In eigener Sache - FALTER.maily #425

Florian Klenk
Versendet am 27.01.2021

so, wir sind so weit. Nächste Woche kann es losgehen. Am Montag starten wir ein neues redaktionelles Projekt. Wir werden Ihnen, so Sie hier Ihre Emailadresse eingeben, ab Februar ein neues digitales Tagesmedium in die Mailbox schicken, den FALTER.morgen, unseren Wien-Newsletter.

Es wird nicht einer dieser Newsletter sein, in die Redaktionen alte Texte aus der Zeitung stecken. Und keine Sorge, es wird darin auch keine eitle Selbstbespiegelung der Chefredaktion geben, das machen andere besser. Sie bekommen von uns etwas ganz anderes: investigative Reportagen, Stadtgeschichten, urbanen Lifestyle und Hedonismus, Event-Tipps, kleine Interviews mit besonderen Stadtmenschen und viele kleine Texte, die Ihnen Wien näher bringen werden.

Martin Staudinger, 52, einer der besten Schreiber des Landes wechselte für das Projekt vom profil zu uns. Soraya Pechtl, 29, warben wir von Puls24 ab. Die beiden werden das Projekt betreuen und aufbauen.

Eines unserer Vorbilder ist der Newsletter "Checkpoint" des Berliner Tagesspiegel, der mittlerweile hunderttausende LeserInnen erreicht. Vergangenes Jahr organisierte Florian Jungnikl-Gossy, unser "Chief Product Officer" eine Reise nach Berlin. Wir wollten uns dort ansehen, wie Tageszeitungen und Wochenblätter die Transformation ins Digitale bewerkstelligen, ohne ihre Printauflagen zu verlieren.

Die Leute vom Tagesspiegel setzen auf einen Newsletter, der Berlin von ganz unten und von ganz oben beschreibt – und zugleich ganz neue LeserInnen für die Printausgabe generierte. Plötzlich hatte der engagierte Bezirksrat, der es sonst nie in die klassische Zeitung schafft, ebenso Öffentlichkeit wie die gewitzte Unternehmerin oder die Polizeiwachstube draußen in der Peripherie.

Wir fahren also zwei Strategien: wir haben die Wochenzeitung Falter in den letzten 10 Jahren zu einem nationalen (und investigativen) Medium ausgebaut, unsere Auflage hat sich in den letzten Jahren verdoppelt, auch dank des exzellenten FALTER-Radio, dem Podcast mit Raimund Löw.

Jetzt wollen wir auch noch qualitativ hochwertigen Lokaljournalismus machen und Ihnen die Möglichkeit bieten, sich frühmorgens abseits der käuflichen Gratiszeitungen über die Stadt, die Stadtpolitik und die Bezirke zu informieren.

Sie müssen dafür nichts tun, außer Ihre Emailadresse unter www.falter.at/morgen zu hinterlegen. Ab 1. Februar liefern wir Ihnen dann morgens um sechs den Newsletter ins digitale Postfach. Sie können ihn am Weg in die Arbeit, beim Frühstück oder gleich im Bett lesen - und wir hoffen, dass Sie uns schreiben, wie Ihnen das neue Medium gefällt.

Sie können im FALTER.morgen übrigens auch inserieren – und für vergleichsweise geringe Kosten zehntausende Menschen erreichen. Wie das geht, erfahren Sie in der Falter Anzeigenabteilung, die Ihnen sogar bei der Gestaltung von Werbetexten hilft. Sie sparen also nicht nur Kosten, sondern auch die Werbeagentur.

Mit Anzeigen habe ich allerdings nichts zu tun, der Newsletter ist – so wie der Falter – zwar durch Werbung finanziert, aber redaktionell unabhängig. Was wir aber zum Start wirklich brauchen sind viele AbonnentInnen, also Sie! Also: hier gehts lang. Schreiben Sie sich ein, empfehlen Sie uns weiter! Willkommen im Klub!

Ihr Florian Klenk


Gute Nachricht Zum Tag

Und was wird aus dem FALTER.maily? Sie haben es vermutlich genauso lieb gewonnen wie wir. Aber zwei Newsletter in der Früh, das wäre auch uns zu viel. Daher wird Ihnen das FALTER.maily ab kommendem Sonntag immer schon am Abend um 17 Uhr zugestellt. Der FALTER.morgen wird also der faktenstarke Nachrichten-Newsletter sein, das FALTER.maily der persönliche, humorvolle, reflektierte, kommentierte Blick zurück auf den Tag. Wir hoffen, Sie werden beide Newsletter aus dem Falter mit Interesse lesen – und zum Dank für die kostenlose Arbeit unsere Zeitung abonnieren. Das geht ganz unkompliziert hier.


Aus Dem Falter 1

Mittwoch ist Falter-Tag. Was bieten wir diesmal? Eva Konzett beschäftigt sich mit der "ZeroCovid"-Bewegung, die einen "solidarischen Lockdown" fordert oder auch mal die Enteignung von Pharmaunternehmen vorschlägt. Was steckt hinter den totalitären Phantasien und wieso brauchen wir dennoch ein Umdenken in der Gesundheitspolitik?

Barbara Tóth wiederum wurde ein sehr sensibles Papier zugespielt. Die AGES hat erhoben, wieviele Menschen in Altersheimen an Covid gestorben sind. Der Befund ist erschreckend und wurde bislang geheim gehalten. Wir denken, dass die Studie Öffentlichkeit verdient.

Dass uns letztlich nur die Impfung helfen wird, ist eine banale Nachricht. Aber wieso haben wir so viele Impfgegner im Land? Matthias Dusini wirft einen Blick zurück in die Geschichte der Impfung. Ein spannendes Feuilleton über das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Pflicht.


Lesetipps

Noch einen besonderen Text haben wir diese Woche im Feuilleton anzubieten: Der Schriftsteller und Essayist Franz Schuh hat anlässlich des 110. Geburtstages von Bruno Kreisky eine faszinierende Rede geschrieben. Wir drucken sie in (fast) voller Länge ab.


Falter Woche

Kunstmessen werden seit Monaten alle abgesagt. Alle? Nein, in Wien wurde sogar eine neue derartige Veranstaltung ins Leben gerufen: Von 28. bis 31. Jänner gibt die Interconti Wien online ihr Debüt. Wie es dazu kommt und warum sich ein Besuch auch virtuell lohnt, beschreibt unsere Kunstexpertin Nicole Scheyerer in der Titelgeschichte der Falter:Woche. Weiters bietet unsere Termin- und Kulturbeilage einen Überblick zu aktuellen Streaming-Angeboten im Theaterbereich sowie historische und aktuelle Filmtipps; der Wiener Cellist Lukas Lauermann berichtet aus seinem Alltag in Zeiten der Pandemie – und dann wäre da noch ein wunderbares Poster der Musikerin Soap&Skin in Heribert Corns aktuellem Beitrag zur Fotoserie "Leuchtkasten".


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