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Tredici Gradi

© Tredici Gradi

Foto: Tredici Gradi

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Generalimporteur der Weingüter Castello di Gabbiano (Toskana) und Manaresi (Emilia Romagna): gesamtes Weinsortiment zu Ab-Hof-Preisen (ab € 7,80) über die Gasse und zu einem geringen Stoppelgeld (€ 6,90/inkl. 1 Flasche Wasser still/prickelnd) im Lokal; die offenen Weine variieren; Espresso (€ 1,70). Diverse Alimentari aus Italien gibt's ebenfalls: Pecorino, Prosciutto, Salami, Oliven, Kapern sowie das schlosseigene Olivenöl und den 8 Jahre gereiften Gabbiano-Balsamico (verschiedene Antipasti-Teller ab € 6,80). Schanigarten für 30 Pers.

Adresse:
Adresse:
Kaiserstraße 81
1070 Wien
Telefon:
Telefon:
01/236 64 44-4
E-Mail:
E-Mail:
wein@tredicigradi.at
Website:
Website:
www.tredicigradi.at
www.facebook.com/13gradi
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
Mo–Sa 8–1, So 16–23 jetzt geöffnet (bis 1:00 Uhr)
Aufgrund der aktuellen COVID-Richtlinien gilt derzeit für die Gastronomie die 2G-Regel sowie eine allgemeine Sperrstunde um 22 Uhr. Bitte beachten Sie, dass die aktuellen Öffnungszeiten ggf. abweichen können.
Zahlungsmöglichkeiten:
Zahlungsmöglichkeiten:
Bankomat, VISA, MasterCard
Lokaltyp:
Lokaltyp:
Bars
Sonstiges:
Sonstiges:
Gastgarten, WLAN

Schloss auf der Kaiserstraße

Tredici Gradi: nett Toscana-Weine in Wien ab Hof kaufen und trinken

NINA KALTENBRUNNER | 29.7.2013

Der eine ist Fotograf, der andere Gastronom. Gemeinsam sind sie die Generalimporteure des toskanischen Weingutes Castello di Gabbiano in Österreich: David Reali und Hanri Aghakhani. Dass Reali außerdem der Sohn des Weingutdirektors ist, bringt etwas mehr Licht in die Sache. Er ist der Weinauskenner, der befreundete Herr Aghakhani, der auch das Café Orient in der Neubaugasse betreibt, der Gastroexperte des Teams. „Wir sind quasi der Shop vom Weingut“, sagt Reali. „Wir handeln nicht mit den Weinen von Gabbiano, wir sind Gabbiano.“

Und eigentlich haben die beiden ja auch nur ein Lager für die Weine gesucht. Das ehemalige Reisebüro auf der Kaiserstraße ließ durch die günstige Miete aber mehr zu. Prompt war eine Lokalidee geboren. Der kleine Raum wurde mit 1950er- und 60er-Jahre-Mobiliar ausgestattet – dänische Lampen, Thonet-Tische mit Resopalplatten, alte Sessel. Bar, Vitrine und die Weinregale wurden nach eigenen Plänen von befreundeten Handwerker-Künstlern ausgeführt.

Praktisch, einfach, funktional und nett sollte es werden, erklärt Weinliebhaber Aghakhani, 31. Zudem
solle nichts stören oder ablenken. Das tut es auch nicht, ganz im Gegenteil: Reduziertes Ambiente bildet nicht
nur den perfekten Rahmen für die Weine, sondern auch für die chromglänzende Giaggia-Kaffeemaschine aus dem Jahre 1948 und die knallrote Berkel 21, den Ferrari unter den Schneidemaschinen. Die jungen Herren haben eben einen Hang zu (Design-)Klassikern. Dezente Blumendeko auf den Tischen, ein abstraktes Gemälde von Ebby Adham an der Wand. Schön.

Angeboten wird das gesamte Weinsortiment zu Ab-Hof-Preisen über die Gasse und zu einem geringen Stoppelgeld (€ 5,90) im Lokal, eine Flasche Mineralwasser und Brot sind im Preis inbegriffen. Jeweils zwei wechselnde Rote, ein Weißer und der Rosé werden auch glasweise ausgeschenkt.

Diverse Alimentari eines befreundeten Händlers des Weingutdirektors kommen ebenfalls aus Italien: zart-mürber Prosciutto, 18 Monate gereift, Salami, Parmigiano, Oliven, Kapern und herrliche eingelegte Artischocken. Das schlosseigene Olivenöl sowie der acht Jahre gereifte Gabbiano-Balsamico sind selbstverständlich auch mit von der Partie. Arrangiert werden drei kleine Antipasti-Teller (à € 4,90), dazu Rosmarinbrot mit Olivenöl.

Momentan befindet sich das Lokal noch in der Pilotphase. Im September soll es dann so richtig losgehen, bereits ab acht Uhr mit Frühstück. Bis dahin kann sich noch einiges ändern. Nicht rütteln mag man am sensationellen Preis-Leistungs-Verhältnis, das hier geboten wird, wie beispielsweise der Espresso – bald aus eigener Röstung! – um 1,60 Euro. Schließlich wolle man sich ja nicht an der Gastronomie bereichern, sondern den Gästen die feinen Gabbiano-Weine schmackhaft machen. Sehr schön.

Resümee:

Der Geschmack der Toskana in der Kaiserstraße. Für Sangiovese-Fans eine sympathische und günstige Alternative zum Schloss-Weingut-Besuch in Gabbiano.