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Essen bei Clubbern

Redaktion: Wien, wie es isst
Zuletzt aktualisiert am 10.01.2023

Immer nur Nacht, Lärm und Gin Tonic geht jedem einmal auf die Nerven. Viele Mitglieder der Wiener Club-Szene diversifizierten daher in Richtung Tagesgastronomie.

Im Jahr 2010 beschlossen die Macher des Palais-Eschenbach-Clubbings, auch ein Gasthaus haben zu wollen. Sie übernahmen das alte Schutzhaus am Schafberg, renovierten es und bieten hier Küche auf hohem Niveau und ohne Convenience-Produkte:

Czartoryskigasse 190–192, 1170 Wien
Mi–Sa 12–23, So, Fei 10–22
durchgehend warme Küche bis 1 Stunde vor Sperrstunde
https://www.schutzhaus-schafberg.at
Klassisches Schutzhaus am Rande der Stadt mit Hausmannskost (Mi–Fr 2gg MM € 9,20), aber alles selbst gemacht und ohne Convenience-Produkte wie z.B. Rindsuppe mit Leberknödel oder Grießnockerl, hervorragendes Gulasch, alle 4 Wochen wechselnde saisonale Karte; Kinderspeisen, -sessel, Spielzeug, Wickeltisch. Schladminger Märzen und Schladminger Bio Zwickl vom Fass, div. Weine, guter Espresso. Properer Holzboden, Lamperie in Hellgrau, schwarzer Kamin; Saal für 120, Garten für 120 Pers. Kleiner Parkplatz vorhanden.

Foto: Schutzhaus am Schafberg

Szene-Ikone Heinz Tronigger (Meierei-Clubbing, Sunshine Enterprises, Superfly.fm, Babenberger Passage, Roxy Club, Comida...) machte Anfang 2020 mit diversen alten Weggefährten in den ehemaligen ATV-Studios die Praterstraße auf, eine Mischung aus Club, Bar und Lounge. Während der Lockdowns richteten sie ein Tagesprogramm mit Kefir-Miso-Sauerteigpizza ein:

Praterstraße 18, 1020 Wien
Mi, Do 19–4, Fr, Sa 19–6 https://www.praterstrasse.wien
Hybrid aus Bar, Pizzeria, Lounge und Kunstraum in den ehemaligen ATV-Studios. Pizza aus Kefir-Miso-Sauerteig (auch zum Mitnehmen); Cocktails, biodynamische Weine, frisch gemixtes Fruits Daiquiri Angebot in fünf Sorten. Für private Veranstaltungen zu mieten.

Foto: Praterstrasse & Superstrada 18

Benjamin Fehringer verdient sein Geld eigentlich mit dem seit den 80er-Jahren bestehenden Techno-Club Donau. 2017 schuf er ein Alternativprogramm, nämlich das kleine, auf heimischen Fisch spezialisierte Tages-Bistro Süsswasser:

Theobaldgasse 16, 1060 Wien
Mo–Fr 9–20, Sa 9–18 https://www.süsswasser.at
Fischlokal und Feinkostgeschäft mit Fokus auf ausgewählte Süsswasser- und Wildfangfische aus Österreich. 9–12 Frühstück; täglich ab 12 frisch zubereitetes Tagesmenü (€ 6,50 bis € 15,50); selbstgemachter Fischsalat (€ 7,50 inkl. Brot), Beef Tatar (€ 10,50), italienischer Espresso (€ 1,–); Spezialitäten eigens importiert aus dem Friaul, z.B. Prosciutto di Osvaldo oder Mattioni Kaffee. Zudem gibt es noch Öle, Pasta und Wurst. Diverse Veranstaltungen und Ausstellungen im anliegenden Galerieraum. Gastgarten für ca. 8 Pers.

Foto: Süsswasser

Die Chefs des Szeneclubs Sass haben das ehemalige Stadtkind übernommen und setzen im neuen Schatz Imhof auf Szeneküche:

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Universitätsstraße 11, 1010 Wien
Di–Sa 17.30–24, So 14–22 https://www.schatzimhof.at
Das ehemalige Stadkind wurde im Herbst 2022 von Gregor Imhof und Sebastian Schatz, den Betreibern des Sass am Karlsplatz, neu übernommen. Küchenchef Max Zechmeister kocht vorwiegend mit Zutaten von regionalen Kleinproduzent*innen, teils in Bio-Qualität, z.B. Rüben-Tatar mit Frisée auf Joghurtcreme oder rosa gebratener Kalbsrücken mit Chimichurri und Gratin. Kindersessel. Separater Gastraum im Obergeschoß für 70 bis 90 Pers. (auch für Feiern geeignet). Schattiger Schanigarten für ca. 50 Pers. mit riesiger Markise. Behinderten-WC.

Lesen Sie dazu auch die Lokalkritik "Kuratiertes Kochen" von Florian Holzer vom 10.01.2023.

Foto: Heribert Corn

Alle Lokale in Wien finden Sie im Lokalführer "Wien, wie es isst" aus dem Falter Verlag, sowie online unter wien-wie-es-isst.at.

Alle Adressen auf einen Blick


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