Dolm der Woche: M. Schmid

Politik, FALTER 31/00 vom 02.08.2000

FP-Infrastrukturminister Michael Schmid hat sich als Rauhbein längst einen Namen gemacht. Seit kurzem bedient sich der Minister und steirische Landesparteichef in Personalunion aber auch noch deftiger Macho-Sprüche. Um sein neuestes Ziel zu erreichen, das lautet:Magda Jost-Bleckmann muss weg. Zuerst ließ er der schwangeren Landesrätin, deren Mann im Juni bei einem Bankraub erschossen wurde, ausrichten, dass sie ihren Job nach den Landtagswahlen an den Nagel hängen werde. Weil der "für eine junge Mutter nicht zumutbar" sei. Vor ein paar Tagen legte Schmid dann noch ein Schäuferl nach. Als seine "politische Ziehtochter", erklärte er altväterlich, sei Jost-Bleckmann ihm "zu selbstbewusst". Nach dem Tod ihres Gatten hatte Schmid noch wortreich erklärt, seine Landesrätin werde bleiben. Was uns nun einiges über seine Personalpolitik verrät: Lieber Polit-Leichen im Keller als Kinder im Bauch.

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