Lokalführer Lokale nach Ambiente Die 6 schönsten Jugendstil-Lokale in Wien

Die 6 schönsten Jugendstil-Lokale in Wien

Redaktion: Wien, wie es isst
Zuletzt aktualisiert am 29.11.2022

Bei der Menge, die Otto Wagner & Co zwischen 1895 und 1914 bauten, ist es ein Wunder, dass es nicht mehr Lokale in Wien gibt, die auf das Thema Jugendstil setzen. In einem der Steher der Wiental-Brücke soll es eine Bar gegeben haben, das Lokal im Keller der Sezession ist leider schon lange Geschichte. Hier ein paar Beispiele, wo zumindest ansatzweise Jugendstil feststellbar ist:

Das Lokal Karl-Otto im Otto Wagner-Pavillon am Karlsplatz, der früheren Stadtbahnstation, punktet im Sommer mit Schanigarten, nachts mit seinem Club U hinter der Glasscheibe zur Künstlerhaus-Passage:

Karlsplatz Obj. U26, 1010 Wien
Mo–Mi, So, Fei 12–21, Do–Sa 12–4
warme Küche bis 20
https://www.otto-wagner-pavillon.at
Tagsüber Café-Restaurant mit traditioneller Küche, abends Club U: internationale DJ-Line mit Tanzmöglichkeit, manchmal Livemusik. Cocktailbar (€ 7,– bis € 10,–). Regelmäßig Veranstaltungen (mit Happy Hour nach Ankündigung), Vernissagen; Tischfußball (€ 1,–); Live-Webcams im Lokal; 3 Großbildleinwände (1 Outdoor), 3 Flatscreens. Kinderspielplatz in unmittelbarer Lokalnähe. Schirmbar im Freien für Veranstaltungen zu reservieren; Gastgarten für 175 Pers.

Foto: Café Restaurant Karl-Otto im Otto Wagner-Pavillon/Club U

In Otto Wagners Kassenhalle der Postsparkasse kann man staunen – und Köstlichkeiten im Café Exchange von Barista Alexander Afroughs probieren:

Georg-Coch-Platz 2, 1010 Wien
Mo–Mi, Fr 10–18, Do 10–20
bei Veranstaltungen länger geöffnet
https://ail.angewandte.at/about
Zum Angewandte Interdisciplinary Lab (AIL) gehörende Third-Wave-Espresso-Bar in der ehemaligen Kassenhalle der Otto Wagner Postsparkasse. Der Kaffee kommt von Prem Frischkaffee und Felix Kaffee und wird in einer La Marzocco Maschine zubereitet. Neben Espresso und Filterkaffee gibt es Matcha, hausgemachte Limonaden, Demeter-Säfte und selbst gebrauten Kombucha. Süße und pikante kleine Speisen ergänzen das Angebot, z.B. veganes Curry oder koreanisches Gimbap (eine Art Maki-Rolle etwa mit Rettich-Spinat und Omelette-Füllung, € 7,80). Vielfältiges Programm (u.a. Ausstellungen, Performances, Vorträge) und ausgewählte Lektüre, kuratiert vom Angewandte Interdisciplinary Lab.

Lesen Sie dazu auch die Lokalkritik "Kaffee bei Schalter 22" von Florian Holzer vom 29.11.2022.

Foto: Heribert Corn

1908 wurde die Loos Bar von (Jugendstilgegner) Adolf Loos auf engstem Raum als „American Bar“ aus Onyx, Holz, Messing, Leder und Spiegeln gebaut. Die winzige Bar ist nicht nur gestalterisch perfekt, sie ist eine wirklich gute Bar, was auch an der charismatischen Chefin Marianne Kohn liegt:

Kärntner Durchgang 10, 1010 Wien
täglich 12–4 https://www.loosbar.at
Schönste Bar der Stadt, wenn nicht sogar der Welt, mit exklusiven Cocktails. Do, So DJane Mel Merio. Schanigarten für ca. 55 Pers. Bei Reservierung Mindestkonsumation von € 45,–/Pers.

Foto: Loos Bar

Eines der schönsten Jugendstilgebäude der Stadt ist im 5. zu finden, 1902 nach Plänen von Oskar Mamorek gebaut. Das Café Rüdigerhof gibt’s ungefähr ebenso lange, die Einrichtung stammt aber größtenteils aus den 50ern. Ein paar Jugendstildetails sind aber noch zu finden:

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Hamburgerstraße 20, 1050 Wien
täglich 11–2
durchgehend warme Küche bis 23
https://www.ruedigerhof.stadtausstellung.at
Seit über 100 Jahren bestehendes Jugendstilcafé mit familiärer Atmosphäre und nettem Service. Hausmannskost, hausgemachte Mehlspeisen (z.B. Kaiserschmarrn oder Palatschinken). Kindersessel; Schach, Backgammon, großer Flatscreen und Leinwand (Sportübertragungen, v.a. Fußball); österreichische und internationale Tageszeitungen und Zeitschriften. Nettes Extrazimmer für 20, schöner, großer Naturgarten für ca. 300 Pers. mit Ahornbäumen (bis 2). Am Radweg gelegen. Rollstuhlrampe.

Frau Hiroko Numata übernahm vor nicht allzu langer Zeit das legendäre Kuishimbo im sogenannten Majolika-Haus. Das kulinarische Konzept blieb im neuen Hiroko-san mehr oder weniger gleich wunderbar: japanisches Streetfood abseits des Mainstreams auf ganz wenig Platz:

Linke Wienzeile 40, 1060 Wien
Fr, Sa 12–17
Winziges Lokal im Majolikahaus mit japanischem Streetfood abseits des Mainstreams. Klimaanlage. Schanigarten für 8 Pers. Keine Reservierung möglich.

Das Verkehrsbüro-Gebäude wurde 1923 von den Wagner-Schülern Hermann Aichinger und Heinrich Schmid gebaut, seit vorigem Jahr gehört es einer Projektentwicklungsfirma und Martin Ho betreibt das darin befindliche Lokal 404 don't ask why. Es gibt 20-Euro-Pizzas und Trüffel:

Friedrichstraße 7, 1010 Wien
Mo–Fr 11.30–1, Sa, So 10–1 https://dontaskwhy.at
Pizzeria von Szene Gastronom Martin Ho im Novomatic Forum. Frühstück (Mo–Fr 9–11); große Weinauswahl. Terrasse mit Blick auf den Naschmarkt.

Alle Lokale in Wien finden Sie im Lokalführer "Wien, wie es isst" aus dem Falter Verlag, sowie online unter wien-wie-es-isst.at.

Alle Adressen auf einen Blick


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