09/11 und die Folgen

RAIMUND LÖW
Vorwort, FALTER 36/02 vom 04.09.2002

AUSLAND. Der Anschlag auf das WTC hat die Welt nachhaltig verändert. Stabiler ist sie nicht geworden. 

Um al-Qa'ida ist es relativ still geworden. Zwar werden Anschläge in Pakistan und eine Autobombe gegen Touristen im tunesischen Djerba den islamisch-fundamentalistischen Terroristen zur Last gelegt, aber die großen Worte Osama bin Ladens von der bevorstehenden Niederlage Amerikas gingen ins Leere. Im Gegenteil: Nie zuvor haben die USA so entschlossen als imperiale Weltmacht agiert wie seit dem Schock des 11. September. Dass der Sturz der totalitär-islamischen Taliban als Folge des amerikanischen Gegenschlages für Millionen Afghanen ein Akt der Befreiung war, das muss zähneknirschend inzwischen auch die antiwestliche arabische Öffentlichkeit zugeben.

  In Europa ist die Welle der Solidarität mit den angegriffenen Amerikanern ebenso rasch verebbt wie die amerikanische Bereitschaft, auf die Sensibilitäten von Verbündeten einzugehen: Die Kriegserklärung des amerikanischen Präsidenten

ANZEIGE
  859 Wörter       4 Minuten

Sie haben bereits ein FALTER-Abo?


Sie nutzen bereits unsere FALTER-App?
Klicken Sie hier, um diesen Artikel in der App zu öffnen.

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Jetzt abonnieren und sofort weiterlesen!

Print + Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • Wöchentliche Print-Ausgabe im Postfach
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren

1 Monat Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
Jetzt abonnieren

Digital

  • FALTER sofort online lesen
  • FALTER als E-Paper
  • FALTER-App für iOS/Android
  • Rabatt für Studierende
Jetzt abonnieren
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Artikel der aktuellen Ausgabe finden Sie in unserem Archiv.

12 Wochen FALTER um 2,17 € pro Ausgabe
Kritischer und unabhängiger Journalismus kostet Geld. Unterstützen Sie uns mit einem Abonnement!