Tatwaffe: Liquid Ecstasy – eine dunkle Geschichte von Sex und Mord - FALTER.morgen #331

Versendet am 23.05.2022

Liquid Ecstasy als Tatwaffe bei mehreren Verbrechen >> Der desaströse Umgang von Stadt und Politik mit Missbrauchs-Verdachtsfällen in einem Wiener Kindergarten >> Grätzelrundgang am Neuen Markt

Wetterkritik: So darf es gerne ein Weilchen bleiben – heiter und leicht windig bei bis zu 26 Grad, und damit frühsommerlich, wie es sich für Ende Mai gehört.


Guten Morgen!

Heute erzähle ich Ihnen eine Geschichte, die einem sogar an einem warmen Frühsommertag wie heute die Gänsehaut aufsteigen lassen kann – wenn Sie dafür frühmorgens noch nicht in der richtigen Stimmung sind, dann scrollen Sie einfach ganz weit nach unten, dort nimmt Sie nämlich Florian Holzer mit ins nette Grätzel um den Hohen Markt.

Vorher geht um einen möglichen Doppelmord in Österreich, der erstaunliche Parallelen mit einer Mordserie im spanischen Bilbao aufweist: Im vergangenen Jahr soll ein 52-jähriger Mann in Wien zwei homosexuelle Männer getötet haben. Die Tatwaffe: Liquid Ecstasy, verabreicht durch Injektion in den Oberarm. Einen dritten Mann soll der Beschuldigte, der seit Herbst in Untersuchungshaft sitzt, ebenfalls unter Drogen gesetzt und anschließend ausgeraubt haben. Kennengelernt hatte er seine Opfer über eine Dating-Plattform. 

Nur drei Tage vor seiner Verhaftung im September 2021 war im spanischen Baskenland ein ganz ähnlicher Fall aufgeflogen: Dating-Plattform, Liquid Excstasy, (mutmaßlicher) Mord, und zwar gleich in acht Fällen. 

Die beiden Verbrechen stehen nach bisherigen Erkenntnissen in keinem direkten Zusammenhang miteinander – Gemeinsamkeiten haben sie über den modus operandi hinaus aber viele. Welche, das erzähle ich Ihnen gleich. 

Und dann haben wir heute leider noch ein unangenehmes Thema auf dem Programm: Den Missbrauchsverdacht in einem Wiener Kindergarten, mit dem sich die Eltern möglicherweise betroffener Opfer von der Stadt und der Politik völlig alleingelassen fühlen.

Morgen wird’s wieder erfreulicher, versprochen!

Einen schönen Tag wünscht Ihnen

Soraya Pechtl

PS: Sie sind Mitglied einer Bürgerinitiative und wollen uns erzählen, für welches Anliegen Sie kämpfen? Antworten Sie auf dieses Mail und wir schicken Ihnen einen Fragebogen zu.


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Gipfeltreffen der internationalen Kreativszene in Wien

Das Kreativwirtschaftsfestival Creative Days Vienna widmet sich am 1. und 2. Juni der Frage, wie digitale Technologie unsere Kultur und Kreativwirtschaft verändert.

Auf Einladung der Wirtschaftsagentur Wien und im Rahmen des Startup-Festivals Vienna’UP 22 kommen über 30 hochkarätige, führende Kreativköpfe aus Kunst, Kultur und Wissenschaft nach Wien.

Gefährlicher Stoff

In Wien und Bilbao sorgen derzeit mehrere Morde an homosexuellen Männern für Schlagzeilen. Was ist da los?

Sind die frappierenden Ähnlichkeiten zwischen dem mutmaßlichen Doppelmord in Wien und einer Mordserie in Bilbao Zufall? Ja, heißt es von der Staatsanwaltschaft Wien, die wegen zweifachen Mordes und schweren Raubs ermittelt. Die Fälle in Wien und Spanien stünden nicht miteinander in Zusammenhang, sagt Sprecherin Nina Bussek.

Tatwaffe: Injektionsnadel © pixabay

Vom Tathergang abgesehen gibt es noch eine Gemeinsamkeit: Sowohl in Bilbao als auch in Wien ging man zuerst von einem Drogentod der Opfer aus. Um das zu verstehen, sollten wir einen Blick auf das Phänomen Chemsex werfen. 

Chemsex bedeutet Geschlechtsverkehr unter Drogeneinfluss. Beliebte Substanzen, sogenannte „Chems”, sind Methamphetamine, Ketamin und GHB - besser bekannt als Liquid Ecstasy - die enthemmend und lussteigendernd wirken. 

Bereits seit einigen Jahren ist die Praxis in homosexuellen Communities weltweit verbreitet. Die BBC beschrieb 2015 einen wachsenden Trend in London. In der britischen Hauptstadt wurden in den vergangenen Jahren mehr als 60 Todesfälle im Zusammenhang mit Chemsex registriert – mehrere davon durch Mord. Eine Befragung aus dem Jahr 2017 zeigt, dass rund 20 Prozent der schwulen Männer in Wien mindestens die Hälfte ihrer sexuellen Kontakte unter Einfluss „diverser Substanzen” erlebt hatten. 

Das große Problem: Chemsex ist gefährlich

„Neben den Risiken für die körperliche Gesundheit, etwa durch falsche Dosierungen, sind auch die Risiken beim Sex unter Einfluss von Chems zu nennen. Die Gefahr von Verletzungen auf Grund die gesteigerte Enthemmtheit bestehen ebenso, wie die erhöhte Infektionsgefahr durch ungeschützten Sex”, sagt Horst Schalk, Allgemeinmediziner und Mitbegründer des Chemsex-Netzwerks. Die Plattform will über die Gefahren von Chemsex aufklären und Unterstützung anbieten. 

Oftmals lernen die Männer ihre Chemsex-Partner über Dating-Apps wie Grindr kennen – ein weiteres Risiko. Denn dort findet man nicht nur schnell neue Sexualpartner, „auch der Austausch über vorhandene Substanzen” läuft unkompliziert, heißt es auf der Homepage des Chemsex-Netzwerks. Wenn die Männer ihren Sexpartner nicht kennen, wird der Kontrollverlust gefährlich. Denn bei einer Überdosierung wirkt Liquid Extasy wie K.O.-Tropfen. 

Der Verdächtige von Bilbao könnte seine Opfer etwa betäubt haben, um sie leichter auszurauben, meint der Psychologe und Kriminologe Vicente Garrido in der spanischen Zeitung La Vanguardia. Eine andere Theorie: Er könnte sich seine Opfer aus Schwulenhass ausgesucht haben: „Weil er Freude daran hatte, sie zu töten”, meint Garrido.

Über die Motive des Wiener Täters ist noch nichts bekannt. Er selbst sagt, er und seine Partner hätten die Substanzen zur Luststeigerung eingenommen. Die Staatsanwaltschaft geht zumindest von einem bedingtem Tötungsvorsatz aus.

Eine gute Nachricht gibt es aber: Weder die Gleichbehandlungsanwaltschaft noch Schalk haben eine feindselige Stimmung gegenüber der homosexuellen Community wahrgenommen. 

Informationen über Chemsex und Beratungsstellen finden Sie hier

Wenn Sie Belästigung oder Missbrauch erfahren haben, können Sie sich an die Gleichbehandlungsanwaltschaft oder die homosexuellen Initiative HOSI wenden. 

Liebe FALTER.morgen Community

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Ein neuer Virusausbruch sorgt für Schlagzeilen: In den vergangenen Wochen wurden in den USA, Kanada, Australien und acht europäischen Länder Infektionen mit Affenpocken gemeldet. Seit gestern gibt es auch in Österreich einen Fall – in Wien wurde eine Person mit entsprechenden Symptomen positiv auf das Virus getestet.

Die schon lange bekannten Affenpocken verursachen Symptome wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie einen Ausschlag, der oft im Gesicht beginnt und dann auf andere Körperteile übergreift. Die Krankheit verläuft in den meisten Fällen mild und gilt als nicht besonders infektiös. Voraussetzung für eine Ansteckung ist in der Regel enger Körperkontakt.

Mit den Affenpocken beschäftigt sich auch Armin Thurnher in seiner Seuchenkolumne – bzw. überlässt er seinen Text wie jede Woche einmal dem Epidemiologen Robert Zangerle. Und der kommt zu einer eher beruhigenden Einschätzung: Dass das Virus, das in einigen Ländern Zentral- und Westafrikas endemisch ist, derzeit häufiger in Europa auftritt, sei wohl nicht auf eine Mutation mit höherer Infektiosität zurückzuführen. „Es wird von den meisten Experten nicht erwartet, dass sich die Affenpocken zu einer weltweiten Pandemie ausweiten, die lange Inkubationszeit sollte das bei sorgfältigem Contact Tracing verhindern. Ärzte und diagnostische Labors sollten dennoch vorbereitet sein.“

Die Seuchenkolumne können Sie hier kosten- und folgenlos abonnieren.


Seit jeher ärgern sich Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonal des Rainergymnasiums im 5. Bezirk darüber, dass die letzten Meter ihres Schulwegs einem Flaschenhals gleichen – 900 Personen müssen sich binnen kurzer Zeit über einen kaum drei Meter breiten, straßenseitig komplett zugeparkten Gehsteig ins Gebäude quetschen.

Wollen mehr Platz und mehr Grün: Schülerinnen und Schüler des Rainergymnasiums im 5. Bezirk © Rainergymnasium

Das ist nicht nur unangenehm, sondern führt immer wieder auch zu gefährlichen Situationen für allem für die jüngeren Kids. Jetzt wird gefordert, den Gehsteig der Kriehubergasse (Schulseite) beginnend vom Rainergymnasium bis zum Ende des Sportplatzes um die Größe eines Längsparkplatzes zu verbreitern und im Zuge dessen mit Bäumen zu begrünen – auch im Sinne der Anrainer. Mit Hilfe eines Bauingenieurs haben Schülerinnen und Schüler bereits dem Platzbedarf für die Umgestaltung vermessen, am Freitag verliehen sie ihrem Anliegen mit einem Flashmob Nachdruck.

Martin Staudinger

Diese entsetzliche Ungewissheit

Nach monatelang vertuschten Missbrauchsvorwürfen in einem Kindergarten fühlen sich die Eltern mit schlimmsten Befürchtungen alleingelassen. Die Stadt und die Politik scheitern daran, ihnen zu helfen.

Es ist der Alptraum aller Eltern: Zu wissen oder auch nur befürchten zu müssen, dass ihren Kindern etwas angetan wurde. Genau diesen Alptraum erleben derzeit Mütter und Väter, die ihre Kids einem Kindergarten der Stadt Wien in Penzing anvertraut haben. Sie wurden vor wenigen Tagen von schweren Missbrauchsvorwürfen gegen einen männlichen Kinderpädagogen informiert. Mehr noch: Sie mussten erfahren, dass diese Vorwürfe bereits seit mehr als einem Jahr im Raum stehen, aber nur ein kleiner Kreis von erkennbar Betroffenen davon in Kenntnis gesetzt wurde.

Symbolbild: Die Übergriffe sollen sich in einer Krabbelgruppe zugetragen haben © APA/dpa/Julian Stratenschulte

Die Eltern wissen also nicht, ob möglicherweise auch ihre eigenen Kinder Opfer von Übergriffen wurden; sie können auch schwer danach fragen – nicht zuletzt, weil sich die Vorfälle in einer Krabbelgruppe zugetragen haben sollen; und sie müssen es hinnehmen, dass möglicherweise monatelang Zeit verschwendet wurde, um mögliche Traumatisierungen zu behandeln. Sie fühlen sich, wie mehrere von ihnen dem FALTER.morgen gegenüber klagen, völlig alleingelassen.

Und sowohl die Stadt, als auch die Politik machen einen alles andere als guten Job dabei, Hilfeleistung zu geben.

  • Nachdem die Verdachtslage monatelang geheimgehalten wurde, gibt es auch jetzt seitens der Stadt keine verlässlichen Informationen darüber – im Gegenteil: Manche Auskünfte sind sogar irreführend. Die zuständige MA10 sprach tagelang von lediglich einem einzigen Fall; nach Auskunft der Staatsanwaltschaft wird inzwischen jedoch in vier ermittelt. Der erste wurde im März 2021 angezeigt, zwei weitere im Lauf des Jahres und ein vierter kürzlich, nach Bekanntwerden der Vorwürfe. Nach APA-Recherchen dürfte es mindestens noch einen weiteren Verdachtsfall geben, der aber noch nicht bei der Staatsanwaltschaft gelandet ist. Der Rechtsanwalt Johannes Bügler vertritt nämlich nach eigenen Angaben fünf Elternpaare, deren Kinder Symptome eines möglichen Missbrauchs zeigen sollen.

  • Ein Elternabend, der am Donnerstag zur Beruhigung der Situation abgehalten wurde, verlief nach Schilderung von Teilnehmern chaotisch und hinterließ (siehe oben) mehr Fragen als Antworten. Der zuständige Stadtrat, Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (Neos), ließ sich dabei nicht blicken …

  • … und präsentierte tags darauf ein Maßnahmenpaket, das eher nach politischem Standard-Beruhigungsprogramm klingt: Austausch der Kindergarten- und der übergeordneten Regionalleitung; Unterstützung durch die Kinder- und Jugendanwaltschaft und den Kinderschutzverein Möwe; Ausarbeitung eines generellen Kinderschutzkonzepts; und eine Kommission zur Aufarbeitung der Vorwürfe, auf die Wiederkehr bei Fragen nach weiteren Auskünfte verwies. Wann sie Ergebnisse präsentieren kann, ist allerdings unklar.

Klar ist bislang nur eines: Der desaströse Eindruck, den die Stadt und die Politik beim Umgang mit diesem Fall hinterlässt.

Neuer Markt

© ARGE KARTO

Woran lag es, dass der Neue Markt in den vergangenen Jahrzehnten stets Nebenschauplatz blieb? An der morbiden Aura der Kapuzinergruft? Am Umstand, dass keine Hietzinger Pseudo-Mods mehr zum Donnerbrunnen kamen? Oder vielleicht daran, dass der Platz die längste Zeit als Autoverwahrstelle für Kärntner-Straßen-Shopper diente? Na ja, dem ist die Stadt ja begegnet, indem hier eine Mega-Tiefgarage gebaut wird. Die nördliche Hälfte des umgestalteten Platzes ist fertig, einige Lokale haben wieder offen, bekamen während des Tiefbau-Projektes ein optisches Update, bei der südlichen Hälfte wird zwar auch schon gepflastert, hier tut sich einstweilen aber noch recht wenig.

In der Plankengasse hat die einzige Wiener Filiale des in Graz allmächtigen Prestige-Bäckers Martin Auer im Zuge des Brot-Booms in den vergangenen zehn Jahren sein Profil geschärft. Das Le Bol hat wieder aufgesperrt und bekam einen ziemlich adretten Gastgarten. Im Stadthaus der Kurkonditorei Oberlaa veränderte sich eine Menge: Die antiquierte Konditorei wich einem luziden, weiß verfliesten Süßspeisen-Tempelraum, zur Kupferschmiedgasse bekamen die Favoritner Konditoren einen designermäßig abgerundeten, zweistöckigen Wintergarten.

Neuigkeiten auch in der Marco-d'Aviano-Gasse: Roberto Pavlovic-Hariwijadi übernahm vorigen September die legendäre Reiss und machte daraus eine dritte Roberto-Bar.

Den gesamten Grätzelrundgang von Florian Holzer lesen Sie hier.

Wieviele Honigbienenstöcke gibt es in Wien?

1) 1.000

2) 3.000

3) 5.000

Auflösung von Freitag: Die Reichsbrücke ist am 1. August 1978 eingestürzt. Am selben Tag verunglückte Niki Lauda am Nürnburgring.

Lisa Kiss

Musiktheater

In die beste aller Welten geht es mit dem Jugend-Open-Air des Theaters an der Wien. Die Wanderoper „Retirada“ basiert auf Voltaires „Candide“, den musikalischen Rahmen bildet Dvořáks 9. Sinfonie „Aus der Neuen Welt“. Ausgehend von der Kammeroper spazieren die jungen Darsteller und das Publikum zwei Kilometer durch die Stadt und lauschen großen Chören, Ensembles, Szenen und Choreografien. (Miriam Damev)

Kammeroper, Mo 11.00

Thomas Hofmann, Mathias Harzhauser: Wiener Naturgeschichten

Geburtenkontrolle im Wiener Tiergarten, ein stinkender Walkadaver im Prater: Für „Wiener Naturgeschichten" haben sich Thomas Hofmann von der Geologischen Bundesanstalt und Mathias Harzhauser vom Naturhistorischen Museum zusammengetan. Sie berichten von Tieren und Pflanzen, Rohstoffen, Wasser, Wind und Wetter, alles in Form flott geschriebener „G'schichteln".

Vieles erfährt man en passant: etwa, dass es in Schönbrunn zeitweise zu viel Löwennachwuchs gab und die Löwinnen (!) unters Messer mussten. Beim Wiener Untergrund geht es nicht nur um den Abbau von Lehm, sondern auch um die Suche nach Öl und Gas. Und wussten Sie, dass Michael Häupl nicht der einzige Biologe unter Wiens Bürgermeistern war? Kajetan Felder, Stadtoberhaupt bis 1878, war eine Kapazität in der Schmetterlingsforschung. (Alfred Pfoser)

Die gesamte Rezension und mehr über das Buch unter faltershop.at

InGaGa: Initiative Gasgasse

Das Grätzeldreieck ist ein strategisches Schema für eine langfristige Stadtteilentwicklung © Clemens Dill

Unser Anliegen in einem Satz

Wir engagieren uns für die Aufwertung des öffentlichen Raumes mit Fokus auf den Klimawandel, neue Mobilität und soziales Miteinander im Grätzel hinter dem Ikea am Westbahnhof

Wo wir sind

Wir sind überwiegend im Genossenschaftsbau in der Gasgasse in Rudolfsheim-Fünfhaus zu Hause

Wieviele wir sind

Die Initiative wird derzeit von etwa 12 bis 15 Personen getragen

Seit wann es uns gibt

Etwa 2015

Was wir erreicht haben

  • Wir haben erreicht, dass der von der Schließung bedrohte Hof unseres Genossenschaftsbaus in der Gasgasse für alle öffentlich zugänglich bleibt. Dieser Hof ist eine Oase im dicht bebauten Grätzel.

  • Infolge der Ansiedlung des Ikea am Westbahnhof haben wir ein Beteiligungsverfahren zur Gestaltung des Langauer Platzes hinter dem Westbahnhof durchgesetzt. Dafür haben wir Konzepte für eine dichte Begrünung und sanfte Mobilität erarbeitet. Wir haben auch Vorschläge für die Aufwertung des vom Auto dominierten öffentlichen Raumes hin zu einem Begegnungsraum für Menschen gemacht.

  • Die Initiative wurde 2021 mit dem Klimaschutzpreis Klip15 ausgezeichnet.

Wo und woran wir bislang gescheitert sind

  • Wir vermissen große und mutige Umsetzungsschritte bei der Klimapolitik und bei BürgerInnenbeteiligungsverfahren: Es bräuchte zum Beispiel eine Umgestaltung und Verkehrsberuhigung über die Grätzelzonen hinaus. Auch aktive Bekenntnisse zur Inklusion und Diversität im 15. Bezirk wären nötig. Man könnte öffentliche Aufenthaltsangebote an gesellschaftliche Randgruppen (etwa wohnungslose Menschen) machen.

  • Unsere Versuche, unser Engagement als positives Partizipationsprojekt bottom-up in Wien sichtbar zu machen, sind bisher leider erfolglos geblieben.

Wie Sie uns erreichen können

Clemens Dill, Tel: 0699. 11 68 39 92

Mail: clemens.dill@gmx.net


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