In der Nachbarschaft - FALTER.maily #21

Nina Horaczek
Versendet am 24.09.2019

juhu, wir haben Besuch! Seit längerer Zeit kooperiert der Falter mit der linksliberalen unabhängigen Tageszeitung Gazeta Wyborcza in Polen und dem unabhängigen Wochenmagazin HVG in Ungarn. Beide sind Marktführer in ihren Ländern und stehen unter massivem Druck durch die Regierungsparteien.

Regelmäßig berichteten uns die Kollegen von neuen Repressalien gegen die Journalisten, von Attacken auf Zivilgesellschaft und Richterschaft und davon, wie dort die Pressefreiheit Stück für Stück zerstört wird.

Es sind Geschichten, die nicht nur wir hören sollten. Deshalb hat der Falter Marton Gergely, leitender Redakteur des Wochenmagazins HVG in Budapest, und Bartosz Wielinski, Außenpolitikchef der Gazeta Wyborcza in Warschau, eingeladen, damit sie Ihnen berichten, wie die freie und unabhängige Medienlandschaft mitten in Europa bedroht wird.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie den beiden zuhören würden. An folgenden Terminen treten Marton Gergely und Bartosz Wielinski in Österreich auf:

  • Dienstag, 24. September 2019, 19 Uhr im Vorarlbergmuseum (Kornmarktplatz 1, 6900 Bregenz)

  • Mittwoch, 25. September, 19 Uhr im Stadtteilzentrum Wilten (Liebeneggstraße 33a, 6020 Innsbruck)

  • Donnerstag, 26. September, 18.30 Uhr Hörsaal 31.11 der Universität Graz (Schubertstraße 51, 8010 Graz)

  • Freitag, 27. September, 19.30 Uhr im Albert-Schweitzer-Haus (Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien)

Der Eintritt ist frei und ich kann Ihnen versprechen, dass Sie viel Neues und Schockierendes erfahren werden.

Diese Veranstaltung haben wir nicht nur aus Solidarität mit unseren JournalistenkollegInnen in Osteuropa organisiert. Sondern durchaus auch aus Eigeninteresse.

Schließlich wurden unter Türkis-Blau auch in Österreich kritische Medien wie der Falter vom Innenministerium nur mit den absolut nötigsten, gesetzlich vorgeschriebenen Informationen bedacht und Österreich rutschte zuletzt auch im Pressefreiheitsranking von Reporter ohne Grenzen um fünf Plätze von elf auf 16 ab.

Zur Einstimmung auf diese Abende möchte ich Ihnen folgende Falter-Artikel empfehlen: Vorige Woche war ich in Warschau zu Besuch bei der Gazeta Wyborcza und habe diesen Artikel mitgebracht. In Warschau trafen wir auch Alex Rühle von der Süddeutschen Zeitung, der mit uns ein Gespräch geführt hat. Dank der SZ-Falter-Kooperation können Sie den Text hier auf falter.at lesen.

Zum Schluss ein kleiner Werbeblock: Dass es dem Falter möglich war, diese Vortragsreise so kurzfristig auf die Beine zu stellen, verdanken wir nicht zuletzt unseren Kooperationspartnern Presseclub Concordia, der Gewerkschaft der Privatangestellten -Druck, Journalismus, Papier, vorarlberg museum, Freirad - Freies Radio Innsbruck, AK Tirol, Renner Institut Tirol, Alternativreferat der ÖH Graz, Crossroads Festival für Dokumentarfilm und Diskurs sowie Albert Schweitzer Haus - Forum der Zivilgesellschaft. Vielen Dank dafür.

Ihre Nina Horaczek

Am Sonntag Abend im Rabenhof mit den Staatskünstlern, am Montag Abend mit Burgtheater-Darstellerinnen - dass der Falter ein großes Herz für Kunst und KünstlerInnen hat, ist bekannt. Jetzt sagen wir: Bühne frei für Theaterstar Nikolaus Habjan und den Spott seiner Puppen! Der renommierte Puppenspieler Habjan hat vor kurzem eine neue Klappmaulpuppe gebastelt, eine Sebastian Kurz-Puppe um genau zu sein. "Das Medium der Puppe", sagt Habjan, "führt das Prinzip der Narrenfreiheit weiter. Die Puppe darf alles sagen, und bleibt Satire." Die Puppe singt nun für uns, begleitet von der Musicbanda Franui, ein Stück des großen Komponisten, Menschenkenners und Wortakrobaten Georg Kreisler: das Kapitalistenlied. Dieses Video dürfen Sie nicht versäumen.

Greta Thunberg war am Klimagipfel der UNO. Vor den Augen von UN-Generalsekretär Guterres und unzähligen Staats- und Regierungschefs sagte sie: "The eyes of all future generations are upon you. If you choose to fail us, I say we will never forgive you." Das bemerkenswerte Video sehen Sie hier, die New York Times hat die Rede hier zusammengefasst.

Oben haben wir uns schon über die SZ-Falter-Kooperation gefreut. Einen Lesetipp haben wir noch für Sie: Peter Münch hat Sebastian Kurz im Wahlkampf begleitet und eine Reportage geschrieben. "Wofür er steht, außer für das kleine, geliebte Österreich? Egal. Sebastian Kurz ist jung, nahbar und schnell. Unterwegs mit einer perfekten Projektionsfläche" ist der Teaser. Sein Text ist übertitelt mit: "Das sollte reichen". Lesen können Sie den Artikel hier.

ORF 1, 20.15 Uhr: In "Mein Wahlometer" geht es diesmal um das Thema Zukunft, auch nicht schlecht.

ORF 3, 20.15 Uhr: Wie steht's im Wahlkampf? Diese Frage beantworten die Damen und Herren in der "Runde der WahlbeobachterInnen".

ORF 2, 21.05 Uhr: Ein sicherer Tipp ist am Dienstagabend immer der "Report".

Vor ziemlich genau 20 Jahren feierte "The West Wing" Premiere. Wenn SIe diese Politik-Serie noch nicht gesehen haben, könnten Sie nach der Wahl damit anfangen. Oder vorher.


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