Astronomin Amena Karimyan: Endlich in Österreich (aber nur kurz) - FALTER.morgen #350

Versendet am 22.06.2022

Österreich versprach ihr Schutz vor den Taliban – und wollte dann nichts mehr davon wissen. Jetzt ist die afghanische Wissenschaftlerin Amena Karimyan doch noch gekommen (aber nur auf Besuch) >> Wie Sozialmärkte in der Krise ums Überleben kämpfen, Teil 2 >> Film-Tipps von Michael Omasta

Wetterkritik: Bis zu 29 Grad werden es heute. Immerhin hat gestern offiziell der Sommer angefangen. Die Temperaturen fallen also nicht vollkommen aus dem Rahmen. Und mit ein bisschen Glück drücken die nachmittäglichen Gewitter das Thermometer sogar noch ein bisschen.


Guten Morgen!

Es war ein überraschender Anruf, den ich am ersten Juni-Wochenende erhalten habe. Die Grazer Journalistin Evelyn Schalk war am Telefon und lud mich für den anstehenden Pfingstmontag auf Kaffee und Kuchen ein. Aber nicht einfach nur so. Amena Karimyan sollte für einen Kurzbesuch anreisen. Sie erinnern sich vielleicht, Karimyan ist jene afghanische Astronomin, die im Herbst 2021 auf der Flucht vor den Taliban nach Österreich hätte kommen sollen. Daraus wurde aber nichts. Ihre Flucht wurde zur Odyssee. 

Wie es Karimyan nach zehn Monaten doch noch nach Graz schaffte und was Schalk damit zu tun hat, erzähle ich Ihnen gleich. 

Mein Kollege Martin Staudinger berichtet Ihnen dann noch von den Problemen der Sozialmärkte und warum die SozialShops in Wien Anfang Juni ihren Betrieb einstellen mussten. Und Michael Omasta hat, wie gewöhnlich zur Wochenmitte, die besten Film-Tipps für Sie.

Einen schönen Tag wünscht Ihnen

Soraya Pechtl


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Ein drückend heißer Sommertag und sogar das Eis schmeckt fad?

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Ein kurzes Vergnügen

Neun Monate, nachdem Amena Karimyan in Österreich hätte landen sollen, hat es die afghanische Ingenieurin nach Graz geschafft. Aber es ist nur ein Kurzbesuch. Das versprochenen Visum von der österreichischen Botschaft hat sie nie bekommen. 

Anfang Juni sitzt Amena Karimyan, 25, endlich dort, wo sie schon vor neun Monaten hätte sitzen sollen: Bei Kaffee und Topfenstrudel mit ihren Freunden auf der Dachterrasse des Forum Stadtpark in Graz. Sie lacht, sie erzählt, wie sie sich Astronomie beibrachte – in einem Land, in dem die Wissenschaft über Planeten und Sterne schon lange vor der Machtübernahme der Taliban als Sünde galt. Ihre Eltern hatten der neugierigen Tochter die Astronomie-Bücher weggenommen: „Sie meinten, ich bräuchte das nicht zu wissen”. Aber die Planeten haben Amena Karimyan fasziniert. Sie versteckte sich, las heimlich, „auch wenn ich als Kind kaum etwas davon verstanden habe”.

Heute wirkt sie entspannt, das Kopftuch in den afghanischen Nationalflaggen liegt locker auf ihrem schwarz gewelltem Haar. 

Amena Karimyan (links) bei ihren Freunden in Graz © FALTER/Pechtl

Eigentlich hätte Karimyan bereits am 15. Oktober des vergangenen Jahres nach Wien Schwechat abheben sollen. Das Ticket war gebucht. Aber der Flug TK 711 von Islamabad nach Istanbul (von dort weiter nach Wien) startete um 6.15 Uhr ohne Amena Karimyan. Und das war ein außenpolitischer Skandal.

Die Wissenschaftlerin unterrichtete am Herat-Institut für Technologie, nahm an Diskussionsrunden teil, schloss sich Forschungsgruppen an und setzte sich für Frauenrechte ein. 2018 gründete sie Kayhana Astronomical. Ein Kollektiv, das afghanischen Kindern und Jugendlichen Astronomie mithilfe von Planetenmodellen und Sternbildern beibringt. Anfang Dezember kürte sie die BBC in einer Afghanistan-Sondersendung zu einer der 100 inspirierendsten Frauen des Jahres. Das war fünf Monate nachdem die Taliban die Macht im Land übernommen hatten und Karimyan aus ihrer Heimat geflohen war.

Das österreichische Außenministerium hatte der Forscherin eigentlich einen Schutzbrief mit der Zusage auf ein Visum ausgestellt. Nur so kam sie über die Grenze nach Pakistan. Aber dort angekommen, hatte man das Versprechen zurückgenommen, (wie es dazu kam lesen Sie hier und hier). Nachdem der FALTER und andere Medien über den Fall berichteten, ist das Außenministerium in Berlin eingesprungen und hat Amena im Jänner nach Deutschland evakuiert.

Ohne die Unterstützung der Grazer Journalistin Evelyn Schalk wäre das nicht möglich gewesen. Schalk bat mehrmals beim österreichischen und deutschen Behörden um Hilfe, sie mobilisierte Medien und war eine psychische Stütze für die junge Afghanin. 

Mittlerweile hat Karimyan auch ein Zwei-Jahres-Visum – allerdings von Deutschland, nicht von Österreich. Die 25-Jährige darf sich damit jedoch innerhalb der EU frei bewegen. Ihr erster Trip ging über die Pfingstfeiertage zu ihren Unterstützern nach Graz.

Von der Terrasse im Forum Stadtpark aus blickt sie nun auf dutzende Studenten und Familien, die an dem sonnigen Pfingstmontag im Gras sitzen. Karimyan gönnt sich ein zweites Stück Strudel und zeigt auf ihrem Handy Bilder der Flüchtlingsunterkunft, in der sie untergebracht ist: Ein Wohnhaus mit viel Holz und Spitzenvorhängen in Sindelfingen, einer 60.000-Einwohner-Stadt in der Nähe von Stuttgart. Ihr Zimmer dort ist spärlich eingerichtet: Bett, Schrank, Schreibtisch Bücher, Laptop und natürlich zwei Teleskope

Jeden Abend gibt Karimyan von hier aus Online-Kurse für ihre rund 100 Kayhana-Schülerinnen. Seit die Taliban das Land kontrollieren, seien die Anmeldungen gestiegen. „Viele Frauen wollen nicht mehr in die Schule gehen.” Der Unterricht der Taliban sei für sie wertlos.

Ist sie glücklich in Deutschland? „Es ist mir nicht so wichtig, in welcher Stadt ich wohne”, antwortet die junge Frau mit gesenktem Kopf. In der baden-württembergischen Kleinstadt habe sie kaum Möglichkeiten, Anschluss zu finden. Ein Leben in Stuttgart wäre ihr Traum, aber dafür fehlt noch das Geld. Im Herbst wird sie wieder nach Österreich reisen, für deinen Vortrag an der Uni Graz.

“If you're looking for sympathy you'll find it between shit and syphilis in the dictionary.”

Sie mögen pointiert-humorvolle Sätze wie diesen? Dann haben wir ein Date für Sie: Bestseller-Autor David Sedaris (Naked, Me Talk Pretty One Day, Calypso uvm.) wird aus seinen jüngsten Werken The Best of Me und Happy Go Lucky lesen und im Anschluss Bücher signieren.

AN EVENING WITH DAVID SEDARIS

Lesung. Q&A. Bücher-Signing.

30. Juni 2022 um 19:30 im GARTENBAUKINO

INFOS & TICKETS

Gerhard Jelinek, ehemaliger Präsident des Wiener Oberlandesgerichts, wird die langjährige Wiener Patientenanwältin Sigrid Pilz ablösen. Die ehemalige grüne Gesundheitssprecherin wurde 2012 von der rot-grünen Koalition bestellt. Gestern teilte Pilz auf Twitter mit, dass Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) die Amtszeit der 64-Jährigen nicht verlängern werde. „Schade! Dafür hätte ich mich gerne weiter eingesetzt: starke Patientenrechte, mehr Schutz in der Pandemie, Solidarität & Qualität im Gesundheitswesen."

Löst die bisherige Wiener Patientenanwältin Sigrid Pilz ab: Der ehemalige Präsident des Oberlandesgerichtes Wien, Gerhard Jelinek © APA/Pfarrhofer

Stattdessen wird der Jurist Jelinek mit 1. Juli nach Beschluss der Wiener Landesregierung bestellt. Und warum?

„Gerhard Jelinek hat sich für die Leitung der Pflege-, Patientinnen und Patientenanwaltschaft in einem mehrstufigen Hearingverfahren durchgesetzt, zu dem sich 24 Bewerberinnen und Bewerber mit höchst unterschiedlicher Qualifikation beworben haben”, begründete SPÖ-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker die Entscheidung gestern in einer Aussendung. Medien vermuteten indes parteipolitische Motive.


Es ist so weit: Die Pilotphase des Supergrätzels in Favoriten startet. Diesen Freitag werden unter anderem folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • In der Herzgasse wird die neue Fußgängerzone eröffnet,

  • elf Einbahnen werden umgedreht,

  • Kreuzungen werden übersichtlicher gestaltet,

  • Radfahren gegen die Einbahn wird erlaubt und

  • das Grätzel bekommt neue Radabstellanlagen.

In der Herzgasse findet man ab Freitag auch eine Freiluftausstellung mit Informationen zum neuen Stadt-Projekt. Von 10 bis 18 Uhr können Anrainerinnen und Anrainer zudem ihre Meinung, Kritik und Ideen beim Straßenlabor einbringen.

Um wieviel Geld verschätzten sich die Planer beim Neubau des Wiener AKH, für das in den 1970er-Jahren umgerechnet 73 Millionen Euro projektiert waren?

1) Um 125 Millionen Euro

2) Um 980 Millionen Euro

3) Um 3,2 Milliarden Euro

Auflösung von gestern: Die Inschrift „Durch dieses Thor im Bogen ist Kaiser Joseph geflogen“ bezieht sich auf die Anekdote, der Monarch sei wegen Knausrigkeit aus dem Bordell geworfen worden, das damals in der Gutenberggasse 13 am Spittelberg betrieben wurde – mit einem winterlichen Sturz oder der Erprobung einer Flugmaschine haben die Zeilen nichts zu tun (Quelle: Unnützes Wiener Wissen).

Soraya Pechtl & Martin Staudinger

Spendepause

In der Krise kämpfen auch die Sozialmärkte um ihre Existenz – manche vergebens.

Gestern haben wir darüber berichtet, dass in der aktuellen Krisensituation inzwischen auch die Sozialmärkte unter Druck kommen: Einerseits durch die Teuerung, andererseits durch Konkurrenz durch Too good to go (TGTG). Das dänische Start-Up (wir haben es gestern irrtümlich als österreichisches Unternehmen bezeichnet, sorry!) sorgt mit einer App dafür, dass Lebensmittel, die knapp vor dem Ablaufdatum stehen und im Handel in der Mülltonne landen würden, verbilligt weiterverkauft werden. Seit einiger Zeit kooperiert TGTG auch mit großen Supermarktketten wie Rewe (Billa, etc.), Spar und Hofer. „Ein Teil der Ware, der früher an die Sozialmärkte ging, wird an die Kunden über die TGTG-Überraschungssackerl verkauft”, sagt etwa Spar-Sprecherin Nicole Berkmann. 

Hinzu kommt, dass der Bedarf der Sozialmärkte gestiegen ist. Zudem das Faktum, dass auch mehr Lebensmittelspenden in die Ukraine gehen, wie Peter Kohls, Geschäftsführer der Sozialmärkte beim Hilfswerk, berichtet. Und dann noch die Tatsache, dass die Supermärkte sparsamer kalkulieren und die Regale nicht mehr bis Ladenschluss mit frischen Produkten anfüllen.

Weniger Ausschuss-Ware in den Filialen: Das heißt für die Sozialmarkt-Betreiber, dass sie mehr Standorte abklappern müssen, um ihre Kundschaft versorgen zu können.

Obst und Gemüse war im SozialShop in der Brigittenau meist schnell vergriffen © FALTER/Pechtl

Bei den aktuellen Treibstoffpreisen ist geht das ins Geld. Hinzu kommen die Kosten für Reparaturen an den Lieferwägen – und dann noch die Elektrizitätsrechnungen, etwa für die Kühlung. „Im vergangenen Oktober mussten wir bereits 10.000 Euro für Strom nachzahlen, und das war noch vor der aktuellen Teuerung“, sagt Andrea Kostovec: „In manchen Wochen bleibt kein Cent in der Kassa.“

Sprich: Es fehlt das Geld, um für den gestiegenen Bedarf zuzukaufen. „Normalerweise haben wir das getan, wenn bei einem unserer Kooperationspartner eine Sonderaktion gelaufen ist, zum Beispiel auf Mehl oder Öl. Momentan ist das schwierig.“Weniger Angebot, mehr Nachfrage und gestiegene Kosten – ein Teufelskreis. „Derweil geht es sich noch aus, aber was in ein paar Monaten ist, weiß keiner“, sagt Andrea Kostovec.

Nicht mehr ausgegangen ist es sich für die Wiener SozialShops. Anfang Juni mussten die Betreiber ihre drei Filialen schließen. „Leider waren wir angesichts der Krise, gestiegener Treibstoff-, Strom- und Mietpreise sowie zurückgegangener Lebensmittelspenden nicht mehr in der Lage den Verein aufrecht zu erhalten”, heißt es in einem Beitrag vom 8. Juni auf Instagram. 

Ein Schritt, der nicht überraschend kam. Bereits bei einem FALTER.morgen-Lokalaugenschein Mitte Mai waren die Regale in der Filiale in der Denisgasse in Brigittenau halbleer. An Obst gab es nicht mehr als halbvolle Kisten braun gefleckte Bananen, Nektarinen und eine Handvoll Zitronen. Und das, obwohl sich die Zahl der Kunden in den vergangenen Wochen vervielfacht hat. „Wir sind auf Spenden angewiesen. Es sind aber nie genug Lebensmittel da”, sagte Petra Koller, die ehrenamtlich in dem Sozialmarkt arbeitete, damals.

Monatelang hatte man nach Unterstützung gesucht. Mitte April wandte sich der Verein an Supermarkt-Mitarbeiter: „Jedes einzelne Stück hilft uns, Menschen zu helfen. Wenn man auch nur 1kg Obst&Gemüse bekommt oder ein paar Stück Joghurt/Milch... BITTE - Redet mit euren Filialleitungen wenn ihr das lest. Redet mit euren Bekannten die im Lebensmittelhandel arbeiten. Redet mit euren RegionalverkaufsleiterInnen wenn ihr die Filialleitung seid. Wir sind sofort bereit abzuholen.”

Aber der Aufruf blieb erfolglos. Die SozialShop-Kunden müssen künftig auf andere Märkte ausweichen. Aber auch dort wird das Angebot immer knapper. 

ROTH AM HEUMARKT

Am 24. Juni wäre Gerhard Roth 80 Jahre alt geworden. Am Heumarkt wohnte er, im Café Heumarkt war er Stammgast. Grund genug, dort seine Literatur sprechen zu lassen.

Peter Wolf liest

am Freitag, den 24. Juni 2022, um 18.30 Uhr

im Café Heumarkt, Am Heumarkt 15, 1030 Wien

aus „Eine Reise in das Innere von Wien“ und dem soeben erschienenen letzten Roman „Die Imker“.

Eintritt frei! Anmeldung unter rothamheumarkt@gmail.com

Lisa Kiss

Buchpräsentation

Seit über 100 Tagen herrscht Krieg in der Ukraine und viele fragen sich: Wie konnte das passieren? Der FALTER-Journalist Raimund Löw erklärt in seinem neuen Buch Welt in Bewegung die krisenhaften Entwicklungen der Weltpolitik, die zur bisher gefährlichsten Situation des 21. Jahrhunderts geführt haben. 

Am Freitag, 24. Juni, präsentiert Raimund Löw sein Buch ab 17h im Café Baharat, in der Wiener Gumpendorfer Straße 65. Der Eintritt ist frei.

Theater

Vom Irrsinn des Krieges handelt Ödön von Horváths Roman „Ein Kind unserer Zeit“, der die Geschichte eines Soldaten in einem diktatorischen Land erzählt. In der Bühnenfassung von Regisseurin Stephanie Mohr spielen ausschließlich Frauen. Heute finden die Voraufführungen statt, die Premiere folgt morgen, Donnerstag.  (Sara Schausberger)

Theater in der Josefstadt, 12.00 (Voraufführung) 

Mary Beard: Zwölf Cäsaren

Mary Beard ist in Großbritannien eine Institution. Die mittlerweile auch im deutschen Sprachraum bekannte Professorin für Alte Geschichte in Cambridge hat sich und der Antike durch ihre effektvoll geschriebenen Bücher „SPQR. Eine Geschichte des alten Rom" und „Pompej. Das Leben in einer römischen Stadt" ein großes Publikum erobert.

„Zwölf Cäsaren" beweist einmal mehr das enorme Wissen der Autorin quer durch die Geschichte. Es glänzt mit Anekdotenreichtum und überraschenden Zeitsprüngen. Auch wenn der Titel einen Überblick über die Kaiserzeit römischer Geschichte vermuten lässt, folgt es anderen Spuren. Das Buch ist der reichhaltigen Rezeption der Antike in der Neuzeit gewidmet: dem Nachleben von Statuen, dem Kreieren von Bildnissen mit antiken Motiven, die die Eliten zum Sammeln, die Künstler zu Nachschöpfungen und die Archäologen zum Graben inspiriert haben. Zu einem ordentlichen englischen Landsitz gehörte einst ein Antikenensemble. Frauen trugen Medaillons mit Motiven aus der römischen Mythologie. Englische Könige bekamen Denkmäler im Format antiker Kaiser. Auf diesen oder jenen Edelmann wartete gar ein römischer Sarkophag. (Alfred Pfoser)

Die gesamte Rezension und mehr über das Buch unter faltershop.at

Michael Omasta

Massive Talent

© Verleih

Vergebens läuft Nicolas Cage einer Rolle hinterher. Vergebens versucht er seine Tochter für „Das Cabinet des Dr. Caligari" zu begeistern. Und vergebens hofft er auf Einlass in sein Zimmer, denn er steht im Hotel inzwischen mit einem sechsstelligen Betrag in den Miesen. Für viel Geld sagt der ziemlich heruntergekommene Hollywoodstar zu, bei der Geburtstagsparty eines schwerreichen Fans auf Mallorca aufzutreten. Der freilich ist in Waffengeschäfte und die Entführung einer Politikertochter verwickelt, weshalb die CIA den Schauspieler als unfreiwilligen Mitarbeiter gewinnt. Na, man kennt das ja. Was folgt, ist eine entspannt selbstreflexive Buddy-Komödie mit reichlich Action und Anspielungen auf Nicolas-Cage-Filme aus besseren Tagen. (Michael Omasta)

Regie: Tom Gormican, USA 2021


Lightyear

„Toy Story"-Spin-off ganz ohne Mensch-Spielzeug-Schere: Nachdem das Schiff des Raumfahrers Buzz Lightyear durch seine Schuld auf einem fremden Planeten gestrandet ist, versucht er unermüdlich, seinen Fehler zu korrigieren. Seine Flugexperimente lassen die Zeit für ihn langsamer vergehen als für die restlichen 1200 Crewmitglieder. So wird Buzz immer mehr isoliert. Viele Jahre später tritt eine unkonventionelle Truppe mit ihm einem neuen Feind aus dem All entgegen. Eh netter Animationsfilm aus dem Hause Pixar, im Original gesprochen von Chris Evans, Keke Palmer und James Brolin. (Sabina Zeithammer)

Regie: Angus MacLane, USA 2022 


Schmetterlinge im Ohr

Antoine scheint auf nichts und niemanden zu hören. Und das aus gutem Grund: Antoine ist zwar im besten Alter, aber schwerhörig. Seine neue Nachbarin Claire träumt von Ruhe. Die viel zu laute Musik und der unaufhörlich klingelnde Wecker von Antoine treiben sie in den Wahnsinn. Und doch sind die beiden wie füreinander geschaffen!

Regie: Pascal Elbé, F 2021


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