Revolution frisst Kinder

Bankendeal. Die Banken drängen zur Größe. Doch die wenigsten durchgeführten Fusionen führen tatsächlich auch zu Erfolg. Denn die neuen Kommunikationstechnologien, dank deren die Finanzmärkte liberalisiert wurden, richten sich nun gegen die Banken selbst.

Franz R.Hahn
Vorwort, FALTER 31/00 vom 02.08.2000

In immer kürzeren Abständen berichten Medien von länderübergreifenden Megafusionen und -übernahmen in Europa und Übersee, an denen Banken direkt oder indirekt beteiligt sind. Erst vor wenigen Tagen war das größte österreichische Institut, die Bank Austria, Ziel einer freundlichen ausländischen Übernahme. Der Deal wurde allseits begrüßt und eigenartigerweise als strategische Meisterleistung des Spitzenmanagers der übernommenen österreichischen Bank gefeiert. Nicht von Ausverkauf, sondern von Stärke und Marktpräsenz der neu entstandenen europäischen Großbank und ihren Chancen in Mittel- und Osteuropa - zu unser aller Vorteil natürlich - war die Rede.

Mit der Einführung des Euro hat sich das ohnehin hohe Tempo des Konzentrationsprozesses in der europäischen Bankenwelt erheblich beschleunigt. Das Fusionsvolumen, bereits jetzt auf hohem Niveau, wird weiter kräftig steigen. Bankenriesen werden entstehen, die nicht nur das Ergebnis einer, sondern mehrerer Fusionen sind. Denn:

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