Presseschau

Eva Weissenberger
Medien, FALTER 31/00 vom 02.08.2000

"Täglich werden acht Österreicher (darunter drei Kinder) von Hunden so schwer verletzt, dass sie im Spital behandelt werden müssen." Die Schrift ist schwarz unterlegt, daneben kläfft ein Werwolf. Dann folgen fünf Fragen: "Sind Sie dafür, dass bestimmte Hunderassen, die von Wissenschaftlern als besonders gefährlich eingestuft werden, verboten werden?" (Vielleicht hätte die Regierung Texter und Grafiker der News Networld bitten sollen, die Stimmzettel für die Sanktionsbefragung zu gestalten.) Um sich keine Leserbriefe von Klinger und Konsortinnen einzuhandeln, glich das Pint-News aber mit einem ganz lieben "Haustier-Extra" aus, wo "Strunzen für Vierbeiner" beworben wurde. Müssen jetzt sogar die Viecher beim Laufen verkrampft lächeln? So kann man eine Hundegeschichte auch schreiben: "Sie haben keinen Namen, es gibt keine verschiedenen Rassen. Man kann sagen: Hunde exitieren bei uns nicht", zitierte der Stern vor drei Wocheneinen Ethnologen aus Kamerun: "Und wenn, dann so: 1 Hund, Salz, kleinblättriges Basilikum, eine Schale einer Knoblauchpflanze, Odjom, Zitronengras, süße Bananen, Bananenblätter."

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