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
Mo–Do 12–24, Fr 12–0.30, Sa, So 12.30–0.30, warme Küche 12–15 und 18–23, Sa, So 12.30–15 und 18–23 März – Oktober "Burger de Ville" bei Schönwetter 12–22
Zahlungsmöglichkeiten:
Zahlungsmöglichkeiten:
Bankomat, VISA, MasterCard, Amex, Diners
Lokaltyp:
Lokaltyp:
Szene
Küche:
Küche:
Italienisch
Sonstiges:
Sonstiges:
Essen am Sonntag, Gastgarten, Nichtraucherlokal, Rollstuhlgerecht, WLAN

Der Justizburger

Ein Hotelrestaurant, das anders sein will und das auch schafft. Sehr sogar
FLORIAN HOLZER | 28.5.2013

Es war einmal ein Studentenheim in außerordentlich prominenter Lage, nämlich direkt gegenüber dem Justizpalast, neben dem Justizministerium im Palais Trautson. Das Heim war hässlich, aber daran hatte man sich gewöhnt, und vor zwei Jahren wurde es dann verkauft und die deutsche Hotelgruppe „25hours“ setzte einen Glaskubus mit drei Designerhotel-Stockwerken drauf. Mit einer Bar, die aussieht wie eine Kulisse aus einem amerikanischen Turnsaal-Musical, und einer wirklich, wirklich fantastischen Terrasse.

Nun wurde das ganze Haus zum Hotel gemacht, samt Lokal im Erdgeschoß, das man im weitesten Sinne als „kalifornische Pizzeria“ bezeichnen könnte: eine riesige Bar in der Mitte, umgeben von Zinktischen und wieder ein bisschen sehr viel Dekoration, die aber die amerikanische Pizzeria-Illusion gut aufrechterhält. Man fühlt sich wie im Film.

Die Karte ist nicht übermäßig groß, ein paar Pizzen, Salate, Pasta, ein paar Vorspeisen. Nur: Was die einem da hinstellen, ist erstaunlich gut. Bei der Pizza gibt man sich enorme Mühe hinsichtlich Knusprigkeit und dezenter Belegung, vor allem aber Pasta und Salate sind erstklassig, frisch, durchdacht, mit Witz gekocht. Das Lokal heißt übrigens „1500 Foodmakers“ und mit den Slogans wie „Fuck it, eat Pizza“ und „We are all mad here“ übertrat man die Peinlichkeitsgrenze dann aber halt doch deutlich.

Die Kombination des Hotelnamens „25hours“ und des flippig-hippen Restaurant-Slogans „Fuck it, eat Pizza“ bewog jedenfalls einen braven Bürger, einen Brief der Empörung an den Bezirksvorsteher zu schreiben, um dagegen zu protestieren, dass das hier ein ... hahahahahahaha, hahahahaha (Verzeihung, ist so lustig) ... Stundenhotel sei, indem mit Geschlechtsverkehr geworben werde. HAHAHAHAHA!

Okay, damit sind die blöden Slogans schon wieder Kult.

Nun beließ man’s aber nicht dabei und stellte unlängst auch noch einen amerikanischen Airstream-Buffetwohnwagen in den Weghuber-Park gleich daneben, 6,8 Meter lang, mattsilbriges Alu – glänzend und wunderschön. Und da drin werden Burger gegrillt, jeden Tag, wenn’s schön ist, die man dann auf Bierbankerln verzehren kann.

Ich probierte einen „bbq burger“ mit geröstetem Speck, karamellisierten Zwiebeln, Cheddar, BBQ-Sauce und ein bisschen Salat in der Singleversion („double“ hat ein doppelt so großes Fleischlaberl drin), und der war unglaublich gut. Dass das Fleisch Topqualität war, konnte man schmecken, saftig, fleischig, köstlich und mit einer schlauen Papiertasche auch trenzfrei zu verzehren (€ 4,40). Sogar das flaumige Laberl war saftig, dafür die schön groß geschnittenen Pommes frites etwas mehlig und unknusprig und das hausgemachte Ketchup schmeckte genauso wie nicht-hausgemachtes. Wurscht, so macht Burger Spaß, genau so wurde er erfunden.

Resümee:

Das Hotel im Studentenheim hat nicht nur eine völlig unkomplizierte Kalifornien-Pizzeria, sondern auch einen Burger-Airstream. Arg.


Anzeige

Diese Lokale könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige