Wo bleibt der Ausgleich?

Kommentar Die Stärkung der Verteilungskomponente sollte eine prioritäre Aufgabe der Politik sein.

Markus Marterbauer
Vorwort, FALTER 03/00 vom 19.01.2000

Die größte Gefahr für die österreichische Gesellschaft in den ersten zehn Jahren dieses Jahrhunderts bildet der Verlust an sozialer Kohäsion. Das rasche Wachstum der (Finanz-)Vermögen und der daraus resultierenden Einkommen bringt eine rasante Zunahme der Ungleichheit mit sich, die in den offiziellen Statistiken nur ungenügend abgebildet wird. Auch die fortschreitende Liberalisierung und Flexibilisierung, vor allem jene des Arbeitsmarktes und der Arbeitszeiten, trägt zum Ungleichgewicht der Einkommen bei. Und viele Vorschläge zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit - die Kürzung von Sozialtransfers ("Anreize für die Arbeitslosen"), die Öffnung eines Niedriglohnarbeitsmarktes ("Verbilligung des Faktors Arbeit") - würden, sofern sie umgesetzt werden, das Entstehen einer sozialen Unterschicht zur Folge haben.

Die liberalen Euphoriker der Deregulierung akzeptieren diesen Verlust an sozialer Kohäsion. Das immer wieder ins Spiel gebrachte Grundeinkommen ohne Erwerbsarbeit bildet da

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