Religionslehrerin ohne Kopftuch: Verachtet und verstoßen - FALTER.morgen #506

Versendet am 08.02.2023

Die Religionslehrerin Zeliha Cicek wurde von ihrer Glaubensgemeinschaft verstoßen und aus dem Beruf gedrängt – weil sie ihr Haar offen tragen wollte >> SPÖ-Rebell Andreas Babler: „Die Partei ist leider noch nicht in der Realität angekommen“ >> Geheimes Wien, Folge 14: Maulwürfe in der Herrengasse und ein Geheimgang unter der Straße >> Filmtipps von Michael Omasta

Wetterkritik: Heute Nacht war es ja wirklich knackig kalt – das Thermometer zeigte bis zu minus 8 Grad: Untertags steigen die Temperaturen wieder ein bisschen über den Gefrierpunkt. So gehört sich das im Februar.


Guten Morgen!

Heute möchte ich Ihnen eine außergewöhnliche Frau vorstellen: Sie heißt Zeliha Cicek, war Religionslehrerin und gehörte zur Elite der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ). Dann legte sie ihr Kopftuch ab. Dafür wurde sie diskriminiert und bedroht. Jetzt kämpft sie vor Gericht um ihr Recht. Dem FALTER hat sie erstmals unter vollem Namen ihre Geschichte erzählt – und legt damit ein System der Scheinheiligkeit offen. Auszüge aus dem Protokoll finden Sie gleich unten, den gesamten Text finden Sie im aktuellen FALTER.

Außerdem im heutigen FALTER.morgen: Ausnahmsweise noch ein Auszug aus einer Geschichte, die heute im gedruckten Falter erscheint (die Print-Abonnentinnen und Abonnenten mögen es verzeihen, aber in der Zeitung ist diesmal so viel guter Stoff, dass wir das auch dem Nur-FALTER.morgen-Publikum nicht vorenthalten möchten). Nina Horaczek und Florian Klenk haben nach dem SPÖ-Wahldebakel in Niederösterreich nämlich den linken Parteirebellen Andreas Babler interviewt, und der gibt offen und ausführlich Auskunft über die Krise der Sozialdemokratie.

Dann wirds allerdings wieder FALTER.morgen-exklusiv: In Folge 14 der Serie „Geheimes Wien“ berichtet Thomas Riegler über einen Geheimgang unter der Herrengasse, der extra angelegt wurde, um einen Agenten im Innenministerium zu enttarnen.

Und dann hat Michael Omasta wie jede Woche noch die besten Kinotipps für Sie.

Einen schönen Tag wünscht

Barbara Tóth

PS: Der Link zur Selbstanpassung der Strom- und Gasteilbeträge bei der Wien Energie hat gestern ins Leere geführt, der Fehler lag aber ausnahmsweise nicht in unserem Bereich. Inzwischen funktioniert er wieder, und zwar hier.


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Geschichten aus Wien im Wiener Konzerthaus

»Politisch, witzig, unerhört« - das Duo ANDYMAN steht für Lieder, die wienerischer nicht sein könnten. An der Seite von Saxophonist und Mundharmonika-Virtuose Herbert Berger und Kabarettist Erwin Steinhauer gastieren sie am 28. Februar erstmals im Wiener Konzerthaus. Ebenfalls an diesem Abend zugegen: Martin Spengler & die foischn Wiener*innen. Auch bei ihnen ist die dialektale Wortgewandtheit buchstäblich tonangebend.

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„Ich will anderen Frauen Mut machen“

Die islamische Religionslehrerin Zeliha Cicek über ihren Weg von der Elite der Islamischen Glaubensgemeinschaft zur Ausgestoßenen.

Ich gehörte einmal zur Elite der islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) in Wien. Dann habe ich mich aus vielen Gründen entschlossen, kein Kopftuch mehr zu tragen. Das machte mich in den Augen meiner alten Gemeinschaft zur Verräterin.

„Die Islamische Glaubensgemeinschaft hat kein Interesse daran, dass Frauen wie ich einen modernen, aufgeklärten Islam lehren“: Zeliha Cicek © FALTER/Katharina Gossow

Ich wurde ermahnt, bekam als Religionslehrerin weniger Stunden zugeteilt und meine Hoffnung auf einen unbefristeten Dienstvertrag mit der Stadt Wien wurde enttäuscht. Offiziell sagen die Vertreter der IGGÖ immer, dass es keinen Unterschied macht, ob islamische Religionslehrerinnen Kopftuch tragen oder nicht. Aber inoffiziell wollen sie natürlich nur solche Lehrerinnen haben, die eines tragen. Sie haben kein Interesse daran, dass Frauen wie ich einen modernen, aufgeklärten Islam lehren. Dass sie Vorbilder für Mädchen und Burschen sind.

Ich wurde 1976 in Österreich geboren, wuchs in Kaisermühlen auf, wurde im Alter von 14 Jahren mit einem Cousin verlobt und mit 16 Jahren verheiratet. Ich führte damals das typische Leben einer gläubigen Muslimin, so, wie es viele junge Frauen in der Community auch heute noch tun. In den vergangenen drei Generationen hat sich erstaunlich wenig verändert. Heiraten, Mutter werden, maximal einen Beruf erlernen, am besten in einem pädagogischen oder sozialen Bereich: Mehr geht nicht. Wenn ich schon religiös sein muss, dann will ich verstehen, warum, dachte ich mir damals. Ich wollte mehr wissen und besser verstehen. All das konnte ich nur im engen Rahmen meiner Gemeinschaft machen.

Ich schloss mich der islamischen Bewegung Milli Görüs an, in deren Frauenschule im 10. Bezirk absolvierte ich ein vierjähriges Theologiestudium, alles auf Türkisch natürlich. Dann unterrichtete ich selber politische Bildung an dieser Schule. Ich wurde schnell Frauenbeauftragte für Öffentlichkeitsarbeit bei Milli Görüs.

Ich hatte damals noch beste Kontakte zur IGGÖ. Ich machte also Karriere. Arbeit, Studium, drei Kinder und in der Gemeinde engagiert - ich war die Vorzeige-Muslima schlechthin. Als ich mich 2013 scheiden ließ, spürte ich die Scheinheiligkeit des Systems. In meiner alten Community wurde ich als Geschiedene nicht mehr respektiert, in der autochthonen Welt kannte ich noch kaum jemanden.

Dass ich mein Kopftuch privat nicht mehr trage, machte in den sozialen Medien die Runde. Es gab Fotos von mir mit wallendem Haar. Damit begann die systematische Diskriminierung gegen mich. Die IGGÖ drohte, mir meine Stammschule wegzunehmen und mich in Niederösterreich einzuteilen, mit Lehrverpflichtungen an drei Standorten. Mich, die Alleinerziehende. Ich weinte, nachdem ich es mir nicht leisten konnte, arbeitslos zu werden. Dann nahmen sie es wieder zurück.

Als nächstes ließen sich mich auf den sogenannten „Landesvertrag“ warten, der mich finanziell bessergestellt hätte und mich in ein unbefristetes Dienstverhältnis mit der Stadt Wien überstellt hätte, statt des einjährig erneuerbaren Vertrages mit dem IGGÖ. Ich übergab den Antrag an den zuständigen Fachinspektor, die IGGÖ hielt ihn aber zurück und entschieden einfach gar nicht, bezogen auch keine Stellung, weder zustimmend noch ablehnend, weder ausdrücklich noch schlüssig. Das sind alles systematische Repressalien, die vor Gericht jetzt aufgearbeitet werden.

Nach einem Interview mit Woman im November 2018, in dem ich sehr offen über meinen Weg weg vom Kopftuch sprach, gab es in den türkischsprachigen Medien einen Shitstorm. Meine Mutter konnte nicht mehr in ihre Moschee gehen, ich musste meinen Facebook-Account schließen, meine Tochter traute sich nicht mehr raus. 

Im März des darauffolgenden Jahres zitierte mich mein Inspektor zum Rapport. Es hagelte Einschüchterungen und Verunglimpfungen, bis ich versprach, das Kopftuch wieder zu tragen. Einfach nur, damit ich aus dem Zimmer rauslaufen konnte. Als er mich dann im zweiten Lockdown im Herbst 2020 anwies, in die Schule zu kommen und alleine im Lehrerzimmer zu sitzen, wurde es mir zu viel und ich suchte mir einen neuen Job als Integrationslehrerin in einer städtischen Schule.

Aber ich beschloss, die IGGÖ auf Diskriminierung und meinen Verdienstentgang über die Jahre - immerhin über 30.000 Euro - zu klagen. Mein Prozess könnte sich noch lange ziehen, bis zu den Höchstgerichten. Aber es geht mir nicht nur um den materiellen Schaden, den ich genommen habe, sondern ums Prinzip. Um meine Freiheit als Frau.

Und ich will anderen Frauen Mut machen. Und allen anderen schildern, was mitten unter uns in Wien passiert. Wir schauen jetzt alle auf die Frauen im Iran. Das ist sehr wichtig. Sie befreien sich von ihren Zwängen. Aber schauen wir bitte auch auf die Frauen hier in Wien. Viele von ihnen sind nicht frei. So wie ich früher.

Die gesamte Geschichte finden Sie im aktuellen FALTER (mit 4-Wochen-Testabo kostenlos).


Interview

Nina Horaczek & Florian Klenk

„Die SPÖ braucht eine Re-Ideologisierung“ 

Andreas Babler, SPÖ-Politiker und Bürgermeister von Traiskirchen, über die Krise der Sozialdemokratie nach dem Wahldebakel in Niederösterreich.

Er gilt als linker Parteirebell und wird immer wieder als Personalhoffnung gehandelt: In einem großen FALTER-Interview spricht der Traiskirchner Bürgermeister Andreas Babler unter anderem darüber, ob Parteichefin Pamela Rendi-Wagner die SPÖ in die nächste Wahl führen soll und warum seine Partei keine Antworten auf die großen Fragen Migration und Erderwärmung findet: Ein Auszug aus dem Gespräch.

Andreas Babler in seinem Bürgermeisterbüro, im Hintergrund ein Bild des linken Liedermachers Sigi Maron © Christopher Mavrič

Falter: Für Wählerinnen und Wähler sind zwei Themen zentral: Ökologie und Migration. Bei beiden wirkt die SPÖ verloren.

Andreas Babler: In der ökologischen Frage geht es, wie in all den historischen Kämpfen der Sozialdemokratie, darum, das Leben der vielen zu verbessern. In der Klimakatastrophe wird es das oberste Prozent immer noch angenehm kühl haben in seinen klimatisierten Villen. Aber für die vielen, die es sich nicht richten können, ist der Kampf gegen die Erderwärmung ein Kampf um ihre Existenzgrundlage. Da muss man sich nur die Kämpfe um die Privatisierung von Wasser auf anderen Kontinenten ansehen. Die Erderhitzung erzeugt auch massive Fluchtbewegungen. Da ist die SPÖ leider noch nicht in der Realität angekommen.

Das sind in Wien vor allem die großen Flächenbezirke, die nach rechts blinken. Wie weit rechts muss die SPÖ sich positionieren, um erfolgreich zu sein? Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil von der SPÖ steht in der Migrationsfrage sehr weit rechts und ist damit erfolgreich.

Es gibt einige, die das so analysieren. Ich gehöre nicht dazu. Migration ist eine humanistische Frage und keine von links oder rechts.

Soll Rendi-Wagner an der Parteispitze Platz machen? Sie selbst kommt ja nicht vom Fleck.

Nein. Die SPÖ muss sich erst inhaltlich finden und dann müssen Inhalt und Person zusammenpassen. Die Probleme der Partei lösen wir nicht alleine durch einen Wechsel an der Spitze.

Das ganze Interview lesen Sie im neuen Falter.


Geheimes Wien, Folge 14

Thomas Riegler

Maulwürfe in der Herrengasse

Um einen Spion zu enttarnen, öffnete die Staatspolizei im Kalten Krieg einen Geheimgang zwischen dem Innenministerium und dem gegenüberliegenden Hochhaus.

In der Wiener Architekturgeschichte nimmt es einen besonderen Platz ein: das Hochhaus Herrengasse im 1. Bezirk. Als es 1932 im Stil der neuen Sachlichkeit errichtet wurde, war es das höchste Wohngebäude in Wien. Praktisch unbekannt ist hingegen, dass es einen geheimen unterirdischen Zugang hatte – und zwar vom Keller des Gebäudes direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite. Es ist das Palais Modena, Sitz des Innenministeriums.

Zeitweilig durch einen Geheimgang mit dem Innenministerium vis-à-vis verbunden: Das Hochhaus Herrengasse © Thomas Riegler

Dort hatte es genügt, einen Mauerdurchbruch in den Kellergewölben vorzunehmen. Aber warum war dieser Verbindungsweg angelegt worden? 1968, nach der Niederschlagung des „Prager Frühlings“, waren einige Agenten der tschechoslowakischen Staatssicherheit StB in den Westen geflohen. Darunter Ladislav Bittman, der auch den damaligen ORF-Journalisten und späteren Wiener Bürgermeister Helmut Zilk als Informanten geführt hatte.

Gegenüber der US-amerikanischen CIA sparte Bittman nicht mit Enthüllungen. Er warnte unter anderem vor einem gefährlichen Verräter. 1972 wurde die Angelegenheit sogar öffentlich, als Bittmans Memoiren auf den Markt kamen. Darin hieß es: „Sogar auf höchster Ebene der österreichischen Sicherheitstruppen saß ein tschechischer Geheimdienstmann, den seine Kollegen ‚Herr Sieben‘ [Mr. Seven] nannten.“ Das war keine Anspielung auf James Bond, sondern bezeichnete die Arbeitsadresse des Spions: Herrengasse 7, das Palais Modena. Dort residierte die Staatspolizeiliche Gruppe im Innenministerium. Ein „Maulwurf“ hatte also die sensibelste Schaltstelle für die innere Sicherheit der Republik unterwandert.

Einen Verdächtigen gab es schon länger. Ein Dokument, das in den Memoiren des ehemaligen Innenministers Franz Olah in Faksimile abgedruckt ist, gibt Einblick in eine hochbrisanteste Operation, von der Olah selbst erst im Nachhinein erfuhr. Im Mai 1962 hatte eine Überwachungsaktion begonnen, die sich gegen einen Spitzenbeamten der Staatspolizei richtete: Alfred Petrovic. Um sein Telefon abzuhören, hatte man die Hilfe eines „befreundeten Dienstes“, höchstwahrscheinlich der CIA, in Anspruch genommen.

Die fremden Agenten mieteten im Hochhaus Herrengasse, direkt gegenüber von Petrovics Büro, eine Wohnung „für die notwendige elektronische Beobachtung“. Aber nicht nur das: Der erwähnte Tunnel bot die Möglichkeit, diskret mit den zwei Stapo-Verbindungsleuten zu kommunizieren und „Zusammenkünfte abzuhalten ohne eventuell kompromittierende Besuche von Ausländern im Ministerium zu riskieren“.

Die aufwendigen Ermittlungen führten aber ins Leere, weil der alte Hase Petrovic die Observation bemerkte. Als dann noch Kollegen versuchten, ihn beim lockeren Kaffee-Tratsch zu unbedachten Äußerungen zu verleiten, machte er ganz zu. Daher schritt man zu einer sprichwörtlichen „österreichischen Lösung“: Petrovic wurde auf ein internes „Abstellgleis“ geschoben. Er musste sich fortan unter anderem mit Gemeindeangelegenheiten und Familienpolitik beschäftigen, ohne Zugang zu Vertraulichem. Auch wenn Petrovic noch weiter für die StB spioniert haben soll, konnte er nicht mehr groß liefern. Offiziell wurde „Mr. Seven“ nie enttarnt. Petrovic ist 2016 verstorben.

Und der Geheimgang? Dieser wurde wohl wieder verschlossen. Laut Auskunft aus dem Innenministerium gab es alte Gänge und Hohlräume im Bereich der Herrengasse, „diese sollten aber seit unbekannter Zeit vermauert sein.“ Ein „noch aktiver Verbindungsweg“ sei jedenfalls „nicht bekannt“.

Thomas Rieglers Buch „Österreichs Geheime Dienste. Eine neue Geschichte“ kann man übrigens auch über faltershop.at beziehen. 


Frage des Tages

Was ist ein Beuschelreißer?

1. Jemand, der im Wienerwald oder im Prater Bärlauch pflückt
2. Eine heiß servierte Innereiensuppe
3. Eine starke, filterlose Zigarette

Auflösung von gestern: In Wien werden mehr Schafe (236) als Nutztiere gehalten als Schweine (93) und Rinder (70).


Event des Tages

Lisa Kiss

Musik

Der Wiener Liedermacher und Autor Thomas Andreas Beck ist 1968 geboren, also schon einiges über 50, er klingt trotzdem aber ein wenig wie der junge André Heller. Ein erdiger Heller ohne Orchester, Poesie und Größenwahn freilich. Mit „Ernst“ legte er Ende 2022 sein bisher politischstes und vielleicht auch poetischstes Album vor. Beck präsentiert das düstere Werk im Trio mit Thomas Pronai (Gitarre) und Georg Allacher (Keyboard). (Gerhard Stöger)

The Loft, 19.30


Buch

Hans Joachim Störig: Die Sprachen der Welt. Geschichte. Fakten. Geheimnisse

Sprachen, wird geschätzt, gibt es mehr als 6000. Die Zahl bleibt nicht konstant, denn zum einen sind beispielsweise zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert allein in den europäischen Kolonien mehr als hundert neue durch Überlagerung von Sprachen der Kolonialherren mit denen der Unterworfenen entstanden, umgekehrt aber auch immer wieder andere ausgestorben. Störig erklärt sehr ausführlich, wie man sogenannte tote Sprachen entschlüsseln kann, wie beispielsweise der indogermanische Sprachstamm gebaut ist und wohin er sich verzweigt.

Der Autor erläutert Germanisch, Jiddisch, Englisch sowie andere Sprachfamilien der Erde und analysiert die Haupttypen des Sprachbaus. Die altägyptischen Hieroglyphen, die Welthilfssprache Esperanto und selbst die deutsche „Gaunersprache“ bekommen ihren Auftritt, was belegt, wie wunderbar sich das Buch zum Schmökern eignet. (André Behr)

Die gesamte Rezension und mehr über das Buch unter faltershop.at


Kinotipps

Michael Omasta

Die Frau im Nebel

Am Fuß eines Felsens wird eine Leiche gefunden. War es ein Kletterunfall oder Mord? Vom ersten Moment an herrscht zwischen dem ermittelnden Kommissar, einem verheirateten Workaholic, und der geheimnisvollen, wunderschönen Witwe des Toten eine schicksalsgeladene Anziehung. Ist sie in ein Verbrechen verwickelt? Thriller mit sanftem Humor im Geiste Hitchcocks, der schnell eine atemlose Spannung aufbaut.

Regie: Park Chan-wook, KOR 2022


Holy Spider

© Verleih

Die iranische Stadt Maschhad Anfang der Nullerjahre: Nachdem ein Serienmörder bereits mehrere Prostituierte ermordet hat, versucht die junge Journalistin Rahimi (in Cannes preisgekrönt: Sahra Amir Ebrahimi) mehr über den Fall zu erfahren. Sie vermutet, dass die schleppend laufenden Ermittlungen nicht zuletzt von der religiösen und politischen Elite eingebremst werden.

Regie: Ali Abbasi, DK/D/SWE/F 2022


Ein Mann namens Otto

Der verwitwete Pensionist Otto schikaniert in einer Reihenhaussiedlung von Pittsburgh seine Nachbarn. Gerade als er seinem Leben ein vorzeitiges Ende bereiten will, zieht gegenüber eine mexikanische Familie ein. Der neuen Nachbarin gelingt es mit Charme und Hartnäckigkeit, den Gefühlspanzer des grantigen alten Mannes aufzubrechen. US-Remake von „Ein Mann namens Ove“ (2015), das trotz Hauptdarsteller Tom Hanks hinter dem schwedischen Original zurückbleibt.

Regie: Marc Forster, USA 2022


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