Mittelgeschoß, erste Klasse

FLORIAN HOLZER
Stadtleben, FALTER 36/02 vom 04.09.2002

NEUES LOKAL. Das Barbaro's übersiedelte ums Eck und verlor dabei ein "s". Hat dafür aber zum ersten Mal einen wirklich guten Koch.

Bevor in Wien Cantinetta Antinori, Novelli und jüngst Fabios erfunden wurden, war Luigi Barbaro in Sachen Edelitaliener die unangefochtene Nummer eins: Edles Fischzeugs gab's im La Ninfea, die fleischigere Abteilung fuhr er in der Trattoria Martinelli, auf den gebackenen Teigfladen spezialisierte er sich schließlich in der Gourmet-Pizzeria Regina Margherita. Und zeigte dort, dass Pizza nicht der größte Nepp der Stadt sein muss, sondern bisweilen auch so gut schmecken kann, dass man die zehn Euro trotz Wissens um den minimalen Wareneinsatz gerne bezahlt.

Mit der Gewissheit, dass alles, was er anpackt, zu Gold werde, ließ sich Barbaro 1998 auf den Deal mit Hans Schmid (GGK et al.) ein, das Restaurant in dessen gläsernen Innenstadt-Kaufpalast Steffl zu checken. Die Idee dahinter war, der sagenhaften Aussicht so eine Art Italo-Fusionsküche beizugesellen.

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  455 Wörter       2 Minuten

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