Kommentar: Filmförderung 2000 - und Schnitt!


Michael Omasta

Kultur, FALTER 14/00 vom 05.04.2000

Auch Filmfestivals verändern sich mit den Jahreszeiten. Während im Oktober langsam die Blätter welken, beginnt - so hat man den Eindruck - Mitte März ein frisches Lüfterl zu wehen: immer in Graz, aber immer nur ein paar Tage lang. Selbst die Kronen Zeitung - genauer: ihr Kolumnist Andreas Mölzer - hat mittlerweile die Qualität, welche die Präsentation und Diskussion des österreichischen Filmschaffens bei der Diagonale erreichten, richtig erkannt: Man wittert die "Gefahr" eines wachsenden, oppositionellen Selbstbewusstseins der heimischen Branche, das in diesem Festival des österreichischen Films ein weiteres, öffentlich wirksames Forum gefunden hat.

Etwas Besseres kann so einer Veranstaltung kaum passieren. Einerseits. Wäre es der Kulturpolitik tatsächlich ernst mit einer umfassenden Evaluierung, würden die Subventionen im gesamten Bereich Film nicht Jahr für Jahr zur Disposition stehen. Genau dies aber ist - trotz steigenden Publikumsinteresses - der Fall: Die Budgets, auch

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