Hero der Woche: Erhard Busek

Politik, FALTER 34/00 vom 23.08.2000

Es ist schon mühsam,beim Thema EU zuzuhören. Da werden in kleingeistiger Manier nationalistische Feindbilder gegen "überhebliche Franzosen" und "korrupte Belgier" beschworen, da wird die Vetokeule geschwungen und mit dem Austritt gedroht. Nicht viel Platz für Politiker, die sichüber das Projekt Europa den Kopf zerbrechen. Darüber, wie eine Organisation, diebereitsjetzt 80 Prozent des österreichischen Rechts normiert, in Erweiterungszeiten funktionieren soll. Nur einer meldet sich immer wieder beharrlich zu Wort. Erhard Busek zerbricht sich den Kopf über Dinge wie "Institutionenreform" und Osterweiterung und geht mit der FPÖ trotz seiner Funktion als Regierungsbeauftragter hart ins Gericht. Von Haider musste er sich dafür wegen der angeblich "tschechischen Herkunft" anpöbeln lassen. Westenthaler fordert nun den Rücktritt. Wenn das kein Kompliment ist!

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