Wie Betrüger Impfgegner auf Telegram abzocken - FALTER.morgen #244

Versendet am 19.01.2022

Wie Betrüger versuchen, Impfgegner auf Telegram abzuzocken >> Neue Vorwürfe im Fall Spanische Hofreitschule >> Schulstreiks für flexible mündliche Matura >> Film-Tipps von Michael Omasta

Wetterkritik: Viel Sonnenschein und milde drei bis fünf Grad am Nachmittag. Ruhiges Wetter also. Nach dem Sturm von vorgestern ist das eine angenehme Abwechslung.


Guten Morgen,

mal ehrlich, haben Sie sich auch schon mal gewünscht, vor zehn Jahren in Bitcoin investiert zu haben? Hätten Sie damals 1.000 Dollar investiert (das sind derzeit umgerechnet 880 Euro), wären Sie laut der amerikanischen Nachrichtenplattform CNBC heute um 2,7 Millionen Dollar (2,44 Millionen Euro) reicher. Das entspricht einem Wachstum von knapp 280.000 Prozent. 

Kein Wunder, dass das Interesse an Kryptowährungen nach wie vor hoch ist. Das führt auch dazu, dass man im Netz mit vermeintlich lukrativen Investitionsmöglichkeiten quasi überschwemmt wird. Aber der Handel mit Bitcoin und Co. ist riskant und nicht alle Angebote im Netz sind seriös. Glauben Sie mir, ich weiß wovon ich rede: Für Recherche-Zwecke bin ich in verschiedenen Telegram-Gruppen von Corona-Maßnahmen-Gegnern und Verschwörungsideologen unterwegs. Mit ihnen wurde ich im vergangenen Monat zum Ziel von Internetbetrügern. Wie es dazu kam, erzähle ich Ihnen gleich.

Außerdem: Meine Kollegin Eva Konzett berichtet über Neuigkeiten zum Skandal rund um die spanische Hofreitschule. Und Michael Omasta weiß, welche Filme Sie diese Woche nicht verpassen sollten.

Einen schönen Tag wünscht Ihnen

Soraya Pechtl


19.1.: HERMANN’s Tipp des Tages

Fun Fact, um beim nächsten Smalltalk zu punkten: Pilze sind weder Pflanze noch Tier, sondern bilden als Funghi ihr ganz eigenes Reich.

Die vegetarischen Produkte von HERMANN sind aus selbstgezüchteten Kräuterseitlingen, Reis, Hühnerei, Öl und Gewürzen – alles in Bio-Qualität, mit ganz viel Biss und Geschmack.

www.hermann.bio

„Wir betrügen euch hier nicht“

Die Internet-Kriminalität ist auf einem Allzeithoch. Mit welchen Tricks Gauner versuchten, mir auf dem Messengerdienst Telegram Geld abzuluchsen.

Wie eine Betrügerin sieht Elke D. auf ihrem Profilfoto beim Messengerdienst Telegram nicht aus. Im Gegenteil. Die Frau mittleren Alters wirkt mit ihrer Perlenkette, dem konservativ geföhnten Kurzhaarschnitt und der Sekretärinnen-Brille eigentlich sehr vertrauenswürdig. Aber der Schein trügt. 

Elke hat mich vor einer Woche auf Telegram angeschrieben und mir ein Angebot gemacht, das zu schön ist, um wahr zu sein. Ich soll 2.000 Euro in eine Kryptowährung auf einer Plattform namens Tristone Finance investieren, dann wird mir „zu 100 Prozent” ein täglicher Gewinn von zwei Prozent ausgeschüttet, verspricht sie. In einem Monat hätte ich so bereits 1.240 Euro dazuverdient, und je mehr ich einzahle, desto höher wird mein Ertrag. Garantiert. Elke sagt, sie habe ihr Geld selbst auf der Plattform angelegt und mache jede Woche einen Gewinn von 2.000 Euro. 

Und Elke ist nicht die einzige, die mir dieser Tage den Goldtopf am Ende des Regenbogens verspricht. Etwa zeitgleich werde ich der Gruppe Coindesk Krypto Währung hinzugefügt. Agent Jonas – er ist derjenige, der mein Geld an den Bitcoin-Märkten handeln soll – begrüßt mich auf Englisch mit den Worten „Wir sind hier um zu helfen, nicht um zu schaden. Du wirst dein hart verdientes Geld nie verlieren”.

„Wir betrügen hier nicht" © Screenshot Telegram

Jonas wirkt nicht so vertrauenswürdig wie Elke – sein Profilbild ist ein Agenturfoto, auf dem man eine Hand mit Golduhr am Lenkrad eines Audis sieht. Dafür lockt er mich mit umso höheren Gewinnen: Wenn ich ihm einen Tausender anvertraue, würde er mindestens 10.000 Euro für mich rausholen. 

Aber nicht nur Typen mit protzigen Uhren und Frauen, die wie nebenberufliche Tupperware-Party-Gastgeber aussehen, keilen mich an. Auch angeblich tugendhafte Christen versprechen mir das finanzielle Paradies. Im Glass Node Krypto-Austausch werde ich mit einem Jesus-GIF und dem offenbar von Google Translate übersetzten Satz „Vielen Dank an Gott den Allmächtigen für einen brandneuen Tag” begrüßt. 

Allein diesen Monat wurde ich in mindestens sechs verschiedene Telegram-Gruppen hinzugefügt, die mir Gewinne mit Investitionen in Kryptowährungen versprochen. Das ist kein Zufall.

Die Kriminalität im Netz ist während der Corona-Pandemie weiter gestiegen und derzeit so hoch wie nie. Laut dem Bundeskriminalamt wurden 2020 35.915 Cybercrime-Delikte angezeigt, mehr als die Hälfte davon entfällt auf den Bereich Internetbetrug. Und dabei stehen besonders Kryptowährungen hoch im Kurs. Laut der amerikanischen Marktforschungsfirma Chainalysis haben mutmaßliche Betrüger im Vorjahr mit diesen neuen, elektronischen Zahlungsformen rund 14 Milliarden Dollar eingesammelt. 

Spannend daran ist aber nicht nur die Betrugsmasche von Elke, Jonas und Co. (ehrlicherweise gehen die meisten ziemlich dilettantisch vor) – sondern auch die Art und Weise, wie sie auf mich aufmerksam geworden sind. Denn die Internetbetrüger haben eine neue Zielgruppe für sich entdeckt: Die Corona-Leugner.

Warum sich die Betrüger ausgerechnet Corona-Leugner als Zielgruppe ausgesucht haben und wie Sie die Masche der Betrüger erkennen, lesen Sie morgen und übermorgen in unserer dreiteiligen Serie.

In Österreich werden sogar festgelegte Maßeinheiten minimiert: „Gemma no auf a Vierterl?“

Harry Bergmann sinniert in seiner aktuellen Kolumne über den österreichischen Hang zur Verkleinerung, der letztlich auch zu einem Impfpflichterl geführt hat.

„Grob falsch“

Ein ehemaliger Oberbereiter der Spanischen Hofreitschule wehrt sich gegen die lasche Aufarbeitung des Maestoso-Fantasca-Skandals.

Von Eva Konzett und Fabian Graber

„Oberflächlich, einseitig und sogar grob falsch“: Das Urteil des ehemaligen ersten Oberbereiters Klaus Krzisch hätte vernichtender nicht ausfallen können. Gestern Vormittag haben er und sein Anwalt Dominik Konlechner bei einer Pressekonferenz im Café Prückel ihre Sicht auf den Fall Maestoso Fantasca-67 dargelegt – jenes Pferdes der Spanischen Hofreitschule, das dort eingesetzt wurde, aber nicht wie alle anderen der Republik gehört, sondern der Tochter des langjährigen Aufsichtsratschefs Johann Marihart.

Ehemaliger Oberbereiter Klaus Krzisch (r.) mit seinem Anwalt Dominik Konlechner © FALTER/Fabian Graber

Erst Anfang Jänner ist Marihart zurückgetreten. Inzwischen ermittelt aufgrund einer Anzeige ebenjenes Klaus Krzisch die Staatsanwaltschaft wegen Untreue (wir haben berichtet). Der ehemalige erste Oberbereiter und damit Chef der sogenannten Reitbahn war 2009 von der damalige Geschäftsführerin Elisabeth Gürtler ins Ausgedinge geschickt worden. Das Arbeitsverhältnis von Krzisch, der mit 15 Jahren als Eleve in die Reitschule eingetreten war, endete vor dem Arbeitsgericht. Dort bekam er letzten Endes Recht.

Nicht erst seit damals gilt der mittlerweile 71-Jährige als prononcierter Kritiker des „System Gürtler“. Die ehemalige Sacher-Chefin hatte die Spanische Hofreitschule ordentlich umgebaut, Gehaltskürzungen durchgesetzt und der 450 Jahre alten Institution betriebswirtschaftliche Parameter verordnet. 

Vielen Kritikern gilt das als Anfang eines schleichenden Endes. Die Spanische Hofreitschule ist der oberste Hüter der Klassischen Reitkunst. Mit Excel-Listen kann man diese nicht einfangen. Die „Perfomance“ der Tiere nicht skalieren. Zumal der neue Kurs die alten Probleme nicht löste: Schon vor der Corona-Pandemie hatte die Hofreitschule Verluste geschrieben. Im Lockdown und ohne Touristen sowieso.

Aus diesem Grund müsse man die Hofreitschule – eine Gesellschaft öffentlichen Rechts, die der Republik gehört – aus dem Landwirtschaftsministerium wegholen, zu dem sie ressortiert, fordert nun Krzisch. Das sei nicht die richtige Adresse für solch renommierte Kultureinrichtung. Fazit: Man könne die älteste Reitschule der Welt nicht mit Gewinn führen. Das versuche man bei der Staatsoper ja auch nicht.

Der Umzug in neues Ressort würde auch ein Netzwerk hinter der Hofreitschule kaltstellen. Es gilt als offenes Geheimnis, dass Elisabeth Gürtler 2007 von Erwin Pröll favorisiert und von seinem Neffen, dem damaligen Landwirtschaftsminister Josef Pröll, durchgesetzt wurde. Der nun zurückgetretene Aufsichtsratschef Marihart führte in seiner aktiven Berufszeit mehr als drei Jahrzehnte lang den niederösterreichischen Milliardenkonzern Agrana. Sein interimistischer Nachfolger dort heißt Andreas Herzog, ist Spitzenbeamte im Gesundheitsministerium, und der ÖVP nicht fern. Wenig überraschend, dass Herzog inzwischen eines klar gemacht hat: Die Spanische Hofreitschule gedenkt nicht, sich dem strafrechtlichen Verfahren, bei dem ­offenbar sogar gegen einen der amtierenden Geschäftsführer ermittelt wird, als Privatbeteiligte anzuschließen.

von Florian Kappelsberger

11.15 Uhr: Die Schulglocke läutet, immer mehr junge Menschen strömen aus dem Haupteingang des GRG 6, um sich in der engen Rahlgasse im 6. Bezirk zu versammeln. Es herrscht gelöste Stimmung wie auf dem Pausenhof, das Anliegen dagegen ist ernst: Die Schülerinnen und Schüler fordern mehr Schutz vor der Pandemie und eine flexible Regelung bei der Matura.

Ihr Konzept: Die mündliche Reifeprüfung soll wie in den vergangenen beiden Jahren freiwillig sein; wer nicht dazu antritt, bekommt die Jahresdurchschnittsnote. Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) lehnt das allerdings entschieden ab und pocht auf Präsenzprüfungen.

„Wir merken seit zwei Jahren, dass wir mit Füßen getreten werden“: streikende Schüler vor dem GRG 9 in der Rahlgasse © APA/Roland Schlager

Zur Aktion aufgerufen hatte unter anderem die SPÖ-nahe Aktion kritischer SchülerInnen (AKS). Nachdem ein offener Brief an das Ministerium unbeantwortet geblieben war, wird nun gestreikt. Auf den Zetteln liest man etwa „Für eine gerechte Matura“, „Mental health matters“, „Durchseuchung stoppen“ oder – quasi performativ – „Wir streiken!“.

Schülersprecher Mati Randow äußert die Frustration vieler Maturanten gegenüber der türkis-grünen Coronapolitik: „Wir merken seit zwei Jahren, dass wir mit Füßen getreten werden.“ Die starre Haltung der Regierung in der Frage der mündlichen Matura habe das Fass nun zum Überlaufen gebracht. Nach Angaben der Organisatoren beteiligten sich gestern mehr als 150 Schulen mit Streiks in verschiedenen Formen – AHS-Direktoren sprachen dagegen von einem „Randphänomen“.

In der Rahlgasse ist der Medienrummel erwartbar groß, mehrere Kamerateams sind vor Ort. Einige Schüler spielen ironisch mit der Szenerie und improvisieren untereinander eine Interviewsituation: ein Wrap als Mikrofon, ein geschulterter Metallkoffer als Kamera und ein Besen als Tonangel.

Auch Randows Klassenkameradin Mira nimmt am Protest teil. „Es ist uns wichtig, ein Zeichen zu setzen“, erklärt sie – gerade für jene Maturanten, die weniger privilegiert sind und durch das Homeschooling vor besondere Herausforderungen gestellt würden. Die Lösung? „Ich finde eine Stoffreduzierung wichtig“, so die Schülerin der 8B. Auch sollte man über den Vorschlag diskutieren, die mündliche Matura wie in den vergangenen Jahren freiwillig zu machen.

Am Rande der Demonstration steht Direktorin Ilse Rollett. Wie blickt man in der Schulleitung auf diesen Streik? „Das Anliegen ist sicherlich legitim“, so Rollett, da ließe sich der Ausfall einer Unterrichtsstunde verkraften. Die Schülerinnen und Schüler würden nicht ausreichend geschützt, zugleich würden Leistungen verlangt als wäre Normalbetrieb: „Ich finde es ungerecht und auch zynisch gegenüber den Maturanten.“ Beim Ablauf der Matura befürwortet Rollett eine Kompromisslösung wie im letzten Jahr, auch die Lehrerbelegschaft stehe dahinter.

Die Direktorin erwartet, dass das Bildungsministerium demnächst in Dialog mit den Schulsprechern tritt. Sollte sich von Seiten der Regierung allerdings nichts bewegen, haben die Schülerinnen und Schüler bereits weitere Streiks angekündigt.


Und noch ein paar Nachrichten aus den Bezirken: Am Alsergrund findet dieses Jahr vom 1. Juli bis zum 31. August 2022 wieder der Kultursommer statt. Die Bezirksvorstehung hat die Veranstaltung im Vorjahr ins Leben gerufen, um lokalen Künstlern im Krisenjahr unter die Arme zu greifen. Konkret können Anrainer und Künstlerinnen hier bis zum 28. Februar Projektideen (etwa Konzerte, Ausstellungen oder Theateraufführungen) einreichen. Für die Umsetzung stehen 40.000 Euro zur Verfügung. 


In den Semesterferien kommt es bei den Straßenbahnlinien 43 und 44 zu Verzögerungen. Der 43er wird wegen Gleisbauarbeiten am Frankhplatz zwischen Neuwaldegg und Alser Straße kurz geführt. Der 44er fährt zwischen 7. und 13. Februar gar nicht. Ersatzweise ist die Linie 33 über die Alser Straße bis zur Maroltingergasse unterwegs.


Immer mehr Menschen steigen auf Elektro-Autos um. In Wien hat sich der Anteil der Neuzulassungen von E-PKW im Vorjahr verdoppelt und ist auf über zwölf Prozent gestiegen. Mit 41 Prozent wurden in keinem anderen Bezirk Österreichs mehr E-Autos angemeldet als in Ottakring. 

In welchem Bezirk ist der Anteil neuzugelassener E-Autos mit 4 Prozent am geringsten? 

  1. In Simmering

  2. In der Donaustadt

  3. In der Inneren Stadt

Auflösung von gestern: Der Grundstein für das Schloss Schönbrunn wurde im Jahr 1695 gelegt (nicht 1623 oder 1732). Quelle: Stadt Wien

ausgewählt von Lisa Kiss

In der Londoner Clubszene der 1990er der deutsche Fotokünstler Wolfgang Tillmans  (*1968) jene Motive, die ihm internationale Bekanntheit bescherten. Seine Schau „Schall ist flüssig“ nimmt mit auf eine Zeitreise, in der Porträts und Stillleben aus der Subkultur mit jüngeren Serien, etwa Fotos von Sternenhimmeln oder fotochemischen Reaktionen, verknüpft werden. Es gehe im um Grenzbereiche des Sichtbaren, sagt der Turner-Prize-Träger, der auch sein politisches Engagement gegen Diskriminierung und für die EU („Remain“-Kampagne gegen den Brexit) nicht ausspart. (Nicole Scheyerer)

Mumok - Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, 10.00-18.00 (bis 24.4.)

Yousif T. Ahmed: I’m no longer human

Aus seinem Heimatland Irak geflüchtet, lebte Yousif T. Ahmed im Libanon, in Syrien und der Türkei, bevor er 2015 nach Wien kam. Seine Biografie ist geprägt von Gewalt, Krieg, Verlust und Flucht. Ahmed arbeitet als Musiker, 3D-Designer und Schauspieler, 2018 war er in der Kategorie beste Nebenrolle für den Nestroy-Preis nominiert.

Sein erster Gedichtband heißt „I'm no longer human", wurde auf Englisch geschrieben und von Mathias Kropfitsch überzeugend ins Deutsche übertragen. In einem Text heißt es: "Ich schlief in meinem Bett.. / Als das Universum das Glück gleichmäßig unter den Anwesenden verteilte!" Ahmed nimmt seine Leserschaft durch diese Prosagedichte auf eine Achterbahnfahrt mit. (Kirstin Breitenfellner)

Die gesamte Rezension und mehr über das Buch unter faltershop.at

ausgewählt von Michael Omasta

Spencer

© Verleih

Nach seinen Filmen über Jackie Kennedy und Pablo Neruda hat sich Regisseur Lorraín nun der 1997 unter tragischen Umständen verstorbenen Prinzessin Diana Spencer angenommen. Zwischen Legende und Wahrheit imaginiert er drei Tage Weihnachten bei den britischen Royals. Kurz vor der Ankunft auf dem Anwesen Sandringham in Norfolk hat Diana von Charles' Affäre mit Camilla erfahren und wandelt fortan zwischen Magersucht und Aufbegehren stets am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Rockt überdimensionale Perlenohr- und Augenringe als blonde Schmerzensfrau: Kristen Stewart.

Regie: Pablo Larraín, D/GB 2021


Wanda, mein Wunder

Schweizer Industriellenfamilie engagiert Wanda, eine junge Pflegekraft aus Polen, für die Betreuung ihres nach einem Schlaganfall behinderten Familienoberhaupts. Als sie schwanger wird, brechen Chaos und Empörung unter ihren Arbeitgebern aus. Als auch noch Wandas aufgebrachte Eltern aus Polen mitsamt Kuh Mathilda in der Villa am Genfer See auftauchen, schlägt sich die eingangs hintergründige Komödie, die gesellschaftliche Klischees und Ungerechtigkeiten verhandeln wollte, endgültig auf die Seite der Farce. Das glänzende Ensemble immerhin macht mehr aus den Figuren als das Skript diesen zugesteht, allen voran Agnieszka Grochowska in der Titelrolle, Marthe Keller als Industriellengattin und Brigit Minichmayr als misstrauische, biestige Tochter. (Michael Omasta)

Regie: Bettina Oberli, CH 2020


Scream 5

Zehn Jahre nach dem vierten Teil der "Scream"-Reihe sucht neuerlich ein Killer im Ghostface-Kostüm die Teenager der Kleinstadt Woodsboro heim. Beim Versuch, seine Identität zu lüften, helfen die Regeln des Slasher-Genres sowie seine Widersacher aus den früheren Filmen. Horror-Nachschlag mit nostalgischer 1990er-Note, ein Muss für Fans des Genres.

Regie: Matt Bettinelli-Olpin, Tyler Gillett, USA 2021


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Produktion: Julia Allinger
FALTER
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