Kommentar: Lex "Österreich zuerst"?

Markus Wailand
Kultur, FALTER 03/99 vom 20.01.1999

Beginnen wir mit einem Quiz in Rot-Weiß-Rot: Wußten Sie eigentlich, daß österreichische Süßwarenhersteller nur ein Drittel ihres Jahresgewinns versteuern müssen, wenn dieser zu zwei Drittel aus dem Verkauf von Mozartkugeln lukriert wurde (Lex Mirabell)? War Ihnen bekannt, daß sogenannte Austro-Popper von der Versteuerung sämtlicher Tantiemen und Honorare befreit sind, wenn diese für Musikproduktionen bezogen wurden, in deren Texten ein signifikanter Anteil an Heimat-Hommage auszumachen ist (Lex "I am from Austria")? Haben Sie bereits davon gehört, daß österreichische Schirennläufer nur für 25 Prozent ihres Gesamteinkommens (Preisgelder, Ausrüsterprämien, Sponsorverträge) Steuern zahlen?

Zwei dieser Szenarien sind frei erfunden, das letzte zwar ebenso absurd, aber geltendes Recht: Österreichische Spitzensportler sind seit dem Jahr 1976 nur viertelsteuerpflichtig. Eine Pauschalisierungsregelung, die einst eingeführt wurde, weil die Athleten ohnedies 75 Prozent ihres Einkommens

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