VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort, FALTER 48/01 vom 28.11.2001

... berichteten WK und RoHo vom 3. gesamtösterreichischen Alternativtreffen in Graz.

Am ersten Abend, zum Eröffnungsplenum, erschienen zirka 80 Vertreter alternativer Projekte und Individualalternativisten. Die Diskussion eines Ablaufs für das Wochenende und die Konstitutionierung der Arbeitskreise füllten den Abend. Der Problemkreis "Netzwerk" wurde mangels einheitlicher Definition und Interesses nicht weiter behandelt. Der Vorschlag, eine "Friedenswanderung nach Bratislava" vorzubereiten, um den Geist der gleichnamigen Bewegung in den Osten zu tragen, mündete in einen Arbeitskreis "Friedensarbeit". Nicht viel anders erging es einem Christen, dessen "Christliche Alternativen" unter "Welt- und Menschenbild in der Alternativbewegung" subsumiert wurden. Darüber hinaus gab es noch weitere Themenbereiche wie Ökologie, Basisdemokratie und einen Arbeitskreis, der sich mit einer möglichen Kandidatur bei den nächsten Nationalratswahlen auseinander setzte.

  Und die Ergebnisse? Die "Friedensarbeit" präsentierte eine Auflistung der kommenden Friedensereignisse inklusive zitierter Friedenswanderung. Die "Ökologie" eine Resolution gegen die geplante Dampfkesselemissionsverordnung und eine weitere gegen die Energiepolitik der E-Wirtschaft. Die "Basisdemokratie" servierte Gruppendynamik. Für den alternativen Nachrichtenverbund wurde ein Strukturmodell erarbeitet, das im Wesentlichen auf eine Verbesserung des bereits bestehenden Alternativen-Rundbriefs abzielt, bei der Informationssammlung allerdings Regionalstellen zwischenschaltet. Wesentlich vielleicht noch die "Ereignisse" des Arbeitskreises Welt- und Menschenbild. Hier wurde der Alternativbewegung Heterogenität bescheinigt, die "von ganz links bis ganz rechts" reicht.

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