TIER DER WOCHE: Gassi im Gossi

PETER IWANIEWICZ
Stadtleben, FALTER 44/01 vom 31.10.2001

Von "Tretminen" spricht man in deutschen Städten, wenn der Schritt am Straßenpflaster plötzlich nicht mehr hallt. In Wien hingegen werden sie auf die Stufe von Lipizzanern und Mozartkugeln gehoben (nein, hier geht es nicht um die Neutralität!) und zur so genannten "Wiener Trüffel" geadelt: Hundekothäufchen.

"Beißt er?", ist die üblicherweise geäußerte Frage bei einer Begegnung mit frei laufenden Hunden. "Nein, er scheißt nur", wäre die passende Antwort des Besitzers, die aber nie zu hören ist. Denn der beste Freund des Menschen produziert je nach Rasse täglich zwischen einem achtel und einem halben Kilo der bekannten Stoffwechselendprodukte. Das ergibt bei 46.000 gemeldeten Hunden etwa 15 Tonnen Hundekot auf den Straßen und Parkanlagen Wiens. Täglich, wohlgemerkt. Im internationalen Vergleich liegen wir damit nicht schlecht: Das eher katzenfreundliche Paris entsorgt pro Tag bloß eine Tonne mehr. Nur Berlin trumpft mit vierzig täglichen Tonnen Hundekot auf. Was für die

ANZEIGE
  368 Wörter       2 Minuten

Sie haben bereits ein FALTER-Abo?


Sie nutzen bereits unsere FALTER-App?
Klicken Sie hier, um diesen Artikel in der App zu öffnen.

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Print + Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • Wöchentliche Print-Ausgabe im Postfach
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren

1 Monat Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
Jetzt abonnieren

Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Stadtleben-Artikel finden Sie in unserem Archiv.

12 Wochen FALTER um 2,17 € pro Ausgabe
Kritischer und unabhängiger Journalismus kostet Geld. Unterstützen Sie uns mit einem Abonnement!