Korb - FALTER.maily #53

Florian Klenk
Versendet am 30.10.2019

dieses Maily macht mir so Freude, weil ich Sie auch ein bisschen hinter die Kulissen des Falter blicken lassen kann. Heute erzähle ich Ihnen vom Dienstag, wenn alles fertig ist und alles von Neuem beginnt

Am Dienstag Früh, wenn alles geschrieben, fotografiert, kommentiert, analysiert und lektoriert ist, pflegt die Falter-Politikredaktion ein schönes Ritual. Während der Falter in Passau gedruckt (und dann auf LKWs verladen) wird, treffen wir einander im Cafe Korb an der Tuchlauben und frühstücken miteinander. Das Korb ist unser liebster Ort, nicht nur wegen der Herren Philipp und Otto, den feinsten Obern mit dem größten Schmäh, sondern auch wegen des Topfenstrudels und der Eier im Glas. 

Nicht nur die Redaktion nimmt im Korb Platz, sondern auch freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Franz Kössler, der ehemalige ORF-Chefredakteur, kommt jedes Mal vorbei und bespricht mit uns die Außenpolitik, auch unser Kommentator, der ehemalige profil- und Standard-Chef Peter Michael Lingens setzt sich zu uns. Aber auch junge Volontärinnen und Volontäre schneien vorbei, sie können hier niederschwellig andocken und Geschichten vorschlagen.

Der große Tisch im Korb, gleich neben der Kuchenvitrine, ist also eine Art Bienenstock des Falter. Die klugen Geister schwirren heran und liefern Ideen wie Bienchen den Honig. Alte und Junge, Wache und Unausgeschlafene. 

Im Korb hecken wir dann auch den Politik-Teil aus, wir planen Schwerpunkte (kommende Woche etwa jenen zu 1989) oder debattieren, wenn wir verschiedener Meinung sind (diesmal zur Frage, ob man Afghanen abschieben darf). Im besten Fall kommentieren dann jene im Blatt, deren Standpunkt wir am spannendsten finden. 

In der “Korb-Sitzung”, wie wir sie nennen, sind wir natürlich auch alle ein bisschen erschöpft. Und manchmal rekapitulieren wir, was in der Produktionsnacht zuvor gelungen oder gescheitert ist. Diesmal waren zum Beispiel die Korrektoren die Helden der Nacht. Eva Konzett sagt, ohne die Korrektoren wäre der Falter voller Fehler erschienen. Daher seien sie hier ausdrücklich gelobt: Regina Danek, Wolfgang Fasching, Helmut Gutbrunner, Daniel Jokesch, Wieland Neubauer, Patrick Sabbagh und Rainer Sigl, wir danken Euch. Je ein Topfenstrudel im Korb geht auf uns.

Florian Klenk

Im Korb hat man übrigens sehr lange geraucht. Damit ist zum Glück Schluss. Am ersten November darf nun in ganz Wien nicht mehr in Beisln und Tschocherln getschickt werden. Unser Reporter Lukas Matzinger hat sich daher noch einmal in der Welt der Wiener Glut umgesehen.

Apropos Tschocherln: Unser Popkritiker Gerhard Stöger hat den Wiener Songwriter Voodoo Jürgens getroffen und mit ihm über Strizzis, Sozialdemokraten und seine neue Platte gesprochen. Wir fanden das Interview und die Fotos von Heribert Corn so beeindruckend, dass wir es aufs Cover setzten. Viel Freude damit!

Zweimal im Jahr erscheint bei uns im Falter Verlag das tolle Heft "Best of Vienna", wo jeweils die fünf Besten der Stadt - von Naturkosmetik über Lokaleröffnungen bis zu Yogastudios - empfohlen werden. Bekommen Sie nicht nur, aber auch bei uns im Faltershop.


Das FALTER-Abo bekommen Sie hier am schnellsten: falter.at/abo
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde und er Ihnen gefällt, können Sie ihn hier abonnieren.
Weitere Ausgaben:
Alle FALTER.maily-Ausgaben finden Sie in der Übersicht.

12 Wochen FALTER um 2,17 € pro Ausgabe
Kritischer und unabhängiger Journalismus kostet Geld. Unterstützen Sie uns mit einem Abonnement!