Am Grunde der Flasche

KLAUS NÜCHTERN
Kultur, FALTER 22/03 vom 28.05.2003

LITERATUR. Sex, Drugs und Impotenz: A.F.Th. van der Heijdens gewaltiger Romanzyklus "Die zahnlose Zeit" liegt nun komplett in deutscher Übersetzung vor. Mit dem "Falter" sprach der niederländische Autor über seinen Hang zur Breite, über trinkende Väter, treue Mütter und den Katzenjammer nach dem Schreiben. 

Kein Ende in Sicht" - das ist kein schlechter Schlusssatz für einen Roman. Hat man es bis zu ihm geschafft, so hat man zumindest die 808 Seiten des soeben in deutscher Übersetzung erschienenen Wälzers "Unterm Pflaster der Sumpf" gelesen. Gemeinsam mit dem gleichzeitig herausgekommenen Roman "Der Gerichtshof der Barmherzigkeit", der schlappe 673 Seiten umfasst, bildet er den dritten Teil des gewaltigen Zyklus "Die zahnlose Zeit", der nun - nach zehn Jahren - endlich komplett in der fantastischen Übersetzung von Helga van Beuningen vorliegt.

  Das ist, schon allein sportlich betrachtet, ein epochales Ereignis. Fast zwanzig Jahre lang hat A.F.Th. van der Heijden an der "Zahnlosen

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  2314 Wörter       12 Minuten

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