Kommentar: Mumok: Was machen nach Hegyi?

Matthias Dusini
Kultur, FALTER 21/01 vom 23.05.2001

Lorand Hegyi geht es nicht so gut: Immer wieder, wenn der Noch-Direktor des Museums Moderner Kunst den Hauptraum des neuen Gebäudes im Museumsquartier betritt, steht er fassungslos und verzweifelt vor dem Panoramafenster, das einen wunderbaren Blick über die Dächer von Kunst- und Naturhistorischem Museum, der Hofburg, auf den Stephansdom bis hin zum News-Tower eröffnet. Fassungslos, weil gegen so viel visuelle Attraktion jedes gezeigte Kunstwerk verblassen muss; verzweifelt, weil das Panoramafenster nur eines der vielen Gestaltungsdefizite des Neubaus darstellt.

Um die Vermeidung dieser Mängel hat sich Hegyi während der lange Jahre währenden Geburt des Museumsquartiers nicht gekümmert. Sie werden ihn auch in Zukunft nicht beschäftigen: Am 23.5. tritt eine Expertenrunde des Unterrichtsministeriums zusammen, um über Hegyis Nachfolger zu beraten. Neben den Museumsleuten Jean-Christoph Ammann, Wilfried Seipel und Christoph Vitali sitzen zwei Juristen des Ministeriums in der Kommission.

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