PHETTBERGS PREDIGTDIENST: Glaubensabfall

Stadtleben, FALTER 36/02 vom 04.09.2002

... Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht ...

Mt 18,15-20 (Evangelium am 23. Sonntag im Jahreskreis eines Lesejahres A)

Im Nebensatz erhebt sich der Rubikon, wie das lateinische Sprichwort sagt. Sie könne, sagte die Vizekanzlerin, jetzt die Steuern nicht senken, denn erstens die Flut und zweitens der Glaubensabfall: "Wir werden aber auch was für den Arbeitsmarkt tun müssen."

  Sie hätte wissen müssen, dass Haider eifersüchtig aufs Hochwasser wird, wenn das so lange statt seiner im Mittelpunkt steht, und dass es daher aus dem Süden gewaltig zurückschwappen würde, und daher höchster Nebensatzalarm vorlag. "Was für den Arbeitsmarkt tun", kann laut Kapitalismus-Fantasy nur Steuersenken bedeuten, doch Dr. Susanne Riess-Passer hat nicht aufgepasst, hat sich verraten im Nebensatz, dass sie im Tiefsten nicht glaubt. Nie wirklich gläubig also war, denn wäre sie durchdrungen von der reinen Leere, denn gerade in den Nebensätzen rinnt es uns

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  360 Wörter       2 Minuten

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