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Wo es den besten Sake Wiens gibt

Redaktion: Wien, wie es isst
Zuletzt aktualisiert am 08.03.2022

Was hat man uns nicht schon für Unsinn über Sake erzählt. Angefangen damit, dass es sich um „Reiswein“ handle (tatsächlich aber eher um Reisbier), dass man ihn warm trinken müsse, und zwar ex und zwar aus eckigen Holzboxen.

Japans Sake-Kultur ist zwar schon 2500 Jahre alt, verschwand zwischenzeitlich aber fast von der Bildfläche und erlebte erst in den 1990ern einen neuen Boom. Und Sake kann durch seine parallel laufende Fermentation (Stärke zu Zucker, Zucker zu Alkohol), durch den Einsatz des Koji-Pilzes, durch Verwendung hunderter verschiedener Reissorten und unterschiedliche Poliergrade so unterschiedlich schmecken wie kein anderes alkoholisches Getränk.

Sake ist ein Getränk, über das man echt nachdenken kann. Der weltweite Boom an Sake-Bars lässt in Wien noch auf sich warten. Für den Anfang gibt es hier gute Ware:

Das "Xian" ist eine Sake-Bar ohne elitäre Attitüde, an einem Ort, an dem man nicht mit einer Sake-Bar rechnen würde. Und mit herrlich schrägen Snacks:

Rauscherstraße 17, 1200 Wien
täglich 12–15 und 18–23 https://xian-artcafe.business.site
Sakebar vom Wiener Medien- und Performance-Künstler Florian Schmeiser, eine Mischung aus Galerie und Café. Chinesisches und indisches Streetfood, z.B. scharfe Sichuan-Nudeln, gefüllte Bananenblätter oder Bauchfleisch mit Pak Choi; versch. Sorten Sake. Schanigarten.

Lesen Sie dazu auch die Lokalkritik "Brigittenau trifft die Welt" von Florian Holzer vom 20.07.2021.

Foto: Christopher Mavrič

Vor zwei Jahren ergänzten die Mochi-Leute ihr beliebtes Take-away-Lokal in der Praterstraße um einen kleinen Deli-Bereich, das "o.m.k Deli". Dessen Altar einerseits die Vitrine mit Sandos und Backwerk ist, andererseits der Kühlschrank mit lustigen Weinen und Sake-Vielfalt:

Hoher Markt 2, 1010 Wien
Mo–Sa 11–21.30 (Fei geschlossen) https://www.mochi.at
Ableger des o.m.k auf der Praterstraße und neuestes Mochi-Lokal. Asiatischer Gourmet-Shop mit japanischen Speisen zum Mitnehmen oder zum Essen vor Ort, z.B. Sushi, Donburi, Sandos; Kaffee, Matcha, reichliche Auswahl an Craft-Bier, einige Naturweine, hausgemachter Eistee. 25 Sitzplätze (es gilt first come, first served).

Lesen Sie dazu auch die Lokalkritik "Vermehrt Gutes!" von Nina Kaltenbrunner vom 07.06.2022.

Foto: Heribert Corn

Das großartige Izakaya-Restaurant "Okra" spezialisierte sich schon vor geraumer Zeit auf Sake. Die begleiten nicht nur ihre Menüs damit, sondern bieten auch eigene Sake-Verkostungen und -Kurse an:

Kleine Pfarrgasse 1, 1020 Wien
Di–Sa 17–23 https://www.okra-izakaya.at
Moderne japanische Izakaya Küche, japanische Tapas und hervorragende Sake-Auswahl: Ramen und Tapas (ab € 14,–) , Sushi (ab € 12,–); Kobachi Sharing Menüs mit Sakebegleitung (ab € 49,–). Sake Sommelier, Sake Verkostungen, Events für Firmen und Privatpersonen. Schanigarten für 25 Pers. Reservierung empfohlen.

Foto: Markus Patak

Das "BlueMoon" ist eine junge Gewölbebar mit definitiver New-Wave-Anmutung und starkem Japan-Bezug: Es gibt Gins und Whiskys aus Japan, japanische Snacks und eine beachtliche Anzahl an Sake, sowohl zum Pur-Trinken als auch im Cocktail:

Blumenstockgasse 5, 1010 Wien
Di–Sa 19–23 (Fei geschlossen) https://www.bluemoon.wien
Bar in einem Gewölbekeller. Drinks (€ 2,20 bis € 19,50), Sake, Biercocktail; Barsnacks, kleine kalte Platten (Salami, Käse etc.).

Foto: Copylight Brightstone e.U.

Alle Lokale in Wien finden Sie auch im Lokalführer "Wien, wie es isst" aus dem Falter Verlag, sowie online unter wien-wie-es-isst.at.

Alle Adressen auf einen Blick


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