Lokalführer Lokale nach Angebot Die außergewöhnlichsten Lokal-Hybriden in Wien

Die außergewöhnlichsten Lokal-Hybriden in Wien

Redaktion: Wien, wie es isst
Zuletzt aktualisiert am 08.03.2022

Ein schwierig zu umreißendes Thema – Lokale, bei denen es nicht nur ums Essen und Trinken geht; die aber auch nicht einfach eine Kombination aus Geschäft und Beisl sind (da gibt’s viele); und die nicht ausschließlich die gastronomische Versorgung von kulturellen Orten sind (da gibt’s auch viele). Sondern bei denen irgendwie auch ein Konzept und vielleicht sogar ein gesellschaftliches Modell dahinterstecken.

Bei “USUS am Wasser” ist alles ein bisschen lockerer und schöner; schönes Konzept, schöner Ort mit schräger Geschichte und gutem Essen;

An der neuen Donau 1, 1210 Wien
Do, So 11.30–23, Fr, Sa 11.30–1 (Gastgarten)
Mo–Mi 14–20 (Kiosk)
https://www.usus.wien
Gesellschaftlich-ökonomisch-kulinarisches Alternativmodell an der neuen Donau. Ausgefalleneres wie Wildkräutersalat mit Blumen und Orangen, aber auch Snacks wie Sandwiches und Pommes. Bühnenterrasse mit kulturellem und musikalischem Programm (Lesungen, Kabarett, DJs, Kinderprogramm). Gastgarten für 400 Pers. Reservierung per Online-Formular auf der Homepage.

Foto: Heribert Corn

Das Projekt Supersense startete 2014 im Ensemble mit einem wunderschönen Café, im Februar kam mit dem “Dogenhof” dann auch noch ein Konzept-Restaurant dazu, bei dem es um offenes Feuer geht:

Praterstraße 70/2, 1020 Wien
Mo–Fr 17–24, Sa 9.30–24, So, Fei 9.30–16 https://dogenhof.com
Restaurant mit Feuerküche und Analogmanufaktur Supersense nebenan. Sa, So, Fei 9.30–16 Frühstück à la carte mit Mittagsbraten ab 12, abends großes Angebot aus der Feuerküche wie z.B. Innereien-Schmankerl. Großes Weinsortiment mit Schwerpunkt auf Naturweinen. Kindersessel. Schanigarten für 75 Pers.

Foto: Ákos Burg

Als tolles Beispiel für Selbstverwaltung sowie Kombination von Kultur, Werkstätten und Gastronomie bietet das “Statt-Beisl” viel Vegetarisches und Veganes, preiswerte Tagesteller und reichlich Craft Beer:

Währinger Straße 59, 1090 Wien
Mo–Fr 11.30–2, Sa 17–2, So 17–24
im August ab 17 geöffnet
https://www.statt-beisl.at
Burger, auch vegetarische/vegane Speisen, Bioprodukte, Suppen, Mo–Fr 12–16 MM (€ 7,40); 11 Biere vom Fass, Craft-Biere. 4 TV, Tischfußball; hin und wieder Live-Veranstaltungen. Möglichkeiten für Feste und Buffets bis 100 Pers. Gastgarten im WUK-Hof für ca. 100 Pers. Catering.

Die Ankerbrotfabrik wird generell schon recht komplex bespielt, mit “Lilo’s” gibt’s einen nochmals komplexen Bewohner: Lichterloh unterhält hier nämlich Schauwerkstätten, Ausstellungsräume und ein hübsches Café:

Absberggasse 27, 1100 Wien
Di–Fr 11–18, Sa 10–15 https://www.brotfabrik.wien/kunst-kultur/lichterloh.html
Café in einem Vintage-Möbelladen, das nicht als solches bezeichnet werden will. Es gibt keine Karte, trotzdem gibt es guten Kaffee (Rösterei Goppion aus Treviso), gutes Craft-Bier (Ten.Fifty) und diverse Snacks.

Foto: Heribert Corn

Ein hochkomplexes Gefüge urbaner Erlebnisfelder: Das “phil” ist Möbel-Galerie, Buchgeschäft und Plattenladen, Veranstaltungsraum und darüber hinaus noch ein feines Café:

Gumpendorfer Straße 10–12, 1060 Wien
Mo 15–23, Di–So 9–24
Küche bis 23
https://phil.love
Kombination aus gemütlichem Cafe, gut sortierter Buchhandlung und Plattenladen. Die Bar verfügt über eine aus Ligurien importierte, 50 Jahre alte Faema E 61 sowie Pellini-Kaffee aus Verona. Frühstück täglich bis 16 (€ 8,90 bis € 19,50); Imbisse (Toasts, Sandwiches, Ciabatta, ab € 4,90), Falafel (5 Stk. € 10,20); Mehlspeisen, selbstgemachter Kuchen; Spezialitäten: selbstgemachtes Mango-Lassi, Matcha Latte, Zwickl und Kozel vom Fass. Lesungen, Konzerte. Wickeltisch. Laptops sind nur in Notfällen erlaubt. Bücher, Platten, Vintagemöbel zum Anschauen, Lesen und Kaufen. Schanigarten für 30 Pers.

Foto: phil

Alle Lokale in Wien finden Sie auch im Lokalführer "Wien, wie es isst" aus dem Falter Verlag, sowie online unter wien-wie-es-isst.at.

Alle Adressen auf einen Blick


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