Innen und außen

Aussenpolitik. Die gescheiterten Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern aus amerikanischer Sicht.

Raimund Löw / Philadelphia
Vorwort, FALTER 31/00 vom 02.08.2000

In der engen Elementary School von Thurmont, wenige Kilometer vom Präsidenten-Sommersitz Camp David entfernt, haben die Beamten des State Departments die Weltpresse fein säuberlich getrennt: Das stolze White House Press Corps residiert im Klassenraum neben jenem der Radiojournalisten, die schreibende Presse direkt neben dem Briefing Room. Etwas abseits liegend, direkt miteinander verbunden, die Klassenzimmer der Israelis und Palästinenser. Während der zwei langen Wochen des Wartens war die improvisierte Kantine mit Muffins, Donuts und wässrigem Kaffee der bevorzugte Umschlagplatz für die neuesten Gerüchte. Nur Israelis und Palästinenser hatten es besser. Sie konnten einander per Zuruf Bestätigungen und Dementis kommunizieren.

Ein System, das zum Erstaunen aller bestens funktionierte. Aber gleichzeitig auch ein Beweis dafür, wie ungeheuer weit der Weg ist, den die beiden Völker in den letzten Jahren zurückgelegt haben. Erinnert sich noch jemand an die Zeiten Bruno Kreiskys, als

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